Wendepunkt und Scheideweg

Mehr denn je ist das innere und äußere Weltgeschehen Ausdruck und Prozess eines Ringens um Wahrheit, Sinn und Entwicklungsrichtung des menschlichen Daseins. Das kann und muss wirklich denkenden Menschen bewusst sein – oder werden.

In einer globalen Situation politischen Missbrauchs des lebendigen Atems von Mensch und Natur und beständiger Bedrohung durch strukturelle Kontrolle, Behinderung des schöpferischen Geistes und kollossale Fehlentscheidungen ist eine tiefgreifende Revision des herrschenden Menschenbildes unumgänglich. Das Wiedereinsetzen echter Philosophie in ihre Orientierung gebenden Rechte und Möglichkeiten ist dabei notwendig und kann dazu essentielle Beiträge leisten.

Diese Seiten stellten bisher den Versuch der Erstellung einer „MENSCHwerdungsbibliothek“ dar, eines Kanons der kosmologisch-metaphysischen Naturphilosophie vertreten durch Persönlichkeiten, die durch ihr Wirken zur Entwicklung dieser beigetragen haben. Das war von Anfang an sicher ein „überambitioniertes Unterfangen“. Die konkrete historische Situation hat ein Übriges dafür getan, die allgemeineren Themen (scheinbar) mehr in den Hintergrund treten zu lassen: in vielen Absurditäten dieser Krise, die nur als Krise der Krisen verstanden werden kann, spiegelt sich das urmenschliche Thema von Welt- und Selbsterkenntnis (oder eben des zerstörerischen Verkennens des Wesens von Welt und Mensch) wider.

So dienen sie nun weiterhin einerseits meinem persönlichen Selbststudium und sollen andererseits dazu ermutigen, den tieferen Wahrheiten des Lebens in sich selbst und in der äußeren Welt auf den Grund zu gehen, diese selbständig zu studieren und auch aktiv den Austausch zu suchen mit Menschen, die in ihrem Suchen und Finden in bewusster, tätiger Verantwortung für das Schicksal des Planeten nicht nachlassen wollen und sich nicht mit dem „Status Quo“ zufrieden geben.

Anstoß zur Erstellung solch einer Sammlung von Beiträgen aus Philosophie und aus den Wissenschaften war und ist die Begegnung mit dem Werk des Philosophen Jochen Kirchhoff, der in jahrzehntelanger Arbeit überaus Orientierendes und Klärendes in Bezug auf grundlegende Daseinsfragen sowohl zusammengetragen als auch originär gedacht und formuliert hat. Er selbst stützt sich u.a. auf Vorarbeiten und Vorleistungen des Naturphilosophen und spirituellen Forschers Helmut Friedrich Krause, der im 20.Jahrhundert gewirkt hat und auf das bahn- und bannbrechende Wirken von Giordano Bruno. Erkenntnisse und Quellenhinweise von Helmut Friedrich Krause und von Jochen Kirchhoff spiegeln sich hier besonders wider.

Dass diese Sammlung nur eine Art besseres Fragment darstellen kann, ergibt sich aus der faktischen Unmöglichkeit für mich als Einzelnen, so eine Sammlung nur annähernd zu füllen mit den Beiträgen, die geleistet worden sind. Nichtsdestotrotz deutet mein Versuch zumindest an, was zusammenzutragen wäre. Und erinnert daran, dass niemand ‚von Null‘ beginnen muss. –

Alle im Hauptmenü unter ‚Kosmologische Philosophie‘ erwähnten Persönlichkeiten (resp. Individualitäten) haben mitgewirkt bzw. wirken mit auf je eigene Weise an der Entwicklung und Entfaltung des „Höchsten im Menschen“ auf der Erde – in einer Wirkensgemeinschaft durch die Jahrtausende hindurch und im großen JETZT, im Sinne der Demeter-Gaia und des Weltenschöpfers.

Jeder Mensch hat die Möglichkeit, den Weg der Selbsterkenntnis und des konkreten Tuns für das Wohl des Planeten und seiner Geschöpfe zu gehen und damit den eigentlichen Sinn des Lebens verwirklichen: der „Erlösung der Natur“ in ihr wahres Wesen. –

Unter „Beiträge“ finden sich Fundstücke aktueller Natur, die nicht unbedingt Teil eines gültigen Kanons sein müssen, die aber in irgendeiner Weise in Bezug stehen zu umfassenderen Themen.  Gelegentlich formuliere ich hier eigene Standpunkte oder Bewertungen.

„Weltraum ist Weltseele.“ (Helmut Friedrich Krause)

„Die äußere Welt liegt vor uns aufgeschlagen, um in ihr die Geschichte unseres Geistes wieder zu finden.“ (Friedrich W. J. Schelling)

„Wir sind wirkliche Wesen in einer wirklichen Welt.“ (Jochen Kirchhoff)