Archiv der Kategorie: Menschen

Tobias Regenauer – Global Governance u. Bertrand Russell

https://www.rubikon.news/artikel/der-fehlgeleitete-vordenker

Eine wunderbare Idee von Rubikon, sich bestimmender Persönlichkeiten der vergangenen Jahrzehnte und Jahrhunderte anzunehmen und sie auf ihre nachhaltige Wirkung hin abzuklopfen. Was bleibt von Vordenkern und solchen, die als Vordenker betrachtet werden? Wie können wir einen Maßstab für eine Neubewertung überhaupt sinnvoll entwickeln?

Und: Wenn wir historische Persönlichkeiten so einer Untersuchung unterziehen – wie sieht es mit den bestimmenden Persönlichkeiten der Gegenwart aus? Welche unhinterfragte Prämissen in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft gehen auf konkrete Persönlichkeiten zurück? Wie gehen wir mit den Prämissen und Persönlichkeiten um?

Welche Maßstäbe können und müssen wir an Führungskräfte der Zukunft anlegen (dürfen), wenn sie sicher und kraftvoll schöpferische Lösungen finden und umsetzen sollen für eine echte Transformation der Gesellschaften?

Diese Betrachtung von Tobias Regenauer ist ein Beitrag zum Verständnis der heutigen Situation und des Ganges von Geschichte überhaupt durch den Einfluss von Einzelpersonen.

Ulrike Kirchhoff: „Zum Sterben schön“

https://www.rubikon.news/artikel/zum-sterben-schon

Ulrike Kirchhoff „Das Geschenk der Schönheit“

https://www.rubikon.news/artikel/das-geschenk-der-schonheit

Ich finde, der Text ist ein Meilenstein: Hier wird Miterleben gewährt, das das geistig-seelische Verwobensein von Mensch und Natur zum Gegenstand hat. Detailreich, genau, liebevoll und eine neue Qualität des Natur und Mensch gemeinsamen „Erlösungsweges“ aufzeigend. Hier ist „Wahrnehmung“ (und ihre sukzessive) Vertiefung offenbar der Schlüssel, der die Tür zum „Märchenland“ öffnen kann. –

Wenn das vielen Menschen gelingt, ist die Welt eine andere und die Vernichtungs- und Reduzierungsmächte haben ausgespielt, weil dann die Brücke gebaut ist, über die die kosmischen Aufräumarbeiten in Gang kommen können. –

Die Fotografien sind von seltener Schönheit und Subtilität und gestatten visuell Ahnungen vom Leben jenseits der materiellen Halbillusion, aus dem sich diese speist. Was kann man als Mensch in Verkörperung mehr an Vermittlung leisten?

Vielleicht deutet Ulrike Kirchhoffs Text (man lese auch den zum Frühling) auf einen Zugang zur deutschen Volksseele, der noch zu selten genutzt wird: Unsere tiefe Naturverbundenheit kann uns ebenso Rettungspfad sein wie unser philosophischer Universalismus (Schelling, Novalis, Krause, Kirchhoff) und unsere großartige Musik und Kunst. Vielleicht ist es dieser Dreiklang aus Naturtiefenwahrnehmung, Kulturpflege und spiritueller Philosophie (in wechselseitiger Durchdringung), der sich weiter zu einem machtvollen Anrufungsklang aufbaut, dem der Kosmos im „rechten Augenblick“ antworten kann, darf und muss.

Wenn die weiblichen und männlichen Stimmen in gemischtem Chor das Hohelied des irdisch-kosmischen Lebens erinnern und „im Satz“ zum Ausdruck bringen, dann wird der Rubikon der Zeitenwende überschritten (sein). Keine Macht der Welt wird das Leben – und seinen Erlösungsdrang – dann noch aufhalten.

Eine lange Geschichte der Menschheit – ein Kommentar von Uli Fischer zu einem Essay von Kerstin Chavent

https://www.rubikon.news/artikel/eine-lange-geschichte-der-menschheit

Der Rubikon-Essay „Eine lange Geschichte der Menschheit“ ist eine sehr schöne zusammenfassende, kenntnisreiche Betrachtung von Kerstin Chavent, die die „intellektuellen Machenschaften“ eines Herrn H. zum Anlass nimmt, die Frage nach der Möglichkeit eines grundsätzlich anderen Narratives von Mensch und Menschenmöglichem allen manipulierenden „Stories“ trotzend zu stellen – und lebendig zu beantworten.

Man könnte nach der Lektüre fragen:

  1. Wie ist das Wesen des Menschen beschaffen? Welchen Gesetzen ist es unterworfen? Wer ist der Mensch?
  2. Ist die bisherige Geschichte der Menschheit wirklich schon vollständig und wahrheitsgemäß bekannt und verarbeitet?
  3. Was sind die tiefsten Ursachen für das so offensichtliche Abweichen des Menschheitskollektives von allem, was gesundem Menschsein lieb und teuer ist?
  4. Was ist das große „Gegengift“ – das „Allheilmittel“, wenn es denn existent/“insistent“ ist?
  5. Gesetzt den Fall, es gäbe einen Ausweg aus der jetzigen Misere – und alle andere Setzung ist ja wohl kaum als widerstehend menschengemäß-sinnvoll zu betrachten – wäre die jetzige Menschheit überhaupt in der Lage, aus sich heraus einen Ausweg anzunehmen und auch zu gehen?
  6. Ist eine „Ausweg-Geschichte“ eine willkürlich-individuelle – oder muss sie nicht einer übergeordneten Logik und Ordnung Folge leisten, wenn sie eine wirkliche (und funktionierende) „Ausweg-Geschichte“ sein will? Wer hat diese „Über-Geschichte“ geschrieben? In welchem Kapitel der Geschichte bewegen wir uns? Ist diese Geschichte eine mit Anfang und Ende oder / und gibt es eine ewige Geschichte?
  7. Kann sie jemand lesen? Wer? Und kann er mitteilen, was er da liest? Gibt es eine Garantie, dass das Mitgeteilte „der Wahrheit (entspringt und) entspricht“? Lesen wir sie alle gemeinsam nach Maßgabe von Auffassungsgabe und Illusionsverstricktheit?
  8. Der innere und auch äußerliche „Auszug aus (dem) Ägypten (unserer Tage)“ kommt nicht zufällig assoziativ ins Blickfeld, jedenfalls mir: Wir wissen, eine mindestens ähnliche Kultur-schöpferische Leistung wie die eines Moses und „seines Volkes“ ist jetzt gefragt, – der Auszug aus dem System des „Megatechnischen Pharaos“ (des Gesamtkomplexes aller ideellen und manifesten Strukturen technisch-naturwiss. Weltbemächtigung) – beginnend, neben vielen andern Möglichkeiten, ganz sicher auch dann, wenn wir uns „sonntags im Park“ treffen. –
  9. Haben wir Anklänge und Rückgriffe in petto, die uns versichern können, dass wir mit unseren Träumen durchaus auf Tradtion bauen – und nicht nur auf der Erde, sondern immer dann, wenn Menschen auf einem Gestirn vor dieser Probemstellung des „Wie gelingt uns der gute Ausgang“ stehen?
  10. Die Fragen sind ad libitum fortsetzbar – und als zu lebende Fragen in lebendige gelebte Antworten zu verwandeln und so einzuspeisen in den Gesamtprozess der planetarischen Transformation von einem jeden Menschen, der will (und kann).

Darüber hinaus:

Harrari setzt wie der gesamte Klüngel der Machteliten, ihrer Exekutiven und der Moderne überhaupt auf dem naturwissenschaftlichen Narrativ auf, auf der naturwissenschaftlichen Ideologie in ihrer menschen- und schöpfungsverachtenden, u.a. „digital-genetokratischen“, Form. Fällt diese/s in sich zusammen, fällt die gesamte Story (von der ideologischen Seite her).

Daher ist die Kritik der Grundlagen der NW das/ein A und O in der Auseinandersetzung mit den Machern des Posthumanistischen Gesellschaftsschemas und Amenschenbildes (von Unmenschen).

Die NW ist, wie bekannt, dem methodischen Atheismus „unterjocht“; dieser fällt also ebenfalls in sich zusammen, wenn es gelingt die NW in ihren Fundamenten zu erschüttern und in ihrer Funktion als Institution der Welt(ü)be(r)wältigung in Frage zu stellen und dann auch auszuschalten. Dieser Kampf wird in erster Linie im Geistigen gekämpft und entschieden – natürlich wird er sekundär (sekundär nicht in einer Abwertung sondern in einer natürlichen Rangfolge aufgefasst) auch auf allen abgeleiteten Ebenen der Erscheinungswelt gleichzeitig durchgefochten, die uns ja nur zu sehr „beschäftigen“ und „in Bann“ ziehen. Wir stehen mitten im Sommer und sehen die weiteren Auseinandersetzungen kommen. –

Der Begriff „Posthumanismus“, den Kerstin Chavent hier einsetzt, ist wahrscheinlich ideengeschichtlich ein korrekte(rer) Begriff, während der Begriff „Transhumanismus“ natürlich einer Verschleierungs- und Irreführungsstrategie Folge leistet – im Übrigen auch auf durchaus gefährliche Weise „unterbewusst“ durch die permanente Wiederholung in Wort und Schrift, wenn für seine Fehlaussage zu geringes oder kein Bewusstsein vorhanden ist. „Post“ für dem Humanismus folgend. „Humanismus“ als eine zu beträchtlichen Teilen fehlorientierte Grundidee der Moderne, die den Menschen in seiner äußerlich wahrnehmbaren Gestalt quasi verabsolutiert und sich der transzendentalen Orientierung der gesamten Schöpfung und der Akzeptanz der „Durchgangsstationsfunktion“ des Menschseins verwehrt. Anders formuliert: Da der Mensch ein Werden hin zu einem Kosmischen Anthropos ist, vorausgesetzt er folgt – bewusst oder unbewusst – dem in ihm angelegten Prozess der Bewusstwerdung – der Anamnesis – ist eine auf das Menschsein bezogener „Ismus“ ein Unding. (Wie „Ismen“ ja überhaupt). Posthumanismus ist also sachlich in Bezug auf zeitliche Reihenfolge ein korrekter Begriff, der noch qualitativ bestimmt werden könnte. (Das wäre oder ist eine eigene Untersuchung wert; und die ist auch hie und da schon geleistet worden.)

Wir haben durchaus Gewährsleute an unserer Seite, gerade in Deutschland, die philosophisch konsistente Panoramen der menschlich-kosmischen Entwicklung aufzeigen  und entscheidende Vorarbeiten geleistet haben – und leisten. Klassiker wie Menschen unserer Tage. Jochen Kirchhoff und Helmut Krause ragen hier sicher mit ihren orientierenden und inspirierenden Großleistungen heraus. – Diese Quellen sind grundsätzlich zugänglich – und sie helfen uns, die je eigene Quelle der schöpferischen Weisheit mehr und mehr wahr- und auch ernstzunehmen.

Die Kraft echter naturphilosophischer Anstrengung und Äußerung wird nachwievor unterschätzt; dabei liegt in diesem Kraftfeld ungeheure Hebelkraft und die einzige erfolgversprechende Grundlage für erfolgreiche Revision und Neuorientierung.

Man kann zusammenfassen:

Alle „Grunderzählungen“ der Moderne sind mehr als fragwürdig, ja sie stehen im Widerspruch zum gesunden Empfinden und vertieften Nachdenken:

  • die einen „Urknall“ behauptende Kosmologie,
  • die darwinistische Abstammungslehre
  • die geologische Erzählung von Zeiträumen und Erdentwicklungsprozessen
  • die Menschheitsgeschichte in ihrer Gesamtheit bedarf der überzeugenden Neuerzählung von einem metaphysischen Standpunkt aus, wie das Helmut Krause geleistet hat
  • die religiösen Vereinseitigungen und Reduktionen des kosmischen Gesamtzusammenhanges müssen zurückgenommen werden
  • die Gesellschaftsordnungsannahmen sind unwahr
  • die Sozialordnungsannahmen sind zu großen Teilen degeneriert
  • die Annahmen von Bildung und Ausbildung sind letztlich „abrichtungsgelenkt“ – und nicht der Wesensentfaltung gewidmet
  • u.u.u.

Wir stehen vor und in einem Kolossalwandel in mehreren aufeinander folgenden und aufbauenden, sich durchdringenden Stufen, der, vorausgesetzt er gelingt, eine völlig neue Ausgangssituation hervorbringen wird. Die seelische Erinnerung an diese grundsätzliche Möglichkeit wohnt vielen Menschen inne, letztlich wirkt sie in allen (auch in den Betreibern der Resets der widernatürlichen Art, wenn auch in ihnen im Modus der vollkommenen Abwehr und Bekämpfung dieser Möglichkeit).

Dieser hat letztlich natürlich handfeste Auswirkungen im Leben eines jeden Menschen, erfasst alle Wesen auf der Erde (und wahrscheinlich viele auch darüber hinaus im Wechselspiel der gegenseitigen Beeinflussungen der Gestirne und ihrer Menschheiten).

Niemand kann garantieren, dass dieser (in einem höheren und umfassenden Sinne) naturlogische (eben nicht „naturwissenschaftliche“ oder naturwissenschaftlich erfassbare) Prozess hinreichend Schwung und Fahrt aufnimmt, um eine, die, konzertierte „Kosmische Aktion“ hervorzurufen. Aber jedes Sehnen, Wachsen und das konkrete, alltägliche schöpferische, menschliche Tun trägt dazu bei, es wahrscheinlicher zu machen, dass ein wirkliches „Ende der Geschichte“ (der destruktiven Machtlogik) Realität wird. Dafür leben wir. – Zunächst also diese Art von Ende der Geschichte. Dann wird es  Aufräumarbeiten und Besinnung geben müssen. Dann den – letztlich absoluten – Schlussstrich. Dann Frieden … JETZT!

 

Jochen Kirchhoff: Lichtfülle des Lebendigen

https://www.rubikon.news/artikel/lichtfulle-des-lebendigen

Markus Stockhausen und Claus Eurich: Hat die Menschheit eine Chance?

Hat die Menschheit eine Chance? – Markus Stockhausen im Gespräch mit Claus Eurich

Ein interessantes und tiefgründiges Gespräch zur Bewusstseinslage, dass auch in Sachen Dimension des notwendigen Wandels gedankliche Impulse setzt.

„Brandstifter als Feuerwehrleute“ – Roland Rottenfußer

https://www.rubikon.news/artikel/brandstifter-als-feuerwehrleute

Die Reste von Deutschland werden geschleift… Roland Rottenfußer mit einer knackigen Zusammenfassung der Unverschämtheiten und Bodenlosigkeiten, die die sogenannten Politiker bisher ungehindert zelebrieren können. – Im Moment ja ohne jede Aussicht auf eine Besserung oder echte Aufarbeitung.

Bekannte Gründe führen zur Konzentration der Fehlhandlungen in Deutschland.

Interessant und aufschlussreich:

Eine Tiefenanalyse des Pseudopolitischen ist wohl dran – wir müssen eigentlich das Politische völlig neu bestimmen, eine Kritik des bestehenden politischen Gehampels ist ausreichend geleistet.

Was ist Politik in der Tiefe? Was soll und kann sie leisten? Wer soll sie „machen“? Haben wir eine Chance auf einen echten „Politikwechsel“?

Müssen wir das nicht zweiteilen – in eine pragmatische „Sofortpolitik“ und eine mittel-und langfristige Strategie?

Auch hier kann ein wirklicher Wechsel von Perspektive und Umsetzung nur aus einem Verständnis des zivilisatorischen Grundproblems, seiner Antriebe und Logiken erfolgen: Die akosmische Grundhaltung der Menschheit, das Stahlskelett Naturwissenschaft als  bisher absolut sattelfest etablierte, durchgreifende Grundideologie, bisherige Staatsorganisation und finanzgeleitetes Wirtschaftssystem erfordern eine Mammut-Leistung des menschlichen Geistes im Zusammenspiel mit kosmischen Kräften, ohne die eine Lösung unwahrscheinlich ist und bleibt.

Hauke Ritz im Interview zur globalen Auseinandersetzung

https://multipolar-magazin.de/artikel/massenformierung-des-weltbewusstseins

Danke für diese und Chapeau vor dieser Zusammenschau, die wichtige Elemente einer (scheinbaren) kulturübergreifenden Welt-Neu-Ordnung vor dem Hintergrund der historischen Realitäten beschreibt und auch ausrichtet in der Betrachtung für eine Zukunft, die den Namen verdienen könnte. Wenn sie im Text des Autors auch erstmal in der erfolgreichen Revolte Russlands in eine Entlastungsverschiebung mündet, nicht in eine General-Lösung.

Besonders spannend finde ich den kulturanthropologischen Gedanken des „europäischen Universalismus“ (als besondere Fähigkeit oder Schlagkraft) und die Frage der geologisch begründbaren Vormachtstellungen wie Eroberungsanwandlungen sowie der Wertesysteme (und ihrer natürlichen Grenzen).

Ganz sicher treten wir in eine Phase ein, in der es mittels Universalismen letztlich um die Überwindung von „Geo-Politik“ geht, die, getragen von kultureller Vielfalt, in eine Demetrische Politik mündet, also von der Erde als Ganzem her das je individuelle Gepräge denkt – eine Verlagerung zu „radialem“ Denken, weg von (absolut) horizontalem Denken, das, ob zur Selbstbegrenzung fähig oder nicht, Konfrontationen von vornherein die Tür öffnet.

Ich finde das Interview ist eine Fundgrube für naturphilosophisch begründete Ansätze, die eine ausgewogene Welt-Entwicklung überhaupt sinnfällig und überzeugend darstellen kann. Mit Augenmaß und Sinn für die gewachsenen Traditionen und die kulturell akkumulierten wirklichen Werte und Schätze.

Es würde sich lohnen, das Thema der Bodenschätze, der Energie, der Großkontinentalgeografie und der wirklicher Welt-Macht zu beleuchten. Hier wird es, davon gehe ich eigentlich aus, Lösungen geben, für den Fall, dass eine Kosmische Bewusstseinswende manifest wird, an die mittels konventionellem Denken „nicht zu denken ist“.

Kurz angerissen:

Das Bewusstsein der führenden Kräfte in den Nationen muss sich auf eine irdisch-kosmische Orientierung einlassen und damit dem immer schwelenden „Horizontalkonflikt“ völlig den Boden entziehen.

Anstelle der bisherigen Politiken sollte die Kraft auf die je gegenseitig akzeptierte Eigenständigkeit und Souveränität gelenkt werden, die sich der echten Beseitigung der „kosmischen Neurose“ (also Beendigung der Abspaltung von der Innenwelt und der Beendigung des Solitärgedankens in Bezug auf irdisches Leben) verdankt.

Dabei wird wahrscheinlich eine wirklich vollkommen neuartige Welt-Ordnung entstehen, die einer lenkenden Repräsentanz bedarf, die den Welt-Willen symbolisiert und zum Ausdruck bringt. Das wird geschehen, ohne ein manipulierendes Eingreifen in die sich selbst verwaltenden und gestaltenden Geschicke der Völker. –

Offene, zu erörternde Punkte u.a.:

  • Lösung des Problems der Bodenschätze
  • Lösung der Energiefrage
  • Demetrische Grundpolitiken – was heißt das
  • Ordnende Weltrepräsentanz

Michael Hüter Vortrag „Kindheit, Familie und ,Bildung‘ am Scheideweg“

Ein absolut hörenswerter Vortrag von Michael Hüter, der sich mit Grundelementen der schleichenden Entmenschlichung des Menschen von Kindesbeinen an beschäftigt. Man könnte fast vom „Bermuda-Dreieck der Menschenaufzucht“ sprechen, dem nun durch die transhumanistischen Wahnideen perverse Krönungen widerfahren sollen. –

Mich trifft der Vortrag auch persönlich sehr, weil er doch einen „runden Erklärungsansatz“ für so viele erlebte Fährnisse liefert, die ich nur zu gut aus eigener „Nichtrichtigmenschgeworden“praxis kenne. – Die Barrieren für eine natürliche Entwicklung und Entfaltung waren „enorm“.

Kindheit, Familie und „Bildung“ am Scheideweg zwischen Demokratie, Transhumanismus & Totalitarismus

Natürlich kann und muss man davon ausgehen, dass dieser ganze Komplex des falschen Umgangs mit den „hereinkommenden“ Menschen tiefe karmische Ursachen hat, kollektiv wie individuell; hier entkommt niemand seiner eigenen, sozusagen verkörperungsübergreifenden, Mitverantwortung für die „Umstände“ seines Lebens, die ja auch einem sinnvollen Plan folgen.

Dennoch ist es aus meiner Sicht berechtigt, gerade auch mit Hinblick auf Mitgefühl mit anderen, auf die vielfältigen Schwierigkeiten und Hindernisse für den Einzelnen hinzuweisen, selbst wenn er im „privilegierten Teil“ der Welt aufgewachsen ist. Meiner Meinung nach werden diese Dinge nachwievor unterschätzt und müssen noch mehr in die Diskussion, damit Handreichungen für sich selbst und andere „höherer Art“ – gerade auch der Naturphilosophie – wirklich fruchten (können).

Patrick Reiser und Jochen Kirchhoff im Gespräch

Dirk C. Fleck im Gespräch

Viele interessante Aspekte der Selbstwahrnehmung, des Umgangs mit den eigenen Energien und Kraftreserven – und eine deutlich artikulierter Abstand zur normopathischen Zivilisation, der wir noch unterworfen sind – ohne uns ihr zu unterwerfen: ganz im Gegenteil – im Interview mit Dirk C. Fleck kommen Aspekte des „Subjektiven Auswegs“ in sprachlich gediegener Form zum Ausdruck; u.a. wird auch dem Nachdenken über das Sterben und „Freund Hein“ in schöner, gebührender Form Raum gegeben.

Bestimmte geäußerte Vorstellung einer „Entindividualisierung“ beim Wiedereintauchen in das Meer der Energie kann und muss man natürlich zurückweisen; schon der Gedanke der Reinkarnation verunmöglicht eine vollkommen unpersönliche Identität. (die im Beitrag angenommen wird).

Zur Inhaftierung von Herrn und Frau Ballweg

Terror gegen Michael Ballweg – geht’s noch erbärmlicher? | Von Hermann Ploppa – apolut.net

Sucharit Bhakdi zu den Angriffen auf seine Person und zu der Weiterverbreitung vom mRNA-Impfstoffen

Mattias Desmet – Zur Massenformation in der Corona-Krise und zur Grundsatzkritik der „rationalen Wissenschaft“

Guter Beitrag auch zur Wissenschaftskritik. – Starke Positionen.

A. Unzicker und D. Pohlmann im Gespräch über moderne Physik

Im Gespräch: Alexander Unzicker ("Einsteins Alptraum") – apolut.net

Das Gespräch ist aus meiner Sicht eine Art „warm up“ für das Gesamthema der moderen Physik und ihrer Grundlagenkritik. Nachfolgend mein Kommentar bei Apolut, den ich für lesenswert halte:

„27.6.2022/5782

Lieber Herr Pohlmann,
danke für das Aufgreifen der „Physikalischen Thematik“. In der Tat gibt es zwei deutsche Philosophen, die das Thema, so wie von Alexander Unzicker gewünscht und sachgerecht gefordert, intensiv bearbeitet haben. Ihre Arbeit ist allerdings, wen wundert es, bisher nicht entsprechend wahrgenommen und gewürdigt worden: Helmut Krause und Jochen Kirchhoff. Beide haben, Kirchhoff auf Krause, Schelling und Giordano Bruno aufbauend, einen Vorschlag gemacht, der sehr weitgehend ist und den ich für sehr tragfähig halte: Die Radialfeldvorstellung. (Ich beschäftige mich seit einigen Jahren mit dem Thema und habe einen Blog dazu angelegt.) – Eine Art metaphysisch begründete einheitliche Feldvorstellung.
Wen das interessiert, der kann gern „Der Baustoff der Welt“ (H. Krause) lesen, gibt es online als PDF zum freien Download oder/und Kirchhoffs „Räume, Dimensionen, Weltmodelle“. Auch der youtube-Kanal von Jochen Kirchhoff ist in dieser wie in vieler anderer Ansicht sehr ergiebig, z. B. das Video „Die Ursache der Gravitation“.
Rüdiger Lenz hatte Jochen Kirchhoff schon zu zwei intensiven Interviews bei Apolut, zu anderen Themen.
Herr Pohlmann, gerade unter der Maßgabe ihres Gedankens, ob nicht eine andere, weitergehende Physik sozusagen auch die ethischen Fragen mitlösen würde, ein sehr wichtiger Gedanke, kann man Krause und Kirchhoff nur empfehlen, denn obwohl beide auch exellente Kenner wissenschaftlicher Theoriebildung sind und der Physik-Behauptungen (Urknall, absolute Lichtgeschwindigkeit, Masse-Begriff u.u.u.), geht es ihnen im Letzten um Menschheitsfragen, die gerade in unseren Tagen nach einer Lösung schreien.
Physik und Psychik – um das mal so zu formulieren – gehören zusammen. So wie wir die Welt und uns selbst betrachten, so ver- oder erkennen wir sie und so gestalten oder missstalten wir auch. Wir brauchen eine generelle Kehrtwende, wissenschaftlich, philosophisch und politisch. Und ohne eine Grundlagenkritik des naturwiss. Komplexes, der letztlich aus der Methodik und Sichtweise der modernen Physik hervorgegangen ist, haben wir keine Chance, essentielle Schritte zu machen, die den Wahnsinn der Moderne beenden und der Welt eine echte Perspektive eröffnen.
Die Physik, die wieder zu den echten (nicht den laborativ erzwungenen) Phänomenen zurückkehrt und sie auch wirklich denkerisch bewältigt, ist ein Mitschlüssel für einen Epochenwandel. Alexander Unzicker hat vollkommen Recht: Dafür braucht man in erster Linie Zeit und tiefes Nachdenken, gern im Anschluss an die vorsokratische Philosophie, die noch Ganzheitsfragen gestellt hat. Im Übrigen bleibt A. Unzickers Beitrag zur Analyse der Gegenwarts-Physik unbestritten, ganz egal wie er sich zu anderen Themen geäußert hat.
Ich würde mich freuen, Herr Pohlmann, wenn sie am Thema dranbleiben – da ist wirklich jede Menge „drin“. Herzliche Grüße und bei der Gelegenheit vielen Dank für ihre vielfältigen Anstrengungen in Sachen Wahrheitsfindung (wikihausen u.u.u.). Und auch Dank an Rüdiger Lenz für seine Texte, und auch für seine wunderbaren Interviews – u.a. mit Jochen Kirchhoff. -„

Giorgio Agamben: Das Recht auf Widerstand

Giorgio Agamben hat sich im Rubikon auf durchdringende Weise zum Recht auf Widerstand in einer Situation des „permanenten Ausnahmezustandes“ geäußert.

https://www.rubikon.news/artikel/das-recht-auf-widerstand-2

Fragen, die sich mir stellen:

Wenn Herrschaft dem Gemeinwohl dienen soll(te) oder die jeweilige Herrschaftsform dies für sich – gerechtfertigt oder ungerechtfertigt – in Anspruch nimmt, dann darf die Frage in einem tieferen Sinne erörtert werden, was denn „Gemeinwohl“ überhaupt darstellt und ob ein „relatives“ Gemeinwohl oder irgendeine eingeschränkte Form von Gemeinwohl hier den „Staatsprozess“ (in seiner langen Anlauf nehmenden Zerstörungspotenz, gesteuert durch die Eliten und die Machtfaktoren des digital-militärisch-finanzindustriellen Komplexes ) hier auf Dauer überhaupt geschützt respektive vertreten sein kann? Dazu ist eine Verankerung dieser Vorstellung in einem umfassenden philosophischen Ansatz nötig, der letztlich den „Plan der Schöpfung“ vertritt und ausrollt, denn nur aus der umfassenden Intelligenz dieser Instanz sind Ableitungen sinnvoll und wirkmächtig.

Gemeinwohl – lässt sich das umfassen definieren?

Was geschieht denn durch die Widerständigkeit, die sich ja zunächst gegen ein sich errichtendes Regime richtet auf Dauer, wenn nicht ein positives, lebbares Angebot für den Einzelnen besteht? Wir brauchen eine echte Perspektive, wenn man so will auch eine, die miteinander wirklich und essentiell geteilt werden kann – sonst ist nach allem Widerstand die Frage nach einem tragfähigen „Wohin“ weiterhin virulent und führt zu den Divergenzen, die auch jetzt im „Widerstand“ beobachtbar waren. –

Zitat Agamben: „Die Hypothese, die ich Ihnen heute unterbreiten möchte, lautet, dass diese Herangehensweise an die Problematik des Widerstands am Wesentlichen vorbeigeht, nämlich an einer radikalen Veränderung, die das Wesen des modernen Staates — das heißt des postnapoleonischen Staates — selbst betrifft. Von Widerstand kann nur gesprochen werden, wenn zuvor über diese Transformation nachgedacht wurde.“

Das möchte ich grundsätzlich bejahen und bekräftigen. Ohne diese Perspektive (und ihre richtige Verankerung in einer durchdrungenen und verständlich gemachten Seinsbestimmung) gibt es keine Möglichkeit, zu essentiellen und nachhaltig tragenden Veränderungen zu kommen; wir wissen aus den naturphilosophischen Überlegungen von Helmut Krause und Jochen Kirchhoff, dass dies allein nicht reichen kann; es bedarf noch eines „außergewöhnlichen Momentes“ im Weltganzen, dass den Ring der machtförmigen Macht durchbricht und den Ring der schöpferischen Macht der Menschheit an die Hand gibt.

Geht es auch eine Nummer kleiner? Nein. Die Situation verdeutlicht den globalen Charakter von Frage und Antwort in Sachen Transformation und echter Entwicklung (wie sie in falscher Weise durch den „Great Reset“ manifest geworden sind).

 

Thomas Röper mit seriöser „Gas-Recherche“

Ich ziehe meinen Hut vor der Arbeit von Thomas Röper – sinnvolle Informationen, sachliche Berichterstattung, nachvollziehbare Argumentationen – UND: Lösungswege für die praktischen Probleme. – Auch die Kommetare sind sehr lesenswert und bringen „Fachinfos“, z.B. zum Stand der Dinge um NS1 und NS2.

Der Spiegel und seine Gas-Lügen

Lisa Eckhart im SRF-Interview

Ein bemerkenswerter, sympathischer Auftritt von Lisa Eckhart voll von Esprit, mitfühlendem und scharf analysierendem Geist in Bezug auf Kultur und Unkultur unserer Tage, der eine neue Form distanzierter Souveränität ins Spiel bringt, die einem bewusst machen kann, wie wichtig Gestalt(und Standes-)bewusstsein, Etikette, unabhängiges Denken, aufgeräumter Traditionalismus und selbstbewusstes Beharren auf Selbstverständlichkeiten der bürgerlichen Attitüde sind für einen unverstellten Blick auf das „Elend der Gesellschaft“.

Man muss dieses sehr schön geführte Gespräch – in dem auch Yves Bossart – eine gute, weil letztlich mitspielende  – Rolle spielt, die Lisa Eckhart sinnvoll herausfordert – wie auch sie ihn herausfordert. Sie zelebriert das Vergnügen an der gepflegten Debatte, am Ausreizen der rhetorischen Möglichkeiten wie am kontraintuitiven Argument: ohne sich (in Selbstdarstellungen) zu verlieren.

Ich bin gespannt, ob bei einer Gelegenheit ein Gespräch zwischen ihr und Gunnar Kaiser zustande kommt; hier äußert sich doch deutlich eine Elite des Geistes und der echten Philantropie, der man gern den roten Teppich ausrollt: „Willkommen in der anbrechenden Zeit einer neuen Weltherrschaft“. (Lisa Eckhart spielt gern mit diesem „Narrativ“).

Solidaritätskonzert für Julian Assange

Ulli Gellermann und Jens-Fischer Rodrian organisierten in Berlin das 2. Solidaritätskonzert für Julian Assange.

https://odysee.com/@apolut:a/3QuyUBBbnwBpBp87VZTFSi:d

Bindungsarbeit von Brigitte Hannig

Matthias Langwasser im Gespräch mit Brigitte Hannig, die die Ergebnisse der Bindungsforschung speziell der Eltern-Kind-Beziehung auf alle Lebensbereiche anwendet. Letztlich basiert ihre Arbeit auf der Wahrnehmung (des Prinzips) der pulsierenden Lebensenergie.

Philosophische Prämissen wie Konsequenzen scheinen für sie ebenfalls ein Rolle zu spielen.

Sie konzentriert sich interessanterweise auf körperorientierte Bindungsarbeit.

Besonders erhellend und extrem wichtig war für mich ihre sinnvolle Unterscheidung von Liebe und Bindung; Eltern lieben ihre Kinder meistens – den richtigen Halt geben sie ihren Kindern durch ein Bündel von Ursachen oft – unbewusst oder unwissend – nicht.

 

Gunnar Kaiser auf einem Gipfel von Wahrnehmung und Erkenntnis

Gunnar Kaiser? Wird immer noch besser, tiefgründiger, menschlicher… Ein sehr schöner Beitrag von ihm zu eigenen bewusstseinserweiternden Erfahrungen, die ahnen lassen, wie eine Transformation auf Erden im Einzelnen wie in Vielen vonstatten gehen kann:

  • Einerseits im konkreten Erleben weltseelischer „Verbundenheit“, in der Weitung des eigenen Bewusstseins weit über das „Ich“ hinaus und das Verständnis für grundlegende Zusammenhänge im direkten Erkennen
  • Andererseits in der Integration dieser Erfahrung in das leiblich-biologische Dasein der – hoffentlich – mehr und mehr integrierten Persönlichkeit

So entsteht ein mehr und mehr bewusstes Pendeln zwischen diesen Polen, und das Erleben des Wirklich(er)en durchlichtet das irdische Dasein bis in die konkrete Handlung, bis in die Tiefentransformation einer ganzen Gesellschaft hinein, die eben neben der klaren Analyse und sinnvollen Zielorientierung auch die gelebte, lebendige Erfahrung des Einzelnen zur Grundlage hat.

 

Rüdiger Lenz und Jochen Kirchhoff im Gespräch

M-PATHIE – Zu Gast heute: Jochen Kirchhoff „Lebendigkeit gewinnt immer” – apolut.net

Stanislaw Petrow

https://www.heise.de/tp/features/Der-einsame-Tod-des-Mannes-der-die-Welt-gerettet-hat-7096489.html

Man muss den Bericht über Herrn Petrow ja nicht „sentimentalisieren“, immerhin war er Angehöriger des Militärs und in die ausführenden Strukturen einer Atommacht unmittelbar eingebunden – dennoch zeigt sein bewunderungswürdiges Beispiel von verantwortungsbewusstem Handeln unter extremem Stress, dass der Mensch zu solchem fähig ist und dass das Schicksal von Menschheit und Erde nicht nur einmal am seidenen Faden hing. –

Es versteht sich von selbst, dass die Ereignisse von 1983 – neben den ganz prinzipiellen Einwänden gegen die Doktrin sogenannter atomarer Abschreckung  – Grund genug sind, sofort in umfassende Abrüstungen einzusteigen.

Wie wir wissen, ist auf allen Seiten seit Jahren wieder das Gegenteil der Fall; eine regelmäßige „Modernisierung“ der Waffensysteme ist gang und gäbe. Man muss davon ausgehen, dass die strukturelle Unbeherrschbarkeit von „technischen Vorfällen“ nicht kleiner geworden ist.

Ein Forderung nach einem eigenen Atomwaffen-Arsenal Deutschlands ist auch deshalb eine unverantwortliche und in jeder Hinsicht selbstzerstörerische Perspektive. Ganz abgesehen von der Stationierung von Atom-Waffen auf deutschem Boden, die ja immer noch traurige (souveränitätsverleugnende) Realität ist.

Der Ukraine-Konflikt sollte daher in seiner Lösungsphase (manche Beobachter gehen ja noch von einem Jahre währenden Krieg aus) auch in Abrüstungsverhandlungen aller Atom-Mächte führen; gleichfalls könnte ein Welt-Friedensabkommen ein internationales Regime von Verhandlungsvorschaltungen einführen, dass militärische Auseinandersetzungen stark einschränkt und letztlich verunmöglicht. Gleichzeitige Rückführung aller militärischen Potentiale zum Status der reinen Verteidigungsfähigkeit ist unumgänglich.

Desweiteren ist nun nochmals deutlich geworden, dass auch die „Kriegsdefinition“ einer umfassenden Revision bedarf, da der „Krieg auf allen Ebenen“ die Realität darstellt, der nur in verschiedenen Aktualisierungen auftritt.

Embargos und Wirtschaftssanktionen stellen kriegerische Akte dar, genauso wie die manipulative Medienberichterstattung und politische Vereinnahmungs- und Übersteuerungsaktivitäten (siehe WHO-Ansinnen zur Weltgesundheits-Diktatur). U.u.u.

Das Beispiel des Herrn Petrow zeigt, dass jeder Mensch an seinem Platz Entscheidungen treffen kann und muss, die das Wohl des Ganzen im Blick haben. Das kann man lernen. –

 

Ariane Bilheran – Das Böse benennen

Für mich ein sehr guter Beitrag, der viele Themen berührt und zusammenführt, der von einem Zusammenbruch dessen, was wir bisher Zivilisation genannt haben ausgeht, dabei auf dem genuin menschlichen Potential in seiner Würde besteht und zu widerständigem geistig-seelischem wie vernünftig-praktischem Handeln auffordert und anregt.

Eindeutig wird auch die Philosophie in die Pflicht genommen, die Ursachen der Krise herauszuarbeiten und verständlich zu machen; dabei steht auch eine Art Neugewinnung der (natürlichen) metaphysischen, transzendierenden Orientierung des Menschen auf der Tagesordnung – verwurzelt im „Erden-Alltag“ und mit den „Köpfen in den Sternen“ unter Verzicht auf die Abwege der unechten Spiritualität der eher sektiererischen (mittlerweile altgewordenen) Neobewegung des New Age.

Also ich bin begeistert von soviel echter Machtanalyse, Zurückweisung der übergriffigen Ansprüche und Wahrung der elementaren Rechte des Menschen bei eindeutig praktisch- spiritueller Hinwendung zum Sozialen und Regionalen – und zum Sinn des Lebens! Ich bin gespannt, inwiefern die Arbeiten von Frau Bilheran noch weitere Reaktionen auslösen. –

Das Böse benennen

Vom „Sündenbock“-Prinzip und seiner Überwindung – C. Eisenstein und G. Walter-Kirchhoff im Gespräch

Charles Eisenstein im Gespräch mit Gwendolin Walter-Kirchhoff über „strategielose Strategie“ im Umgang mit den Phänomenen der von uns allen durchlebten Bewusstseins- und Gesellschaftskrise. Viele wertvolle Gedanken, um den Fallen von Selbstgerechtigkeit und falscher Zuordnung oder Identifikation von struktureller Verantwortung zu entgehen – und gute Gedanken zum Mut.

 

Was ist der Mensch – Kaiser und Lenz im Gespräch

Kaiser & Lenz – Was ist der Mensch? – apolut.net

Rüdiger Lenz „Das schöpferische Subjektiversum“

Das schöpferische Subjektiversum | Von Rüdiger Lenz – apolut.net

Das schöpferische Subjektiversum Teil 2 | Von Rüdiger Lenz – apolut.net

Das schöpferische Subjektiversum Teil 3 | Von Rüdiger Lenz – apolut.net

Das schöpferische Subjektiversum Teil 4 | Von Rüdiger Lenz – apolut.net

Gerd Reuther „Heilung Nebensache“

Der wohl luzideste Medizinkritiker in unseren Landen mit sehr weitreichenden, grundsätzlichen Analysen, die schon als eine „Welt-und Kulturgeschichte“ aus Sicht des Medizinischen gelten können.

Einige Interviews, zuletzt mit Robert Cibis:

https://www.youtube.com/results?search_query=Gerd+Reuther

Artikel von Gerd Reuther bei Rubikon:

https://www.rubikon.news/autoren/gerd-reuther

Der aktuelle Buchtitel von Gerd Reuther:

https://emu-verlag.de/heilung-nebensache-13615

https://www.focus.de/gesundheit/experten/der-betrogene-patient-aerzte-sind-mittlerweile-die-haeufigste-todesursache_id_6843828.html

 

Tim Foyle zu den verschiedenen psychologischen Ausrichtungen von Menschen

Über die Psychologie des Verschwörungsleugners

Unser Psychopathen-Problem von Tim Foyle

 

Michael Esfeld – Gedanken zur Abwehr eines technokratisch motivierten Menschenbildes

Technokratisches gegen humanistisches Menschenbild

Rüdiger Lenz zum Thema der Freiheit und des Staates

Ohne Freiheit bin ich nichts | Von Rüdiger Lenz – apolut.net

Ein feuriger und konsequenter Text, der vor allem deutlich macht, dass der Mensch in einem metaphysischen Grundzusammenhang webt und lebt, der durch „menschliche Einrichtungen“ wie den Staat, das Rechtssystem usf. nicht ersetzt werden kann.

Die Frage ist daher: Worauf bezieht sich der Mensch primär? Auf den Gesamtzusammenhang, (der er auch selbst ist) – oder auf Machtverhältnisse, die die Instanz des Absoluten selbst einnehmen wollen?

Von daher besteht die alte Frage nach einer lebensdienlichen und gerechten kosmisch-menschlichen Organisation des Zusammenlebens, die den Menschen in seinem Potential regelrecht fordert – und ihn aus der Zwangsjacke eines Staatsbürgertums befreit, um ihn in selbstverantwortlichem Miteinander mit Mitmenschen und Schöpfung freundlich zu begrüßen.

Hier sei an Thommaso Campanella und Thomas Morus erinnert und ihre „Utopien“. Genauso aber auch an Frauen wie Hildegard von Bingen und ihre soziale Praxis. –

Besonders eindrucksvoll ist Rüdiger Lenz‘  Apell an echtes Gottvertrauen:

“ (…) Widerstand ist Selbstveränderung: Egal, was du siehst oder wahrnimmst, du blickst immer nur zu dir selbst, in dich selbst hinein und nimmst daher nur wahr, wer du selbst bist. All das spiegelt dir nur deine innere Erfahrungswelt wieder, in der du jetzt bist. Dies alles bringt dein Verhalten hervor, daher bist du Ursache und Wirkung gleichzeitig. Du glaubst, immer zu wissen was du tust und aus welchen Beweggründen du handelst, Aber das stimmt nicht. Denn wenn du immer gleichzeitig Wirkung und Ursache bist, bist du auch immer bloß zwischen den Dingen deiner Wahrnehmung, von der du annimmst, du hättest sie im Griff. Es sieht eher danach aus, dass uns etwas Mächtiges voll und ganz im Griff hat. Etwas Großes, hochenergetisches und gutmütiges. Mehr als alles Menschliches.

Und immer wenn dich dein Schicksal erwischt und durchschüttelt, bist du betrübt. Doch nimmst du dein Schicksal als Chance selbst in die Hand, bist du in einem Jahr glücklich darüber, dass es dich immer und immer wieder zu wachsen an dich selbst aufmuntert. Das Gefühl dabei ist unbeschreiblich schön und wärmend.

Es zeigt dir, dass du nie allein gehst und nie allein bist. Du wirst geführt. Wenn du das wahrnehmen und dabei mitgehen kannst, dann wirst du niemals und von gar nichts je erschüttert und depressiv werden. Das muss es sein was gottesfürchtige Menschen Gottvertrauen nennen. (…)“

 

„Die Freiheit stirbt zentimeterweise“ – Freischwebende Intelligenz

Das aktuell gefährlichste Wort klingt auf den ersten Blick sehr harmlos. Eine Kolumne.
— Weiterlesen miloszmatuschek.substack.com/p/die-freiheit-stirbt-zentimeterweise

Eine wohltuend klare und im besten Sinne einfache Betrachtung, die die Konsequenz tagtäglicher Aufgabe von grundlegender Freiheit verdeutlicht.

Besondere Beachtung sollte der Gedanke finden, der den Text beschließt: auf den Pfeilern des Mutes wächst das Neue, das bestehen kann.

Elke Grötzinger: Die letzten Aufrechten

https://www.rubikon.news/artikel/die-letzten-aufrechten

https://www.hexen-heuler.de/

Carlos Gebauer „Make Love not Law“

Warum diese Webseite « Make Love not Law
— Weiterlesen www.make-love-not-law.com/manifest.html

The Birth of Postmaterialistic science

Overview – Marjorie Woollacott
— Weiterlesen marjoriewoollacott.com/books/infinite-awareness/overview/

Ein gutes Interview mit klaren Aussagen zur Weiterentwicklung von Wissenschaft

Der Ausweg aus der Falle | Von Rüdiger Lenz | KenFM.de

Der Ausweg aus der Falle | Von Rüdiger Lenz | KenFM.de
— Weiterlesen kenfm.de/der-ausweg-aus-der-falle-von-ruediger-lenz/

Ein guter Text von Rüdiger Lenz für Konsequenz und Überwindung der Verstandesschranken

Gunnar Kaiser zur Wissenschaft(lichkeit)

youtube.com/watch

Auch wenn die Grundstruktur des naturwissenschaftlichen Denkens hier nicht direkt in ihrer Haltlosigkeit (was tiefere Erkenntnisfragen betrifft) angegriffen wird, so bemüht sich Gunnar Kaiser doch um eine Verdeutlichung, die in unseren Tagen im Grunde jedermann gelingen könnte und sollte, der sich einen Rest Nüchternheit und Sachlichkeit im Denken und Nachdenken bewahrt:

Das Sankrosankte von Wissenschaftlichkeit und Naturwissenschaft allgemein führt zu einer Art Glaubenshaltung, die bereit ist, unmittelbare Wahrnehmung, Lebenserfahrung und Grundsätze des Miteinanders beständig außer Kraft zu setzen (so sie in Kraft gesetzt waren) – mit Hinweis auf fachliche Objektivität, Studien und monokausale „Zusammenhänge“. Eine Art ständige Gehirnwäsche findet medienwirksam statt und erzeugt einen „Verblendungszusammenhang“ (G. Kaiser) – der genaugenommen, Helmut Krause und Jochen Kirchhoff wiesen ja immer wieder darauf hin, Grundlage der abendländischen Natur ohnehin ist – nun eben in absurd gesteigerter Form.

Man könnte von inhärenter Kritik sprechen: G.K. bemüht sich mit sehr viel Engagement um die Einhaltung und Anwendung simpelster Regeln der Auseinandersetzung – Diskursoffenheit, Respekt vor anderen Zugängen und Meinungen, Belegpflicht und Überprüfungsmöglichkeit – und leistet damit einen Beitrag zur Kenntlichmachung der inneren Widersprüche der „öffentlichen Meinung“ in Sachen „wissenschaftsgestütze Politik“.

Man könnte kurz und knapp ergänzen:

Mittel- und langfristig muss es gelingen, das Primat von kosmologischer Philosophie und Metaphysik herzustellen – anders gesagt: den grundphilosophischen Rahmen wirkmächtig zu machen – von dem aus sich alle wesentlichen Elemente der Lebensgestaltung des Menschen und der Menschen ableiten; die Wissenschaft, gestellt auf ein „neues“ Fundament (der Wahrnehmung) des ganzheitlichen Weltzusammenhanges, ordnet sich dann wieder ein in das Geflecht der Erkenntnismöglichkeiten und dient einzig und allein dem geistigen Vorankommen der Menschheit und der naturzusammenhangbewussten Vereinfachung des materiellen Lebens.

Abgesehen davon, dass das „Technische“ dann eine ganz andere Wertigkeit und Entwicklungsrichtung erhält, wird es auch aus seiner Funktion als Erlösungsillusion „erlöst“ und dem Bewusstwerdungsprozess eingeordnet, denn das Seelische des für technik in Gebrauch genommenen Materiellen muss in seinem recht auf Entwicklung ebenfalls respektiert werden. –

Das Gesprächsvideo „The Great Reset – Erlösung durch Technik?“ mit Jochen Kirchhoff ist ein großartiger Beitrag zur Entzauberung des technischen Welt- und Selbsterlösungsparadigmas und weist in vielen Gedankengängen auf das Grundproblem menschlichen Bewusstseins und den inneren Lösungsweg unter Unterstützung durch kosmische Kräfte hin.

 

Maaßen zu Medien und Corona-Politik

www.youtube.com/watch

Die Auskünfte von Hans-Georg Maaßen sprechen Bände, wenn man davon ausgeht, dass in so einem Interview die „Spitze des Eisberges“ seiner Einsichten als jahrzehntelanger Insider des Polit- und Staatsverwaltungsbetriebes sichtbar werden.

Seine Aussagen haben also ein hohes Maß an durchdrungener und geordneter Erfahrung, sind keine – verständlichen – Emotionalitäten, die schnell über’s Ziel hinausschießen.

Ich finde, das ist durchaus auch mutig, dass er sich so auf die Seite der Bürger stellt, die in ihrer Kritik nicht nur „gehört“ werden wollen, sondern die zu Recht fühlbaren Kurswechsel in vielerlei Hinsicht wünschen und fordern. Vielleicht kann er sich diesen Mut auch aus „naheliegenden Gründen“ leisten – ich erlebe aber auch den ehrlich und wirklich am Wohl des Landes interessierten, nachdenklichen Beamten, dessen Frontstellung zu bestimmten Personen „im Staate“ mehr als deutlcih wird. Mir gefällt die Überlegtheit aber auch Lockerheit seiner Äußerungen.

In seiner Zeit als Chef des Verfassungsschutzes konnte ich ihn in dieser Qualität nicht sehen – auch, weil ja Sinn und Unsinn des Verfassungsschutzes selbst immer wieder zu Recht zur Diskussion standen und stehen. –

Genaugenommen müsste ja eben dieser Verfassungsschutz die derzeit (völlig a)politisch Handelnden mehr als nur „unter die Lupe“ nehmen. Der sukzessiv vorangetriebene Bruch der Verfassung durch Regierung und wahrscheinlich demnächst auch durch das Parlament ist eindeutig Anlass und Grund genug zu entsprechender Aktivität mit klaren Konsequenzen. –

Kerstin Chavent: Von echtem Gehorsam

https://www.rubikon.news/artikel/jenseits-des-gehorsams

Wieder ein wunderbarer Text von Kerstin Chavent – ganz egal, ob man nun „Demokratie“ für eine sinnvolle Form gesellschaftlicher Organisation hält oder ob man sich für eine nachhaltig friedliche Lebensordnung eine andere, noch zu gewinnende, zu erinnernde Möglichkeit der Steuerung der Menschheitsentwicklung in ihrer nationalen Vielfältigkeit erwärmen kann oder könnte: man hat das Gefühl, als ob sie sich mit jedem Beitrag bei Rubikon „reiner“ schriebe – und die mich inspirierenden Impulse reichen noch mehr ins Zentrum des auch hier verhandelten Themas: der Verwirklichung der menschlichen Natur und der mit ihr verbundenen kosmischen Verantwortung, der wir –  Jochen Kirchhoff hat uns in dieser wie in anderer Hinsicht einiges „ins Stammbuch“ geschrieben – nicht ausweichen können, wenn wir den „gordischen Knoten“ durchschlagen wollen, den dämonischen Bann lösend, der die Erde und alle Lebewesen knechtet, auch durch unsere teils erzwungene, teils unbewusste Teilhabe am Destruktiven – mit der wir uns aber auseinandersetzen können im „Selbsterziehungsprozess“, an den wir in Artikeln von Kerstin Chavent auf gute und durchdringende Weise erinnert werden. – Veieln Dank, Frau Chavent!

Thomas Külken

Zitat aus:

Thomas Külken

ARBEITSBUCH
ZUR ALLGEMEINEN MENSCHENKUNDE
UND ZUR MEDIZINISCHEN PROPÄDEUTIK
RUDOLF STEINERS
EINE ANNÄHERUNG AN DIE ANTHROPOSOPHIE
UND DEN ERSTEN MEDIZINISCHEN KURS
IN VIER TEILEN

„Anschauung des Menschen vom Menschen ist Anschauung eines Schöpferischen von
einem Schöpferischen. Träger des wesentlichen, des qualitativen Fortschritts ist der einzelne
Mensch, der in seinem «Stirb und Werde», im Erfahren und Überwinden seiner Krankheiten
und Irrtümer stetig neu belehrt und schöpferisch wird.
Dem haben namentlich das Bildungs- und das Gesundheitswesen Rechnung zu tragen. Die
Gesundung des Letzteren beginnt überall da, wo Menschen – Nicht-Mediziner und Mediziner
– sich darum bemühen, die Krankheit der gewordenen Kultur, Naturwissenschaft und Medizin
als ihre eigene zu erleben, zu durchschauen und im Bewusstsein zu überwinden.“ 

Zitat im Zitat:

„Bildet man unsere Anlage, Schöpfer zu werden, gewissenhaft aus, oder behandelt man
uns nur als Geschöpfe, deren Natur bloß eine Dressur zulässt?“ (Max Stirner, «Das unwahre
Prinzip unserer Erziehung», 1842)

Solche Sätze lassen aufhorchen und – die gemeinsame Intention erkennen: der Krankheit dieser Welt und der in ihr so heillos agierenden Menschheit auf den Grund zu gehen.

Aufmerksam bin ich auf Thomas Külken durch seinen guten Artikel geworden, der bei Multipolar erschien – in dem er auf eine Zielrichtung des Corona-Prozesses (ein machtvoll chaotisch-gesteuertes Unternehmen mit mehr und mehr klarer erkennbarer Zielrichtung) hinweist: eine Verdumpfung, Regressierung des individuellen Bewusstseins, und damit ist ja aus der Sicht kosmologischer Naturphilosophie der kardinale Punkt der Bewusstseinsauseinandersetzung im Menschen generell betroffen.

Da die Arbeit von Thomas Külken das Feld kosmologischer Anthropologie berührt, weise ich hier auf ihn hin. Anregende, interessante Aspekte sind sicher aufzufinden, die man in Beziehung oder Spannung zu Helmut Krauses Grundaussagen setzen kann.

Also für vergleichendes Studium als Anregung. –

Hier noch der Link zum Wegweiser seines Weges: http://biographien.kulturimpuls.org/detail.php?&id=604

Die Anthroposophie steht aus verschiedenen Gründen – meinem Empfinden nach zurecht – immer wieder in der öffentlichen Kritik, zuletzt auch wegen auffindbarer Indizien zur unbewussten geistigen Vorbereitung von eher desaströsen Entwicklungen dieser Tage; das sollte uns nicht daran hindern Gesamtkonzept und Einzelaspekte immer mal wieder zu prüfen, gerade in den Anstrengungen aktiver Fortsetzer des anthroposophischen Gedankens.

Wer beschäftigt sich sonst schon mit Fragen wie: „Wer ist das Blut ?“ Und Parsifal. –

oder

„Der nachirdische und der vorirdische Mensch in uns. Zur Grundlegung eines allgemeinen Gefühls- und Empfindungsverständnisses für Pathologie und Therapie“ ?

Die Auseinandersetzung mit der Anthroposophie kann eine Quelle größerer Klarheit und besseren Verständnisses auch der Bewusstseins-Täuschungsmöglichkeiten sein – wie auch des Erkennens der vielfältigen, nachschwingenden „Christianisierungen“ der herrschenden Kultur und deren weiterer Überwindung.

Die medizinischen Erfolge sind ganz sicher unbestritten; ganzheitlichere Behandlungsansätze als die, die in unserem „Gesundheitssystem“ gepflegt werden, sind von vornherein immer ein Gewinn. – Was mich daran erinnert, dass ich im Anthroposophischen Krankenhaus Herdecke vor vielen Jahren mal eine Ausstellung für Patientenbereiche mit großformatigen Pastellkreidebildern gemacht habe. – (An was man sich alles erinnert, wenn man es nicht erwartet.)

Stimmen

Wenn ich die vergangenen Monate revue passieren lasse, dann bin ich doch erstaunt über die Vielzahl unterschiedlicher Stimmen, die ich anlässlich der Auseinandersetzung mit der aktuellen Krise, in der sich viele Krisen ja auch bündeln (Naturwissenschaften, med. System, Finanzen u.u.u.) kennengelernt habe und weiterhin kennenlerne – irgendwann im Mai 2020, Ken Jebsen hatte gerade eine seiner Hochphasen – habe ich ein kleines etüdenhaftes Stück komponiert, das ich damals etwas plakativ „Yes we Ken“ nannte. Hier „ausgelegt“ für Fagott, Oboe und Cello.

Es sei heute gespielt für die vielen Akteure im Vorder- und Hintergrund der Volksbewegung, die nun (weiter) hervortritt. –

Michael Ballweg im Gespräch bei Rubikon

www.youtube.com/watch

Wie bisher immer in beeindruckender Ruhe, Sachlichkeit und mit Sinn für die Realitäten

Demonstration(sverbot) am 29.8. in Berlin

www.youtube.com/watch

Ken Jebsen bringt in seinem Kommentar die Sache gut auf den Punkt.

Es war voraussehbar, dass es nicht ohne Behinderungsversuche abgehen würde.

Alle haben bisher besonnen reagiert auf diese nächste Stufe der Einschränkung von Bürgerechten.

Hoffen wir, dass weitere Provokationen und Zumutungen ins Leere laufen und nur die innere Entschiedenheit zur Distanz zu allen nicht auf das wirkliche Wohl der Bevölkerung gerichteten „Maßnahmen“ stärken – und darüberhinaus den Blick weiter öffnen für den geistig-seelischen Hintergrund der Weltsituation, die man doch als eine auf die nächste Spitze getriebene, weitere Abkehr von einer echten Lösung, die unausweichlich „in den Sternen steht“, begreifen kann.

„Frieden für die Erde und Gerechtigkeit durch das Gesetz der Schöpfung!“ (Zitat von H.F.Krause)

Wohin geht der Mensch ?

Hier der gute Artikel von Kai Ehlers zum Auftreten von Yuval Noah Harari als durchaus zu Recht als „Trojanisches Pferd“ bezeichnete Erscheinung.

https://www.rubikon.news/artikel/trojanisches-pferd-des-transhumanismus

Warum muss man bei Harari immer an „Harakiri“ denken?  Und ausgerechnet die Silbe „ki“ – KI – ergänzt den Namen im Deutschen zur heute schon fast flappsig  verwendeten Bezeichnung für rituelle Selbsttötung ?

In der Tat ist die Frage nach dem Bewusstsein eine Schlüsselfrage nicht nur unserer Tage, sondern der menschlichen und planetaren Geschichte überhaupt. Sie verlangt nach klarer Beantwortung, die nur philosophisch und im unmittelbaren Erleben gelingen kann, wenn man so will: im Einzelnen, und nur „dort“. –

Der Artikel zeigt auf seine Weise deutlich, dass immer wiederholte Arbeit an dieser Frage unumgänglich ist unter Einordnung aller bekannten relevanten Klärungsversuche in die Auseinandersetzung um den Sinnzusammenhang eines lebendigen Kosmos, der in innigster Verbindung mit Sinn und Zweck des Menschen in seinem Werden steht. Ich erinnere hier an das Videogespräch mit Jochen Kirchhoff zum Kosmischen Anthropos.

Auch eine Kritik des Wirkens von Rudolf Steiner gehört in diesen Rahmen. Die im Text von Kai Ehlers gebrachten Zitate sprechen eine deutliche Sprache in Bezug auf das desorientierende Verständnis des Begründers der Anthroposophie u.a. in Sachen „Mensch und Technik“. – Besonders intensiv ist das von der Ärztin „Nina“ in letzter Zeit herausgearbeitet worden.

Wohin geht der Mensch?

Scheinbar nun ohne Umwege direkt hinein in eine vollständig kontrollierte, denaturierte Welt, in der auch die sozialen Selbstverständlichkeiten den Wahnideen der „technischen Erlösung des Menschen“ ohne viel Federlesen geopfert werden.

Wir wissen jedoch auch – mit Bruno, Schelling, Krause, Kirchhoff und anderen Geistern – , dass die Frage nach dem Menschen und seinem kosmischen Weg ganz anders beantwortet werden kann und beantwortet werden muss, wenn der Mensch auf Erden nicht scheitern will in Bezug auf das ihm eigentlich innewohnende Potential der Welt- und Selbsterkenntnis, das sich ja auch auf das Mitlenken der Naturreiche in den Strom der echten Bewusstseinserlösung bezieht.

Und wir können aus dem lebendigen Mensch-Kosmos-Verhältnis ableiten, dass der Mensch – auch heute und jetzt – nicht allein steht in diesem Ringen um die Durchsetzung eines sinnvollen Fortschreitens in Richtung echten Friedens und blühenden Lebens sowie geistiger Entwicklung, die diesen Namen verdient. –

 

Was die Erde will – ein Rubikon-Artikel von Kerstin Chavent

https://www.rubikon.news/artikel/was-die-erde-will

Ich freue mich, dass Kerstin Chavent vom Rubikon-Autorenteam das Video mit Jochen Kirchhoff zum Anlass für einen Artikel genommen hat, der zeigt, wo die Reise hingehen könnte in Sachen Bewusstseinsarbeit des Einzelnen und Überwindung von einengenden Vorstellungen und Ideologien in Bezug auf das Mensch-Kosmos-Verhältnis und die Stellung des Menschen im Naturzusammenhang.

Vielleicht setzt peu a peu eine breitere Diskussion ein, die über die tagesaktuellen Fragen einer sinnvollen Verteidigung von Grundrechten weit hinausgeht und sich auch nicht in Fragen politischer oder ökonomischer Organisation erschöpft, so wichtig diese Fragen auch sind; die Qualität der jetzigen Krise ist ein eindeutiges Signal: es geht um ‚höhere Beträge‘, und der Mensch als Ganzes ist gefordert.

Friederike Mayröcker : „was brauchst du“

Friedrike Mayröcker

was brauchst du

was brauchst du? einen Baum ein Haus zu
ermessen wie groß wie klein das Leben als Mensch
wie groß wie klein wenn du aufblickst zur Krone
dich verlierst in grüner üppiger Schönheit
wie groß wie klein bedenkst du wie kurz
dein Leben vergleichst du es mit dem Leben der Bäume
du brauchst einen Baum du brauchst ein Haus
keines für dich allein nur einen Winkel ein Dach
zu sitzen zu denken zu schlafen zu träumen
zu schreiben zu schweigen zu sehen den Freund
die Gestirne das Gras die Blume den Himmel

für Heinz Lunzer

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Einmal mehr ist es möglich – in dieser ‚Krisenzeit‘, deren eigentliche Tiefenkrise dem öffentlichen Diskurs bisher verborgen bleibt, offensichtlich verborgen bleiben soll und auch fast zwangsläufig muss – , was es auch sonst wäre: die Frage nach dem ‚Wieviel von allem‘ zu stellen. Und Friedrike Mayröcker beantwortet sie  im Gedicht „was brauchst du“ auf für mich nachvollziehbare Weise – .

Eine ‚Verwandlung‘ unserer Welt ist nur denkbar, wenn neben allem nötigen Rückbau und Verzicht auf (sehr viel) Überflüssiges auch die Besinnung auf das Urnotwendige und Sinnstiftende für den Menschen im Sinne eines kulturvollen, spirituell getragenen ‚Small is beautiful‘ erfolgt – und der Konzentration auf die eigentliche Aufgabe, die zunehmende, Erdung und Erde beachtende, Vergeistigung des Menschen im Sinne einer Sensibilisierung für die Tiefendimensionen der Schöpfung und geistiges Wirken in seinen vielfältigen Formen, Rechnung getragen werden kann.

Schön, wie Friedrike Mayröcker die letzten drei Zeilen dieser Orientierung widmet und geistiger Arbeit und der Begegnung das Wort erteilt. –

Kerstin Chavent – und die Mutmach-Redaktion

https://bewusstseinimwandel.blogspot.com/

Autorin für das Rubikon-Onlinemagazin, in der Mutmach-Redaktion tätig.

Einen Eindruck von der Ausrichtung dieser Redaktion in der Verbindung von Spirituellem und Politischem gewinnt man im Video:

  • Stärkung des subjektiven Fokus
  • Förderung der Kraft des Sanften
  • Integrale Wahrheit mit Neugier suchen und einander zeigen
  • Überwindung der spaltenden Energien
  • Das Weibliche als Energiequalität und die Verbindung zum Männlichen

36 Zivilisationen…

LPIndie Astronomie und Wissenschaft

www.youtube.com/watch

Ich habe diesen Beitrag hier verlinkt, weil er einerseits die derzeitig verfolgte Logik widerspiegelt, die der Suche nach „außerirdischem Leben“ zugrundeliegt – andererseits aber auch zum Schluss interessante, fast an naturphilosophische Grundsatzfragen anschlussfähige Gedanken beinhaltet.

Wir gehen ja in einem lebendigen Kosmos – mit Helmut Krause, Jochen Kirchhoff und anderen -zu Recht davon aus, dass nicht nur Leben überall „entsteht“, sondern prinzipiell IST. Die vom Mainstream akzeptierte absolute Inselsituation des Lebens auf der Erde (hier wird ja auch die Erde als Lebewesen schon ausgeklammert) muss natürlich peu a peu aufgeweicht werden, schon von den expansionistischen Ambitionen her : erst die Erde gründlich ruinieren, dann ‚aussiedeln‘ – aber wohin, wenn Leben nur hier möglich wäre ?

Und man ist natürlich sofort in einem ‚Zufallsdilemma‘, wenn man zugeben muss, dass Leben anderswo „entstehen kann“ – denn dann kann nicht mehr von absolut zufälligem Entstehen von Leben ausgegangen werden, und man muss die Frage stellen, warum und wie Leben „entsteht“. – Usw.

 

Interview mit Ken Jebsen

Ich gebe gern zu, dass es mir eine Zeitlang schwer fiel, Ken Jebsen ‚über den Weg zu trauen‘ – in mir war vor allem der Verdacht aufgetaucht, dass er als ‚Trojanisches Pferd‘ in den ‚alternativen Bereich‘ hineinwirkt oder hineinwirken könnte.

Mit diesem Verdacht habe ich ihm Unrecht getan – ich finde seine Arbeit und die des teams gut, richtig, sehr selbstreflektiert, seriös. Das Interview gibt die Möglichkeit seinen Werdegang und auch einige der gewachsenen Überzeugungen zur Kenntnis zu nehmen.

Besonders gut gefällt mir, dass er nicht zu Einseitigkeiten aufruft oder einlädt, sondern die Medienpluralität und die (Nutzung der) Informationsfreiheit betont und bestärkt. –

 

Tommaso Campanella

https://www.marxists.org/deutsch/archiv/lafargue/1895/campanella/index.htm

 

vor allem teil3

https://www.marxists.org/deutsch/archiv/lafargue/1895/campanella/teil3.htm

Echtes Unternehmertum

https://kenfm.de/die-macher-zotter-schokoladenmanufaktur/

Ein wunderbar lebendiges Video zu Arbeit und Ansichten von Zotter (Schokoladenmanufaktur)

Hartmut Böhme über Giordano Bruno

https://www.hartmutboehme.de/static/archiv/volltexte/texte/bruno.html

Lesenswerter Text mit Konsequenz und Forderung am Schluss.

Jochen Kirchhoff zum 75. Geburtstag

Zum 75. Geburtstag von Jochen Kirchhoff am 2. August 2019/5779 gehe ich gern Gedanken nach, die sein Wirken und seine Person würdigen – ich halte ihn für den bedeutendsten Philosophen unserer Tage, und das selbstverständlich ungeachtet der viel zu geringen öffentlichen Aufmerksamkeit, die seit Jahr und Tag und bisher seinen Impulsen zuteil wird, Impulse, für die man als an Wahrheit und Wirklichkeit in der Tiefe interessierter Mensch nur dankbar sein kann. (Man mag sich am Superlativ stören oder auch nicht – ich halte an dieser Einordnung ganz bewusst fest, weil ich sie für wahr erachte – und wenn man etwas für wahr erachtet, dann muss es gelegentlich auch so – und nicht anders – ‚gebracht‘ werden.)

Aber was heißt das schon, dass das Wirken für das Wesentliche nicht im ‚Rampenlicht‘ steht ? Es erinnert uns daran, wie die Dinge auf Erden (zu) stehen (scheinen) – nichts weiter.

Ich will hier und heute nicht auf so etwas wie eine ‚Biografie‘ eingehen, wenn es auch von natürlichem Interesse sein mag, dass Jochen Kirchhoff einge Zeit als Gymnasiallehrer wirkte und als Dozent an einer Berliner Hochschule und an der Humboldt-Uni tätig war, viele Vorträge gehalten hat, Seminare u.a. zum ‚Musikthema‘ gegeben hat, am Leben einer bekannten Berliner Buchhandlung beteiligt war usf. – Hier und heute geht es mir um das philosophische Wirken dieser Persönlichkeit Jochen Kirchhoff und um sein durchaus solitäres Oeuvre, das seinesgleichen sucht. –

Immer wieder auf’s Neue bin ich begeistert vom philosophischen Zugriff und Durchgriff, den Jochen Kirchhoff in Schrift und gesprochenem Wort zelebriert – man lese ein Werk wie „Räume, Dimensionen, Weltmodelle“ mit seiner ganz und gar wunderbaren Verzahnung und Schichtung von wissenschaftskritischem Denken, Philosophie, schöpferischer Meditation, Neuansätzen für die Physik und ‚aufgeklärt-(und-auch-)wissender‘ Spiritualität oder schaue ein Video wie das Nietzsche-Video an, das eine Fülle an Anregungen für die je eigene Erkenntnisarbeit bietet neben der nie anbiedernden Würdigung und auch kritischen Auseinandersetzung mit Nietzsches Gedanken: Jochen Kirchhoff eröffnet immer wieder inspirierend, ’near to the people‘ in einem höheren Sinne und auch unterhaltsam den Zugang zu den wirklichen Schätzen des Geistes – und zu dem Schatz, den er selbst in dem nun gute 5 Jahrzehnte währenden philosophischen Wirken erarbeitet hat. –

‚Immer‘ und ‚wieder‘, zwei Worte, die in ihrer Einzelbedeutung mit Grundaussagen seines Denkens in Verbindung gebracht werden können:

‚Immer‘: der Gedanke des ewigen Universums, des ewigen Weltprozesses, der Permanenz der göttlichen Präsenz (von Weltgeist, Weltseele und Weltäther) ist die philosophische Basis echter Metaphysik und des fortschreitenden Erkenntnisprozesses des Menschen. Ohne das ‚Immer‘ gibt es kein ‚Etwas‘ oder ‚Jemand‘, ohne das ‚Immer‘ sind wir nicht. Wir sind das ‚Immer‘. –

‚Wieder‘: Der Welt- und Erkenntnisprozess ist anamnetischer (‚tiefenerinnernder‘) Natur, und jedwede Erinnerung ist ein ‚Wieder‘ – und das ‚Wieder‘ spiegelt auch das ‚mantrische Arbeitsprinzip‘: wieder und wieder müssen und sollen wir uns als Menschen die/den Fragen nach der eigentlichen Wirklichkeit stellen, wieder und wieder wiederholen wir dabei schon Erkanntes, Wahres, in je aktueller, situationsbezogener Form, um es wirkmächtig in uns seinen Dienst (an uns und am Ganzen) verrichten zu lassen.

Was mich immer wieder persönlich berührt – neben dem angenehm selbstverständlichen und nicht in Zweifelsucht verfallendem In-Frage-Stellen der eigenen ‚Gewissheiten‘ und der allzu einfachen Beantwortbarkeit von Tiefen-Fragen – sind Jochen Kirchhoffs durchdringende – so will ich sie hier einmal nennen – Ermutigungserinnerungen, die sich – wie andere ‚Erinnerungsariadnefäden‘ auch – durch sein Werk ziehen:

  • Du bist gemeint – die ganz konkrete Erinnerung und auch Rückgewinnung der kosmischen Urwürde des Menschseins vor dem Hintergrund des unendlichen und ewigen Universums auf der einen Seite und dem verbreiteten quasi-nihilistischen Pseudoindividualismus auf der anderen Seite
  • Du weißt es – das Prinzip der grundsätzlichen weltseelischen Wissensebenbürtigkeit und Erinnerungsfähigkeit des Angesprochenen als Teilnehmendem am Ganzen und Repräsentanten der Weltseele
  • Du kannst es – das unaufhebbare und universale Ziel des menschlichen Lebens besteht, ist anstrebbar und erreichbar und liegt in der Natur der Entwicklungsmöglichkeiten des Menschseins ‚von Anfang an‘ beschlossen – wir sind ‚zu Höherem geboren‘: zu UNS SELBST

Der Begriff der Würde des Daseins, des Geschöpflichen generell, bekommt in der Sphäre seines vielfältigen Wirkens wieder einen konkreten, fassbaren und zu verteidigenden Grund, denn alles wirkt auf das hohe Ziel von Geschöpflichkeit hin: SELBST-Erkenntnis und SELBST-Verwirklichung, die nur durch den langen ‚Formendurchlauf‘ des Seelischen durch die Naturreiche und die Verkörperungen in menschlicher Form hindurch möglich und erreichbar sind und offenbar in echter, bewusster Verantwortungsübernahme als mitschöpferisches Wesen gipfeln. Unser wirklich(st)es Werden ist von einem tiefen Sinn erfüllt und getragen. Und wir können uns daran ‚tiefenerinnern‘. Wir müssen es sogar. –

Was hat Jochen Kirchhoff geleistet, und was leistet er immer noch und weiterhin:

Die Vielzahl und Unterschiedlichkeit der Themen, die er bearbeitet hat und bearbeitet, ist beeindruckend und staunenswert und zugleich immer auf ein einziges Ziel ausgerichtet: den Durchbruch echter geistiger Erkenntnisse in einer Atmosphäre der (unbewussten) Ignoranz und Unwissenheit – zum Wohle des Ganzen und zur – letztlich wiederum konkreten – Erreichung ‚festen Bodens unter den Füßen für das Gestirn Erde‘ und ein selbst-bewusstes Voranschreiten des Einzelnen auf dem geistig-seelischen Weg.

Ich hebe hier aus meiner Sicht wichtige Arbeitsfelder ohne Anspruch auf eine Vollständigkeit oder gerechte Reihenfolge einmal hervor. Ein ‚Tätigkeitsmandala‘, eine ‚Tätigkeitsspirale‘ wären ganz sicher adäquate(re) Darstellungsformen. Die ursprüngliche (und unaufhebbare) Einheit von lebensverbundener Spiritualität, kosmischer Philosophie und Naturerkenntnisarbeit (oder Natur(schau)-Wissenschaft) ist in seinem Wirken unverkennbar und geradezu beispielhaft vorgeführt:

  1. Die Bewahrung und Pflege des Wirkens und der Werke von Helmut Friedrich Krause, sowohl in editorischer Hinsicht als auch als unermüdlicher Erzähler der Lebens- und Wirkensgeschichte und Bewahrer des geistigen Vermächtnisses des größten Philosophen und Metaphysikers der Weltgeschichte; das sei hier besonders ad 1 gesetzt – auch wenn meine Einordnung von Helmut Friedrich Krause von dem einen oder anderen Leser dieser Zeilen ‚bestaunt‘ werden sollte: Who is Helmut Friedrich Krause ? – Eine gute Frage !
  2. Die Bewahrung, Erneuerung und konsequente Fortführung respektive Vertiefung des Alllebendigkeitsgedankens in der Philosophie und kosmosorientierten Naturwissenschaft – und in diesem Zusammenhang natürlich die Wiedererweckung und Fruchtbarmachung des Weltseele-Gedankens als eines unabdingbaren Werkzeuges naturphilosophischen Arbeitens, Denkens und Lebens
  3. Die konsequente Heraushebung und Kenntlichmachung derjenigen, die entweder zur Problemstellung unserer Tage oder/und zur Lösung beigetragen haben – ein Vorgehen, dass gerade uns Deutschen nochmal bewusst macht, wieviele Impulse auf den Gebieten der Musik, der Philosophie, der Literatur und der Naturwissenschaften (auch der lebendigen Naturwissenschaften) von unserem Volke ausgegangen sind und ausgehen – im Sinne kosmischen Verstehens wie im Sinne unbewusster Verweigerung gegenüber den Gesetzen des Lebens. Das Kenntlich- und Fruchtbarmachen der bereits vorhandenen Beiträge zur ‚Kosmischen Tradition‘ bspw. eines Giordano Brunos und eines Schellings seien hier stellvertrend genannt.
  4. Die weitere Herausarbeitung der Stellung der klassischen europäischen Musik in der (spirituellen) Weltkultur und ihres Wertes für die Bewusstseinsentwicklung des Einzelnen wie der Menschheit als Ganzem sowie die grundsätzliche Formulierung einer Theorie der Archephone als urwüchsigsten Gestaltungselementen der Weltseele, des weltseelischen Geschehens und als metaphysischer Grundlegung des Klanges und der Musik
  5. Intensivste Grundlagenarbeit für die Revision und Ablösung der naturwissenschaftlichen Annahmen der Moderne vom Aufbau der Welt und ihrer Funktionsweise, hier besonders die philosophisch durchgründete Kritik der heute verbreiteten Physik und modernen Kosmologie als fatal fehlsteuernd wirkenden Leit’wissenschaften‘ ohne echte Erkenntnis-Perspektive
  6. Die Lebendigerhaltung, Weiterführung und der Ausbau der Radialfeldhypothese als einer Schlüsselhypothese zum Verständnis des ‚organischen‘ Aufbaus des Universums, der Materie und der Gestirne in ihrem Werden, Sich-Entwickeln und Vergehen
  7. Die Verteidigung der Stellung und eigentlichen Funktion des Menschen im Naturerlösungsprozess und die Entwicklung des metaphysischen Evolutionsgedankens anhand der Denkfigur des ‚Kosmischen Anthropos‘ als fruchtbarem Begriff, dem traditionelle Bezeichnungen wie Buddha-Natur oder Höheres Selbst problemlos beigeordnet werden können zu einem vertieften und integralen Verständnis des Ziels menschlicher Entwicklung
  8. Die Lebendigerhaltung, Weiterführung und der Ausbau der Akusmatik als Lehre von den klanglich-geistigen Rhythmen des Universums für ‚den irdischen Gebrauch‘ und darüber hinaus.
  9. Es wäre darüber hinaus noch so manches Andere an zu Würdigendem erwähnenswert.

Lieber Jochen, von mir – und sicher auch stellvertretend für Andere – :

Ein herzliches Danke für dein ausdauerndes Wirken, die zahlreichen Impulse und Anregungen in deinem Werk und so manches Gespräch und schriftlichen Austausch, die in mir nachklingen als Erinnerungshilfe im eigenen Fortschreiten zum ‚hohen Ziel‘ – wie weit es auch ‚entfernt, so nah‘ sein mag in seiner ganzen ‚immer anwesenden‘ Wirksamkeit und Zugkraft.

‚Bleiben wir immer hart am Wind der Sache‘ –

Happy birthday!

Uli Fischer

im Juli 2019 / 5779

Gespräch mit Ervin Laszlo

Schellig hatte einen organischen ‚Systembegriff‘, den man manchmal mithören könnte. Laszlo begründet das Psycho-physische ‚System‘ des Kosmos auf seine Weise. Viele Parallelen zu naturphilosophischen Gedanken. Starker Rückgriff auf den Feldbegriff und auf den Begriff ‚Information‘. Das Systemtheoretische in seinen Gedanken wirkt oft statisch.

Der Mensch als ‚meistevolvierter‘ Bestandteil des kosmischen Systems hat eine Verantwortung, die mit Handlungsvoraussicht in Bezug auf die Folgen mitbegründet wird in der Sicht von Laszlo.

Er betont die ‚Freiheit‘ des Menschen – im Gegensatz zu den anderen Naturreichen. Und die Verantwortung des Einzelnen.

 

Ein Gespräch mit Ervin Laszlo

Weitere Kritik am ‚Schwarzen Loch Foto‘

David de Hilster hatte auch Alexander Unzicker in einem seiner Video-Gespräche zu Gast und macht rührige, engagierte Arbeit im Bereich der Kritik an der ‚Mainstream-Physik‘.

Erste Kritik am ‚Bildbeweis‘ für angebliches Schwarzes Loch

https://www.welt.de/kultur/article191759299/Bildbeweis-Manche-glauben-an-Gott-manche-an-ein-schwarzes-Loch.html

Der Artikel stellt den gegenwärtigen Hype um die angeblich erste Fotografie eines Schwarzen Loches ersteinmal grundsätzlich in Frage. Das ist gut und richtig. In einer Art Überwältigungsakt soll die Öffentlichkeit davon überzeugt werden, dass die Astrophysiker auf der richtigen Fährte sind – der Autor weist die Behauptungen in den Bereich quasi-religiösen Glaubens an die durch die Astrophysik in die Welt gesetzte Vorstellung von extrem verdichteten Bereichen von Masse (besser:Materie) im Universum; es ist eine bestimmte Erzählung von Gestirngeschichte, die damit weiter vorangetrieben werden soll, die einer letztlich materialistisch geprägten Weltsicht entspringt.

Es gibt einige Gründe, die diese Behauptung von der Existenz ‚Schwarzer Löcher‘ in Zweifel ziehen:

  • welche Kraft sollte solche Bereiche aus welchem Grund hervorbringen (Ursache und Funktion der behaupteten ‚Schwarzen Löcher‘ sind ungeklärt)
  • wenn es solche Bereiche gäbe: warum sollten diese direkt ‚beobachtbar‘ sein (was sie ja schon ihrer behaupteten Struktur nach nicht sein können) und nicht wiederum umhüllt von aufgelockerten Materieschichten ?
  • fundierte physikbinnenperspektivische Kritik: Alexander Unzicker „Auf dem Holzweg durch’s Universum“, Hanser München 2012, Teil 4, Schwarze Löcher: Der Glaube an ein Leben nach dem Sterntod ? S. 131 ff
  • fundierte naturphilosophische Kritik: Jochen Kirchhoff, „Räume, Dimensionen, Weltmodelle“, Drachen Verlag 2007, u.a. Physik als Droge und die Destillation der Wirklichkeit, S. 56 ff
  • Radialfeldhypothese von Helmut Friedrich Krause und Jochen Kirchhof, siehe Zitat aus „Baustoff der Welt“ zur primordialen Energie und zur Gestirnbildung und zum Gestirnzerfall

Achmed Khammas Syntropie

Hier zunächst seine gute Definition des ‚Technischen Zieles‘ einer wirklichen ‚Energiewende‘:

Zitat: http://www.buch-der-synergie.de/d_html/d_02_holophysik.htm

„Eine technisch umzusetzende Systemkonstruktion soll mittels der Nutzung verschiedener Kräfte des Mikro- und Makrokosmos ausreichend große Mengen Exergie abgeben können, ohne daß hierbei spezielle Ressourcen verbraucht oder ökologische und andere Folgeschäden verursacht werden.“

Das ist ja nur dann möglich, wenn es unbegrenzt Energie gibt, die ständig ‚zufließt‘ – ohne das Bezugssystem zu sprengen. Nun ist das natürlich bei jedem ‚Atom‘ so nach der Radialfeldhypothese, denn diese geht ja davon aus, dass sämtliche materielle Struktur (auch die mit bloßem Wellencharakter) ständig, unaufhörlich vom gravitativ wirkenden Kernverstrahlungsfeld gespeist wird.

Genau diese Vorstellung von einer Entnahme, die Strukturen nicht schädigt, ist nur dann aufrechterhaltbar und akzeptabel, wenn man eine metaphysische Ebene zulässt, die auf die Physis einwirkt. Eine Holophysik, wie er sie aufbaut, ist nur auf Basis eines metaphysischen Grundes denkbar. Im Bereich der gewaltsamen Nutzung der sogenannten Atomenergie geschieht das ja; und alle Atomwissenschaftler wissen, dass sie nur einen Bruchteil der offensichtlich zur Verfügung stehenden Energie ’nutzbar‘ machen. Es geht aber in der Zukunft darum, eine prinzipiell friedliche Nutzung von Energie zu realisieren, die naturgemäß nur von einem Geist des Friedens gefunden und bewerkstelligt werden kann und in ein gesellschaftliches Feld eingeordnet sein muss, dass grundsätzlich schöpfungsgemäß funktioniert. Ein Geist der Gier und der Okkupation des planetarischen Lebens, wie er jetzt herrscht, ist dazu strukturell gar nicht in der Lage. –

Khammas geht in seinem Artikel D über das Wirbelprinzip auf die fälschliche Vorstellung von absoluter Entropie ein, fügt erstaunliche Aussagen u.a. von Faraday zur Umwandlungsmöglichkeit von Gravitation in elektrische Energie ein, kümmert sich überhaupt sehr intensiv um die Gravitation (und Levitation).

Hier erscheint mir wirklich noch ein Ansatzpunkt zu sein, der eigentlich immer funktioniert hat: wenn die Techniker die Theoretiker widerlegen. Vielleicht ist dies auch ein Weg der Falsifizierung von Newton und Einstein in Sachen Massenanziehung und Relativitätstheorie.

Außerdem zeigt Khammas Bestreben, dass die ganze Energiefrage grundsätzlich anders gelöst werden kann und muss – schon mit vergleichsweise konventionellen Mitteln, also noch ohne bewusstse technische Ausnutzung ‚metaphysischer Zusammenhänge‘ – was diese ja ‚beweisen‘ würde.

 

Thomas Hampson Bildungsarbeit

Thomas Hampson mit seinem Bildungsprojekt der Hamsong Foundation, Förderung des ‚Kunstliedes‘

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A. Unzicker: Vortrag „Vision und Einfachheit“ u. Kritik am Sonnenmodell

Viele wichtige und richtige Gedanken im unten verlinkten Vortragsvideo:

  • Gefahr der ideologischen Dynamik in Wissenschaftsgruppen
  • Einzelne haben Durchbrüche erreicht, nicht Gruppen (oder sehr selten)
  • Die Wichtigkeit einer jeweils grundsätzlichen Idee von einem Sachverhalt – vor aller Mathematik
  • Die Infragestellung der Naturkonstanten bzw. ihre Erklärung
  • Zum Schluss: Ist unser Weltbild möglicherweise in der Tiefe schon wissenschaftsstrukturierend ? (Von Alexander Unzicker bezogen auf die ‚Struktur‘ von Raum und Zeit)
  • Naturphilosophische Führung der (oder Leitplanken für die) Wissenschaften (hier der Physik)
  • Die Frage nach dem WARUM ? nicht einfach beseitigen, sondern ihr konsequent nachgehen: Ursachenforschung statt Ursachen- und Wirkungsmodellierung

Man könnte ja wirklich konsequent fragen:

  • Was bestimmt eigentlich die (ja veränderliche) Lichtgeschwindigkeit ?
  • Was bestimmt den natürlichen radioaktiven Zerfall der Elemente ?
  • Wie ist die ‚Größe‘ ‚eines‘ ‚Wasserstoffatoms‘ zustande gekommen ?
  • Was bestimmt genau die Geschwindigkeit der Erde auf ihrer Bahn um die Sonne ?
  • usw.

In jedem Fall stellt Alexander Unzicker aus der Logik der bisherigen Weltbetrachtung (Ausnahmen sind hier außen vor) die richtigen Fragen; die Frage, die sicht stellt: ist in der Konsequenz seines Vorgehens auch die Möglichkeit eines völligen ‚Neuanfangs‘ (unter Einordnung der gesicherten Erkenntnisse) möglich ? Ist zumindest die Akzeptanz eines in sich konsistenten Ansatzes, der bisherige Prämissen unterläuft, emotional, menschlich und denkerisch ‚machbar‘ ?

Vielleicht hängt weniger davon ab, als es auf den ersten Blick scheint, vielleicht mehr. Zu wünschen wäre, dass Physiker wie er sich wenigstens grundsätzlich wohlwollend mit der Radialfeldhypothese befassen, die in ihrer ‚Vision und Einfachheit‘ (und dann wieder in ihrer Komplexität und völligen Andersgelagertheit) die größte Herausforderung für den wissenschaftlichen und philosophischen Geist unserer Tage darstellt. Wer sich nur für einige Tage mit diesem Denkansatz wirklich auseinandersetzt, wird feststellen, dass hier in einer bisher unvorstellbaren Tiefgründigkeit (nicht nur) gedacht worden ist.

So bin ich auf Alexander Unzicker überhaupt aufmerksam geworden. Er hatte auf Telepolis einen Artikel zu einer alternativen Vorstellung des Sonnenmodells geschrieben (Robitailles Annahme eines metallflüssigen Sonnenkörpers). Im Vortrag geht er u.a. auf Widersprüche verschiedener Art ein, z.B. auf die Deutung der Lichtspektren.

Diese Kritik ist deshalb so wichtig, weil das Standardmodell der Sonne Grundlage vieler Ableitungen ist. Fällt dieses, dann ist auch Platz für andere Vorstellungen, z.B. auch in Bezug auf das Thema der kosmischen Bewegung.

 

Der Geiger Leonidas Kavakos und das unbekannte Wesen der Musik

Hier das Konzert mit Leonidas Kavakos, Beethovens Violinenkonzert spielend und dirigierend und die 7.Sinfonie von LvB. Inmitten das Pausenzeichen-Gespräch ab 58:38.

In diesem Interview kommt der Geiger auch darauf zu sprechen, dass wir im Grunde nicht wissen, was Musik genau ist. Wir nehmen zunächst ’nur‘ den Klang als äußere Erscheinung des Gebildes Musik wahr oder primär (, vielleicht nicht einmal das). Er verwendete eine Analogie: der Mensch sei auch nicht der Körper, sondern die Seele. Und so sei es auch mit dem Klang der Musik, der natürlich nicht unwichtig sei, aber eben nicht das ‚Ganze‘.

Hier war dann eine klare Brücke zu den Gedanken von Jochen Kirchhoff in ‚Klang und Verwandlung‘ gegeben; und wir können also davon ausgehen, dass im Bereich der (kosmischen) Musikforschung und Musikkomposition noch ungeahnte oder halbgeahnte Dinge zum Vorschein kommen werden, wenn die Zeit dafür reif ist.

 

Alexander Unzickers Buch von der (r)echten Verwendung des Verstandes in verrückten Zeiten

Alexander Unzicker ist ein Buch gelungen, das man zum Status Quo der ‚Informationsgesellschaft‘ in guter Selbstbeobachtung und zu sinnvollem Verhalten angesichts der eingetretenen Gefahren des Medienzeitalters befragen kann. In bewährter Nüchternheit und mit einer Menge Herzblut und bürgerschaftlichem Engagement analysiert er unsere Möglichkeiten, Mündigkeit und Selbstbestimmung zu bewahren bzw. zurückzuerobern.

In meiner Sicht der Dinge geht er da einen ähnlichen Weg wie Daniele Ganser und Prof. Mausfeld und verlässt die reine ‚Wissenschaftlerecke‘ (,in der er nie nur war, man lese seine Vorschläge für den Einzelnen zur Einwirkung auf die Wissenschaften) für ein notwendiges Statement. Hut ab !

A. Unzicker in english

something about the ‚behaviour‘ of scientists; something else about the attraction of ‚the big things‘ to the wrong people (or the right)

The atomic bomb as a symbol for stopping to ask the great questions and to go into ‚technology sports‘ – a duoble tragedy for the development of science.

Maybe I’ll see him again discussing the raditaion field theory of Helmut Krause and Jochen Kirchhoff when it is more available to the public – as a real interessting possibilty to solve the main problems in physics; at first without metaphysics. –

to dedicate (your) time to the right things – that’s it

Armin Risi zu Wiedergeburt

https://armin-risi.ch/

https://science-of-involution.org/

Natürlich gibt es gewisse Anklänge bei ihm zu einer fundierten metaphysischen Naturphilosophie – Hölderlin hat er prinzipiell als das erkannt, was er war. Manches erscheint seltsam verdreht, z.B. sein Involutionsbegriff.

Ich habe mich beim Anschauen der Videos gefragt, welche Haltung er wohl zu Krause und Kirchhoff einnehmen würde.

Hölderlin ‚Brot und Wein‘, Armin Risi scheint sich für eine Wiederverkörperung Hölderlins zu halten; dennoch interessante Gedanken; ich habe ihn mal bei einer Lesung in den 90ern in Hannover erlebt, Hölderlin-Thema, und bin eine eigenartige Distanz zur Person Risis eigentlich nie losgeworden.

Hölderlins Vorwegnahme der Verbindung mit dem Osten

Gute Gedanken zur Karma-Komplexität

Armin Bechmann

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-9275626.html

Es ist immer gut, sich zu vergegenwärtigen, was Menschen – durchaus auch wissenschaftlich – geleistet haben, um sich dem Geheimnis des Lebens, der Lebendigkeit zu nähern, es zu ergründen. Den Namen Bechmann fand ich in einem Vortrag von Jochen Kirchhoff zum Thema „Erkenntnis und Wirklichkeit“.

Fast müsste man dazu auffordern, eine ‚Geschichte der vergessenen echten Naturforscher‘ des 20. Jhd. zu schreiben. Wir würden uns wahrscheinlich wundern über die Vielfalt an Ansätzen metaphysisch/metaphysikalisch gegründeter Forschung.

Der Kosmische Anthropos – Videogespräch mit Jochen Kirchhoff

Ein wunderbar dichter und klarer Beitrag von Jochen Kirchhoff zu einem sinnvollen Menschenbild, das den geistig-seelischen Kosmos als komplementäres Element benötigt – eine Wegweisung, die jeden Menschen in seiner Urwürde anspricht.

Wortmeldungen zum Status Quo, u.a. Fabian Scheidler

https://www.heise.de/tp/features/Wir-Versprengten-in-der-Kraenkungsgesellschaft-4170961.html

Fabian Scheidler wagt einen großen Blick auf die gesamte Lage und ist in der Lage eine radikale Wende zu denken, wenn diese auch auf konventionellen Voraussetzungen beruhen. Seine Gedanken bieten einen guten Überblick über wichtige Problemfelder der ‚Tributökonomie‘ (Begriff von ihm). Besonders wichtig und richtig erkannt: die ‚Gesamtkomplizenschaft‘ der Bevölkerung in Bezug auf die Erhaltung des Systems.

Er bewahrt eigentlich immer einen kühlen Kopf bei allem Engagement.

Das Unsichtbare und das Sichtbare – Video mit Jochen Kirchhoff

https://www.youtube.com/watch?v=-mXSLyxCClk&t=2314s

Ein sehr gelungenes Video zu einem allgegenwärtigen und jederzeitig-immerwährenden Thema – einem der ‚Das-Thema-schlechthin-seinenden Themen‘, von dem aus sich Ableitungen in alle Lebensbereiche von selbst verstehen

Sabine Hossenfelder

http://sabinehossenfelder.com/

https://twitter.com/skdh?lang=en

ihr Buch; lost in math

(Spiegelinterview, Juni 2018)

Ingo Nussbaumer

http://www.ingo-nussbaumer.com/pdfs/GOF%20A03%20MH%20Layout.pdf

http://www.ingo-nussbaumer.com

http://www.workingshade.com/index_deutsch.html

Olaf L. Müller und Nussbaumer

Guter Vortrag zum Thema, der auch nochmals die ‚Spannung‘ deutlich macht

Es steht die Frage: wie kommen Spektren wirklich zustande ?

Und: war Newtons Theoriebildung Zufall ? (so wie O.M formuliert)

Victor Hugo: ich sehe schwarzes Licht. (Was sieht Hugo ?)

Nussbaumer hat genial experimentiert. (jede Farbe kann sich wie andere verhalten, es kommt auf die Bedingungen an)

Welche Naturphilosophie ?

Ein Websiteprojekt von Thomas Kirchhoff, der – auf den ersten Blick – doch vergleichsweise ‚gemäßigt‘ erscheint oder zumindest auf durchaus ‚richtigen Spuren‘ :

http://www.fest-heidelberg.de/pd-dr-thomas-kirchhoff/

Naturphilosophie.org

Einstieg

Natürlich handelt es sich hier um ‚verwissenschaftlichte‘ Naturphilosophie; der Einstiegstext zeigt dennoch ein gewisses Gefühl für die Notwendigkeit einer Neubestimmung. Im Publikationsteil taucht eine Diskussion von Fechners ‚Vorstellungen‘ durch Dirk Evers auf. Zumindest ist es interessant, wie weit oder wie fern hier die Professoren und Professorinnen gekommen sind. Teilweise werden die bekannten Abwege eingeschlagen – bis hin zur quasi legitimierenden Bio(technik)philosophie und zum Transhumanismus.

Der Begriff ‚Naturphilosophie‘ wird ja auch ohne mit der Wimper zu zucken von Leuten wie H.Lesch verwendet. Ist der Begriff zu retten ? Sollte man lieber gleich ein Attribut davor setzen ?

Kosmologisch-metaphysische Naturphilosophie ?

 

Mythos Weltformel – Videogespräch mit Jochen Kirchhoff

Johannes Heinrichs im Gespräch

http://www.johannesheinrichs.de/

Das Gespräch gibt einen kurzen Einblick in die Grundidee der 4-Gliederung in Bezug auf elementare menschliche Daseins- und Handlungsweise und deren Widerspiegelung im Gesellschaftsbau. Heinrichs bemüht sich dann um eine ‚Versachlichung‘ des politischen Prozesses durch eine adäquate 4-Gliederung des Parlamentarischen, die grundsätzlich überzeugt. Das möchte ich betonen. Das Bremer Stadtmusikanten-Bild ist ein gelungener Vergleich vom Standpunkt der Ordnung der menschlich-planetarischen Belange aus.

Ja – wir wollen keine wirtschaftsinteressengeleitete ‚Politik‘ ,(die man ja kaum so nennen darf), im Sinne einer das ganze Leben dominierenden Einflussgröße.

Verwunderlich ist, dass er überhaupt nicht auf so etwas wie ‚geistige Verfasstheit‘ (z.B. in Wissenschaft und Religion) zu sprechen kommt, er beschränkt sich sehr auf die formale Ordnung; die inhaltliche Ordnung (des Ganzen), die durch bloße Neuanordnung der gesellschaftlichen Spieler nicht angetastet werden würde, spielt meiner Meinung nach jedoch eine mindest ebenso große Rolle. ‚Falscher Geist‘ verwandelt früher oder später jede gutgemeinte ‚Neuordnung‘ in nur noch subtilere Gefängnisse (und wir befinden uns ja wohl schon in einem relativ ausweglosen – von einem konventionellen Standpunkt aus gesehen).

Seine Frage nach den Ursachen für die langjährige Interesselosigkeit der Hauptmedien an seinen Gedanken sollte er sich selbst immer wieder stellen – es gibt ja darauf eine Antwort.

Sein Ansatz ist dennoch bemerkenswert und in mancher Hinsicht sehr fruchtbar, und es ist ja kein Zufall, dass er in direkter Nachfolge Rudolf Bahros an der Humboldt-Uni tätig war. Das passte schon.

Anklänge an anthroposophische Konzepte (3-Gliederung des sozialen Organismus).

Auch der Hinweis darauf, dass die Philosophie gefordert ist, klare und auch richtungsweisende Impulse einzubringen in die gesellschaftliche Diskussion, ist vollkommen richtig.

Der kosmische Mensch – Adam Kadmon

Erinnerungen an verschiedene Annäherungen zum Thema Kosmischer Anthropos

Jüdische Tradition (und Querverweise)

https://anthrowiki.at/Adam_Kadmon

Ein Artikel über die traditionellen Vorstellungen (oder Pendants) bzw. Wissensbewahrungen zur Gedankenfigur (und Realität) des Kosmischen Anthropos (Begriff von Jochen Kirchhoff)

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C.G. Jung

https://symbolonline.de/index.php?title=Anthropos

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Graf Dürckheim

https://www.duerckheim-ruette.de/inhalt.php?WEBYEP_DI=44

Mondtäuschung

https://de.wikipedia.org/wiki/Mondt%C3%A4uschung

Warum erscheinen Sonne und Mond größer, je mehr sie sich dem Horizont nähern?

http://www.psy-mayer.de/links/Mond/mond.htm

Wilfried Michalski

…hat vor vielen Jahren mal eine gute Rezension zur ‚Erlösung der Natur‘ geschrieben, hier ein Link zu seiner jetzigen Internetpräsenz:

http://denkgarten.blogspot.de/p/die-entwicklung-der-erde.html

Giordano Bruno und das Christentum

Die besondere Verbindung zu Giordano Bruno, die ja im Denken von Jochen Kirchhoff sehr oft zum Ausdruck kommt, gestattet einen Einblick in das Geschehen um Bruno, der den eigentlichen geistigen Kern der Auseinandersetzung in die Wahrnehmung bringt: es geht immer um die Frage nach der lebendigen Natur der Welt und ihrer wirklichen, nicht qua Dogma gesetzten, Ordnung und – wenn man so will – Aufgabenstellung. Dass dabei die Machtstrukturen der jeweiligen Menschwerdungsunterdrückungsideologien und -machtapparate Reaktion zeigen, eben auch bestialische, ist, das wird bei genauer Auseinandersetzung mit dem Thema früher oder später deutlich, unvermeidbar.

Bruno erscheint einmal mehr als leuchtendes Beispiel aufrichtiger Suche nach letzter Wahrheit und äußerster Konsequenz beim Beschreiten der notwendigen Wege.

Mozart lebt !

Gerade heute dachte ich wieder einmal: Mozart kann ich vertrauen, auf Mozart kann man (immer) bauen, da flattert mir per Mail das Programm der Mozart-Woche 2019 ins Haus.

https://mozartwoche.at/de/index.html

Und genauso wie die Menschen im Ankündigungsvideo tanzen, musste auch ich heute zu Mozarts Violinenkonzerten tanzen – Mozart lebt !

Mozarts Requiem

Nachfolgend ein Text von Nicolaus Harnoncourt, gefunden auf der Wikipedia-Seite zu Mozarts Requiem. Ich stimme der Einschätzung zu, dass Mozart trotz der posthumen Vervollständigung der Partitur vollständig erkennbar ist und bleibt und das Werk als Einheit wahrgenommen werden kann und auch sollte.

 

MOZART Requiem (Totenmesse) 1791

In seinem Sterbejahr 1791 hat Mozart ein Auftragswerk für Graf Franz von Walsegg-Stuppach komponiert: eine Totenmesse.

Leider hat er es nicht vollenden können, weil er am 5. Dez.1791 [mit 35] gestorben ist. Aber einige seiner Schüler haben sich darum bemüht, (vor allem Franz Xaver Süßmayr) damit die Witwe Constanze nichts zurückzahlen musste, denn der Graf hat einiges vorausbezahlt. (Er wollte es als sein eigenes Werk ausgeben) So ein Requiem besteht sehr oft aus den Messteilen, aber es fehlt das Gloria, weil Jubel unpassend wäre. Dafür gibt es ein mittelalterliches Gedicht „Dies irae“ (Thomas Celano) das von einem jüngsten Gericht spricht; eine Sehnsucht aller Menschen, dass es eine ausgleichende Gerechtigkeit geben möge.

Der Erfolg: nicht nur Mozart selbst hat versucht vom anonymen Auftraggeber möglichst viel Geld für seine Arbeit zu lukrieren, auch seine Frau Constanze war geschäftstüchtig mit diesem Werk und auch die Nachwelt hat wegen der Mythenbildung: (alles ziemlich geheimnisvoll und noch immer nicht ganz geklärt!) Gewinne erzielt.

Requiem-Sätze wurden bereits 1968 in der Filmmusik zu „Teorema – Geometrie der Liebe“ von Pier Paolo Pasolini benutzt, später bei „Eyes Wide Shut“, „The Big Lebowski“, „Der König der Löwen“, „Die Unglaublichen – The Incredibles“, „Elizabeth“, „Revolver“ und natürlich in „Amadeus

Das Werk:

Introitus (Einleitung): Requiem aeternam

Kyrie (Herr erbarme dich) Doppelfuge

Sequenz: Dies irae, (Tag des Gerichts)

Tuba mirum, (Posaune und Bass)

Rex tremendae

Recordare

Confutatis

Lacrimosa (ab Takt 9 von Süßmayr)

Offertorium: 1. Domine Jesu + Fuge:Quam olim Abrahae,

2. Hostias mit Fugenwiederholung

Sanctus von Süßmayr

Benedictus von Süßmayr

Agnus Dei von Süßmayr

Communio: Lux aeterna [das ewige Licht] (wie Introitus, nur anderer Text)

Auch in neuerer Zeit gibt es zahlreiche Versuche das Werk besser oder anders zu vervollständigen, zum Teil mit anderen Mozart Kompositionen, z.T. durch Verbesserungen der Sätze von Süßmayr.

Für google freaks: Woran ist Mozart gestorben? Wurde er vergiftet? Hatte Süßmayr einen guten Ruf bei Mozart? Warum hat Constanze das Requiem mehrmals verkauft? Wo wurde Mozart begraben? Wurde er in einem Josephinischen Gemeindesarg (Klappsarg) zum Friedhof gebracht? Hat derselbe Joseph II. wirklich Lebkuchen verboten? Warum? Welche Reformen gab es zu dieser Zeit noch? Wieviele Kinder hatte Mozart? Wieviele überlebten? Wer (seiner Kinder) war auch Komponist? Welche Spiele waren Mozarts Favorits?

Requiem ist immer auch Trost für die noch Lebenden. Im Zusammenhang mit dem Sterben sind Angst, Trauer, Wut, Resignation, aber auch Zuversicht, Vertrauen häufige Gefühle. Welche Gefühle hast du bei dir während der Hörbeispiele (wo?) entdeckt?

Gedanken und Eindrücke zum „Requiem“

Mozarts einziges Werk mit autobiographischem Bezug- von Nikolaus Harnoncourt:

Ich möchte jetzt keine analytischen oder musikwissenschaftlichen Studien zu diesem Werk machen, sondern Eindrücke wiedergeben, die mich beim Erarbeiten von Mozarts „Requiem“, für einige Aufführungen und für diese Aufnahme, als Musiker unmittelbar berührten. Zunächst empfand ich – trotz der fragmentarischen Überlieferung und trotz der vielfach so hart kritisierten Ergänzung durch Mozarts Schüler Süßmayr das Zusammenhängende, den großen Wurf des Ganzen, die Architektur des Gesamtwerks bei weitem zwingender als jemals früher: Die ergänzten Teile kann ich musikalisch keineswegs als Fremdkörper sehen, sie sind im Wesen mozartisch. Es ist für mich völlig abwegig und unmöglich, zu glauben, ein inferiorer Komponist wie Süßmayr, dessen Kompositionen niemals über ein banales Mittelmaß hinausreichen, hätte aus eigenem f das Lacrimosa vollenden und dieses Sanctus, Benedictus und Agnus Dei komponieren können. Selbst eine von den anderen Teilen ausstrahlende Inspiration, die Süßmayr gleichsam beflügelt hätte, kann mir die Herkunft dieser Musik nicht glaubhaft machen. Für mich sind diese Sätze eben auch von Mozart, sei es, dass Süßmayr entsprechendes Skizzenmaterial zur Verfügung hatte, sei es, dass ihm diese Kompositionen im Laufe der Zusammenarbeit von Mozart eindringlich vorgespielt worden waren. Auch die deutliche qualitative Diskrepanz zwischen der Komposition und der Süßmayrschen Instrumentation dieser Sätze bestärkt mich in meiner Überzeugung.

Wir wissen aus Mozarts Briefen, dass Gedanken an den Tod und gläubige Auseinandersetzung damit für ihn vertraut und selbstverständlich waren. So schreibt er 1787, also mit 31 Jahren, an seinen kranken Vater: „… da er Tod, genau zu nehmen, der wahre Endzweck unseres Lebens ist, so habe ich mich seit ein paar Jahren mit diesem wahren, besten Freunde des Menschen so bekannt gemacht, dass sein Bild nicht allein nichts schreckendes mehr für mich hat, sondern recht viel beruhigendes und tröstendes! und ich danke meinem Gott, dass er mir das Glück gegönnt hat mir die Gelegenheit zu verschaffen, ihn als den Schlüssel zu unserer wahren Glückseligkeit kennen zu lernen. Ich lege mich nie zu Bette ohne zu bedenken, dass ich vielleicht, so jung als ich bin, den andern Tag nicht mehr sehen werde …“

Schon das Todesquartett aus „Idomeneo“, das Mozart zehn Jahre vor dem „Requiem“ geschrieben hatte, wirkt auf mich wie eine erste sehr persönliche Auseinandersetzung mit dem eigenen Tod. Mozart, der sich ja mit Idamante identifizierte, hatte zu dieser Oper, besonders aber zu diesem Quartett, zeit seines Lebens eine ungewöhnlich starke emotionale Beziehung. Es ist überliefert, dass es ihn so sehr zu Tränen rührte, dass er nicht weitersingen konnte, als er es gelegentlich in Wien musizierte, wobei er wohl den Idamante sang.

Ähnliches wird uns über eine Art Probe des „Requiems“ berichtet, bei der kurz vor seinem Tod die bereits fertigen Teile ausprobiert wurden, wobei Mozart beim Lacrimosa in Tränen ausbrach und nicht mehr weiterkonnte.

Das gesamte Werk wirkt auf mich wie ein zutiefst persönliche Auseinandersetzung; erschreckend und erschütternd bei einem Komponisten, der normalerweise sein persönliches Leben und Erleben geradezu auffallend von seiner Kunst trennte. Das instrumentale Vorspiel ist eine Totenklage (Bassetthörner und Fagotte), zu der die Streicher schluchzend weinen. Diese ruhige Trauer wird aufgerissen durch die Forteschläge der Posaunen, Trompeten und Pauken im siebten Takt: Der Tod ist nicht nur ein milder Freund, sondern der Schritt zum gefürchteten Gericht. Hier empfinde ich zum erstenmal, vielleicht wie Mozart selbst, wie der offizielle liturgische Text zu persönlichster aufwühlender Auseinandersetzung wird: Der Tod trifft jeden einmal – aber was wird mit mir! Oder wie nach „luceat eis“ (das Licht soll ihnen ewig leuchten) im Takt 17 bis 20 die inständige allgemeine Bitte in ein beglückendes Trostmotiv mündet, gleichsam: Alles wird gut werden, weil es Erbarmen gibt.

Das Kyrie, die Bitte um das göttliche Erbarmen, steigert sich aus der allgemeinen Fuge in immer persönlichere, geradezu fordernde homophone Rufe: Herr, Du musst mich begnadigen! Besonders stark ist die Gegenüberstellung des Allgemeinen zum Persönlichen in der Sequenz: Das Dies irae malt erbarmungslos die Schrecken des letzten Gerichtstages, die Strenge des Richters („cuncta stricte discussurus!“), das Tuba mirum, die Erweckung der Toten zum Gericht: nichts blieb ungerächt („nil inultum remanebit“) – rührend persönlich darauf die ängstliche Frage: „Was werde ich Armer dann wohl sagen?“

Oder die krasse Gegenüberstellung des gewaltigen Königs im Rex tremendae mit dem Ich, mit mir: „Rette mich, Quell der Gnade“, die im Recordare, einem Satz, der Mozart nach dem Zeugnis Constanzes besonders wichtig war, in ein eindringliches und zutiefst vertrauendes Gebet mündet: „Du hast mich doch durch Dein Leiden erlöst, solche Mühe darf doch nicht vergeblich sein.“ Ich verstehe die besondere, wohl religiös-musikalische Einstellung Mozarts zu diesem Satz, weil er das Persönliche der Beziehung zu Gott so stark hervortreten lässt, die Möglichkeit der liebevollen Milde des vorher als unerbittlich streng geschilderten Richters innig darstellt, dies besonders an zwei Stellen: „Der Du Maria-Magdalena begnadigt hast, lass auch mich hoffen“ (Takt 83-93) und „Lass mich zu deiner Rechten bei den Schafen sein“ (Takt 116 – Ende).

Im Confutatis, das von vornherein die Gegenüberstellung: Alle – Ich beinhaltet, wird die innig persönliche Beziehung zu Gott im letzten Satz „Sei bei mir, wenn ich sterbe!“ sowohl harmonisch, als auch in einer sicher vertrauensvollen musikalischen Textausdeutung hervorgehoben. Hier höre ich Mozart selbst, für sich selbst sprechen, mit aller ihm zu Gebote stehenden bewegenden Eindringlichkeit, wie ein krankes Kind, das vertrauensvoll seine Mutter ansieht, – und die Angst schwindet.

Nietzsches musikalisches Werk

Einfach nur ‚Gelegenheitsmusiker‘ war Nietzsche nicht – es findet sich eine ganz erstaunliche Vielfältigkeit und ein kompositorischer Ideenreichtum wieder bei deutlicher, souveräner Beherrschung des Harmonien-Handwerkes, der dann auch an den Denker erinnert.

Sollte man hören, um das Nietzsche-Bild nicht zu vereinseitigen: ein ganzer Mensch, dieser Nietzsche – bei allen Schwierigkeiten und dann auch Unbegehbarkeiten seines Weges.

Ein ‚Lebensreligiöser‘, dieser Friedrich Nietzsche –

 

Zu Mozarts unnötiger Verteidigung

Immer wieder mal höre ich, nein, ich vernehme, dass bei Mozart ja alles klar wäre, weil man ihn kenne, wenn man ein paar Sachen von ihm gehört, nein, vernommen hätte. Musiker meinen das. Musiker, die mit seinem Werk intimer vertraut sind als die meisten Hörschaffenden in den Konzertsälen dieser Welt.
Jedes Mal, wenn ich in Reichweite solcher Flachheiten ausharre, nett und freundlich, möchte ich im Innersten kurzerhand den ganzen Mozart einfach aus der Musikgeschichte hinfortnehmen an einen besseren Ort.
Nun, Mozart würde das ganz sicher-vielleicht auch gefallen, denn ob er nun wirklich gern hier gewesen ist unter Nichtseinesgleichen, steht in Frage, so sehr er auch seine Freundlichkeiten und Freundschaften pflegte zu Menschen und solchen, die sich so nannten.
Außer Frage für den Musik wirklich Wahrnehmenden steht die außerordentliche Reinheit, Echtheit, seelische Schönheit und Wahrheit und die fulminante Bandbreite seines Lebenswerkes, welches, jedermann weiß es, in allzu kurzer Zeitspanne seinen Weg aus der Seele Mozarts auf die Notenblätter fand und von dort in die Konzertsäle der ganzen Welt und in das musikalische Gedächtnis einer geistig-seelisch extrem schwerhörigen Menschheit.
Ganz sicher gibt es Momente der Wiederholung von musikalischen Figuren, Phrasen, Abschlüssen, Überleitungen, Grundanlagen (z.B. in seinen Violinen- und Klavierkonzert“reihen“), nicht alles atmet die gleiche Intensität und Tiefe mancher Oper – und es gibt auch ein ganz anderes Moment der Wiederholung, das jedermann auffallen MUSS: die immer wieder hervorbrechende Lebendigkeit, die Zartheit melodischer Figuren, die Verknüpfung von Einfachem und Hochkomplexem, die Urmusikalität überhaupt, die vor Ideen nur so sprudelt und – dies erfordert allerdings auch ein Mozart genügendes eigenes seelisches Gegenüber des Musizierenden und/oder Hörenden – die durchaus unirdische Geistigkeit der mozartschen Musik, die Verheißungskraft(übertragung), die strenge Glückseligkeit, die zuweilen mozartschen Tongebilden entströmt und einen mitreisst, fast so, als könnte und wollte man sich gegen diese beglückende Kraft auch gar nicht wehren.
Mozart macht mich oft glücklich in einem tieferen Sinne, das kann ich wirklich aus eigenem Erleben sagen und zwar auch mit seiner Leichtigkeit, die man nicht mit – auch musikalischer – Naivität verwechseln darf. Mozart war zu keinem Zeitpunkt ein Naiver – wenn auch ein des öfteren ausgelassener und kaum zu bremsender Schwerenöter, der die Diskrepanz zwischen göttlicher Musik und irdischer Dumpfheit und Schwere oft genug irgendwie überleben wollte und musste.
Man muss Mozart nicht verteidigen – Mozart verteidigt sich selbst.
Man muss nicht jeden Tag Mozart hören. Obwohl. Zuweilen schon.
Aber wer ihn nie gehört hätte, wäre auf Erden ganz sicher ärmer, als wir es ohnehin sind auf diesem zerschundenen Planeten, und wir könnten ihn bedauern – jedoch: Wir hören Mozart, und das bedeutet, wir hören nicht nur seine Musik, die aus dem kosmischen Grund der Musik durch uns Hörende hindurch ins Kosmische unseres Lebens im Allleben reicht, sondern wir hören auch ihn selbst, seine Art, die klingende Schöpfung zu betrachten und mit ihr in immer wieder errungener Harmonie voranzuschreiten – wohin ? Dorthin, wohin er uns ganz offenbar vorausgegangen ist.

Luthers Lieder

https://www.arte.tv/de/videos/062265-000-A/luthers-lieder/

Ben Becker führt durch Luthers Musik. Sehens- und hörenswert. Informationsreich.

Im Anschluss an diese Dokumentation zeigte ARTE einen Konzertmitschnitt aus der Liederhalle Stuttgart. Auf dem Programm – eingerahmt von Schumann-Werken – Beethovens Violinenkonzert Opus 61.

An einem Tag, an dem ich an Ferdinand Hilliges denken musste – siehe H.F.Krause „Vom Regenbogen und vom Gesetz der Schöpfung“.

Helmut Creutz

Artikel zum Tod von Helmut Creutz

http://www.aachener-nachrichten.de/lokales/aachen/aachener-querdenker-helmut-creutz-ist-im-alter-von-94-jahren-gestorben-1.1740303

Erwin Thoma

sehr sympatisch, „geerdet“ und geistig voller Fähigkeit, dann aber auch – verständliche -„biologistische“ Logik, die sich die grundsätzlich ‚andere‘ Ordnung nicht vorstellen kann.

Ein klarer Mensch der Ordnung. Muss man mögen.

https://www.thoma.at/

 

Der Vorredner meint: die Bäume brauchen uns nicht – nun gut…Bäume brauchen uns schon, denn ‚wir‘ waren ja Bäume…

Lama Anagarika Govinda „Weit über mich hinaus“

Lama Anagarika Govinda: Weit über mich selbst hinaus. Gespräche über Tantra und
Meditation. Hrsg. Birgit Zotz, 228 Seiten, Gräfing 2017, ISBN 978-3-89427-767-3, 19,95 €

Rezension von Benedikt Maria Trappen, Augsburg 2018

Wie lebendiger Buddhismus im 21. Jahrhundert gelebt werden kann

Lama Anagarika Govinda: Weit über mich selbst hinaus
Wie Buddhismus im 21. Jahrhundert im Westen gelebt werden kann
Die in dem von Birgit Zotz herausgegebenen und eingeleiteten Buch versammelten Vorträge
und Gespräche, die weitgehend den inzwischen vergriffenen Ausgaben von „Das Buch der
Gespräche“ (1998) und „Leben im Geiste des Buddhismus“ (2006) entnommen sind, wurden
für diese Neuausgabe anhand der im Archiv der Lama und Li Gotami Govinda-Stiftung
aufbewahrten originalen Aufzeichnungen überarbeitet, korrigiert und ergänzt, um dem
interessierten Leser einen möglichst authentischen Eindruck des gesprochenen Wortes zu
vermitteln. Wesentliche Daten und Ereignisse der Biografie führen den Leser kundig in das
Leben und Werk dieses ungewöhnlichen Deutsch-Bolivianischen Wahl-Buddhisten ein, der
als einer der großen spirituellen Wegweiser und Brückenbauer zwischen Ost und West gilt.
Dass Ernst Lothar Hoffmann, wie der bürgerliche Name des späteren Gründers des Ordens
Arya Maitreya Mandala lautet, die abendländische Literatur und Philosophie ebenso kannte
und schätzte wie die indische und tibetische Kultur, prädestiniert den Archäologen, Maler,
Literaten, Übersetzer, Religionswissenschaftler und Bewusstseinsforscher geradezu für diese
Rolle. Eine besondere Affinität verband ihn zudem mit der Romantik, die, folgt man
Philosophen wie Martin Heidegger, José Sánchez de Murillo und Jochen Kirchhoff, der
technisch-wissenschaftlichen Welt immer noch zukünftig ist.
Eine weitere bedeutsame Schnittstelle stellt das Werk C.G. Jungs dar, dessen
Archetypenlehre auf Dispositionen des
Erlebens hinweist, auf das es letztlich allein
ankommt. Worte und Bilder können immer nur Wegweiser und Symbole sein für etwas, das
alles Fassungsvermögen übersteigt und sich einzig im gelebten Leben offenbart und zeigt.
Der angemessene Ort für diese Verwirklichung ist daher der Alltag, nicht die Klausur, dessen
Herausforderungen und Mühen den Weg ausmachen. Govinda positioniert sich mit dieser
klaren Formulierung deutlich gegenüber einer Fülle mehr oder weniger „esoterischer“
Richtungen, die sich verstärkt seit der Mitte des 20. Jahrhunderts in Amerika und Europa
„untergründig“ entwickelt haben. Selbstverantwortung, Selbstdisziplin, Selbstgestaltung
stehen für ihn an erster Stelle, nicht weltferne Frömmigkeit, Heiligkeit und Unterwerfung
unter Dogmen und Führer.
Das Fundament dieser klaren Positionierung findet Govinda ebenso im Leben und Tun
Buddhas und den damit verbundenen erkenntnistheoretischen Einsichten wie in den
philosophischen und künstlerischen Werken des deutschen Idealismus und der Romantik.
Unendlichkeit zeigt sich im Endlichen, das Universelle im Einzelnen. Das immer erneute
Überschreiten von Grenzen, Transzendieren, öffnet, weitet das Bewusstsein. Die sich in
immer erneuten Windungen nach oben schraubende, weitende Spirale ist daher für ihn das
wesentliche Bild der lebenslangen Entwicklung, Wandlung, Transformation. Leben geht
hervor und spielt sich ab zwischen Polen. „Ewigkeit“ stellt daher keinen Gegensatz zur„Zeit“
dar, sondern bezeichnet eine besondere Erlebnisqualität derselben. „Unsterblichkeit“ meint
nicht „unbegrenzte Dauer“, sondern eine ausgezeichnete, hier und jetzt zu verwirklichende
Qualität des Seins. Worum es letztlich geht, ist die Menschwerdung des Menschen, der
seinen Egozentrismus relativiert und überwindet, offener wird und in Mitfreude und
Mitgefühl der Welt und den anderen verbunden ist. In dieser Aufgabe, nicht in Formeln und
Dogmen, nicht in Kulten und Ritualen, erblickt und begreift Govinda das Wesen aller
Religion. Was zählt ist daher einzig das gelebte Leben, wobei der Richtung, den Intentionen,
der Gesinnung mehr Bedeutung zukommt als den Taten und den oft unbeabsichtigten und
unabsehbaren Folgen. Das Ganze des Welt-Spiels und seiner Harmonie bleibt uns verborgen.

Wir sehen und verstehen immer nur Ausschnitte, Perspektiven, mal mehr, mal weniger tief
und weit erhellte Lichtungen eines unendlich verwobenen Bedingungsgefüges. Diese
Erkenntnis macht bescheiden und demütig. Erleuchtung bläht nicht auf, sondern macht
bescheiden angesichts der Fülle des Nichtwissens und des Mangels an Sein. Auch den Streit
der Schulen und Religionen, der immer nur ein Streit über Worte ist, lässt Govinda damit
gelassen hinter sich. Das Unsagbare ist unsagbar. ES kann als Tragendes und
Durchdringendes, als Belebendes, Inspirierendes, Kreatives nur erfahren und erlebt werden
und zeigt sich in seinen Früchten, dem lebendigen Fortgang. Dasselbe offenbart sich in allen
Entwicklungen, aber immer wieder anders, neu.
Govindas Impulse, die aus diesen Vorträgen und Gesprächen immer noch machtvoll wirken,
können das Gespräch zwischen Ost und West auch heute noch bereichern und klären und
dem aufrichtig Suchenden Kompass und Leuchte sein.
Ein ausführliches Register und ein verständliches Glossar erleichtern dem Anfänger wie dem
Fortgeschrittenen die Aneignung und Vertiefung dieses wertvollen Erbes.

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Kommentar Uli Fischer

Lama Anagarika Govinda ist ganz sicher eine herausragende Figur des buddhistsichen Lebens der Neuzeit und über die buddhistischen Zirkel hinaus wirksam und wahrgenommen worden.

Die Bemerkungen Benedikt Maria Trappens zu den Themen „Ewigkeit“, „Unsterblichkeit“ und „Verborgenheit des Ganzen des Welt-Spieles“ – wenn sie in diesem Zuschnitt denn vollständig zutreffen auf die Positionen Govindas – sind aus meiner Sicht Ausdruck einer gewissen Begrenzung, die dem ‚buddhistischen Ansatz‘ (eine sicher schwierige aber legitime Verallgemeinerung) oft anhaftet, weil der Fokus natürlich auf der ‚Befreiung vom Daseinskreislauf‘ liegt.

Wir sehen bei europäischen Denkern wie Schelling, Novalis, Krause und Kirchhoff wichtige, mehr als nur ergänzende Perspektiven, die einen – demütigen – Blick auf das Ganze sehr wohl erlauben und auch fordern und auch die Frage nach dem Verhältnis von Zeit, Überzeit (im Kirchhoffschen Sinne) und Ewigkeit sinnvoll stellen und (im Rahmen des haltbar Aussagbaren) auch beantworten.

Auch zur Annahme einer möglichen „Unsterblichkeit“ gehen u.a. von diesen Denkern Impulse und zum Teil klare Perspektiven aus, denen ich zuneige.

 

 

Pückler und Babelsberg und Branitz

Zum Thema Harmonischen Landschafts(park)gestaltung / Landschaftstempel, vielleicht manchmal etwas zu „herrschaftlich“

Lenne‘ hatte in Babelsberg die Vorarbeit geleistet

http://mediathek.rbb-online.de/suche?searchText=P%C3%BCckler&source=tv#/tv/Dokumentation-und-Reportage/Die-Pracht-von-Babelsberg/rbb-Fernsehen/Video?bcastId=3822114&documentId=43194460

Niko Paech zum „Grünen Wachstum“

http://www.businessinsider.de/oekonom-rechnet-ab-deutsche-energiewende-nur-ein-ablenkungsmanoever-2017-8

Sachlich, nüchtern, klar: wir brauchen eine bedeutende „Reduktion“ der „materiellen Selbstverwirklichung“, unbedingt notwendig sind aus seiner Sicht:

Deindustrialisierung

Deglobalisierung

Selbstversorgung und Regionalität

Entmonetarisierung durch den Tauschsektor

u.a.

 

einfach nur gut, sehr, sehr gut, was Paech veranschaulicht – auch, wenn es so nicht laufen wird; ein echter Oikonom, leider ohne konsequent naturphilosophische Grundlage, was mich aber nicht stört bei der praktsichen Richtungsweisung, die nur (ein Beitrag zur) Vorbereitung einer gesellschaftlichen Transformation sein kann

sehr gute Ansätze von sinnvollen Mischformen z.B. privaten und gesellschaftlchen Eigentums, sehr unideologisch

eine Art „Rationale Wirtschaftsordnung“ wird hier entworfen – im Gegensatz zur herrschenden irrationalen Form; das ist ein wichtiger Schrit.

Wir brauchen, so gesehen, letztlich eine transrationale Verankerung des wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Geschehens. Die fehlt hier noch.

 

http://www.postwachstumsoekonomie.de/