Archiv des Autors: ulifischerkunst

Johannes Heinrichs im Gespräch

http://www.johannesheinrichs.de/

Das Gespräch gibt einen kurzen Einblick in die Grundidee der 4-Gliederung in Bezug auf elementare menschliche Daseins- und Handlungsweise und deren Widerspiegelung im Gesellschaftsbau. Heinrichs bemüht sich dann um eine ‚Versachlichung‘ des politischen Prozesses durch eine adäquate 4-Gliederung des Parlamentarischen, die grundsätzlich überzeugt. Das möchte ich betonen. Das Bremer Stadtmusikanten-Bild ist ein gelungener Vergleich vom Standpunkt der Ordnung der menschlich-planetarischen Belange aus.

Ja – wir wollen keine wirtschaftsinteressengeleitete ‚Politik‘ ,(die man ja kaum so nennen darf), im Sinne einer das ganze Leben dominierenden Einflussgröße.

Verwunderlich ist, dass er überhaupt nicht auf so etwas wie ‚geistige Verfasstheit‘ (z.B. in Wissenschaft und Religion) zu sprechen kommt, er beschränkt sich sehr auf die formale Ordnung; die inhaltliche Ordnung (des Ganzen), die durch bloße Neuanordnung der gesellschaftlichen Spieler nicht angetastet werden würde, spielt meiner Meinung nach jedoch eine mindest ebenso große Rolle. ‚Falscher Geist‘ verwandelt früher oder später jede gutgemeinte ‚Neuordnung‘ in nur noch subtilere Gefängnisse (und wir befinden uns ja wohl schon in einem relativ ausweglosen).

Seine Frage nach den Ursachen für die langjährige Interesselosigkeit der Hauptmedien an seinen Gedanken sollte er sich selbst immer wieder stellen – es gibt ja darauf eine Antwort.

Sein Ansatz ist dennoch bemerkenswert und in mancher Hinsicht sehr fruchtbar, und es ist ja kein Zufall, dass er in direkter Nachfolge Rudolf Bahros an der Humboldt-Uni tätig war. Das passte schon.

Anklänge an anthroposophische Konzepte (3-Gliederung des sozialen Organismus).

Auch der Hinweis darauf, dass die Philosophie gefordert ist, klare und auch richtungsweisende Impulse einzubringen in die gesellschaftliche Diskussion, ist vollkommen richtig.

Der kosmische Mensch – Adam Kadmon

Erinnerungen an verschiedene Annäherungen zum Thema Kosmischer Anthropos

Jüdische Tradition (und Querverweise)

https://anthrowiki.at/Adam_Kadmon

Ein Artikel über die traditionellen Vorstellungen (oder Pendants) bzw. Wissensbewahrungen zur Gedankenfigur (und Realität) des Kosmischen Anthropos (Begriff von Jochen Kirchhoff)

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C.G. Jung

https://symbolonline.de/index.php?title=Anthropos

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Graf Dürckheim

https://www.duerckheim-ruette.de/inhalt.php?WEBYEP_DI=44

Anselm Kiefer und die Quantenphysik

Es ist immer mal wieder interessant, wie sich die Erkenntnisbemühungen allgemein in der zeitgenössischen Kunst spiegeln. Hier eine Artikel über Anselm Kiefer (und einige seiner ‚metaphysischen‘ Ansichten und Erlebnisse) in Spiegelungsversuchen mit der Quantenphysik.

https://artinwords.de/anselm-kiefer-und-anton-zeilinger-in-der-albertina/

Natürlich zeigen sich dabei auch die ‚philosophischen‘ Denkungereimtheiten, etwa wenn unisono von Künstler und Quaatenphysiker Raum und Zeit als möglicherweise nicht notwendige Denkgewohnheiten klassifiziert werden, um ‚Erlebnisse der anderen Art‘ (z.B. eingebildeten oder realen Kontakt zu verstorbenen Künstlern) zu erklären.

Anselms ‚Sternenhimmelverbundenheit‘ hat ein interessantes Bild hervorgebracht. (weiter unten im Artikel)

Der gestirnte Himmel über mir und das moralische Gesetz in mir, 1997, Holzschnitt

Zum allg. Nachruf auf S.H.

Stephen Hawking rief ja zum Verlassen der Erde auf, zur ‚Siedelung im Kosmos‘ als Lösung für die nach seiner Ansicht nicht mehr lösbaren Probleme der Menschheit. Er hat(te) natürlich Recht, was das Ausmaß der Probleme betrifft: diese erscheinen wirklich in vieler Hinsicht als unbehebbar im Rahmen dessen, was wir uns (aus Erfahrung auf der Erde) vorstellen können.
Seine naturwissenschaftliche Sichtweise und medial gepushte Autorität, die ja auch zur weiteren Befestigung kosmologischer Irrtümer nicht nur des ‚Urknalls‘ beigetragen hat, konnte wohl auch keine andere ‚Lösung‘ finden.
In der Gedankenfigur der ‚Besiedelung des Weltraums‘ äußert sich ganz offensichtlich der völlig verfehlte ‚Weg nach Innen‘, der doch die eigentliche Aufgabe des Menschen – i. S. einer Lösung für die innere Verfasstheit – darstellt und aus deren Bewältigung u.U. auch ‚rettende Kraft‘ für das planetare Ganze erwächst. Ganz unabhängig davon würde so eine Menschheit auch alle ihre Probleme ‚mitnehmen‘ und auch noch ‚in den Weltraum exportieren‘. –
Nun hat er den Körper verlassen und in den Medien werden im Grunde nur Loblieder angestimmt auf sein Lebenswerk. In diversen Foren, bspw. unter Leschs Nachruf auf youtube, die gleiche Choose.
Dem stimme ich nicht zu.  Es mag Aspekte seines Daseins geben, die anderen Menschen von Nutzen waren, z. B. im Sinne der Überwindung von Schwierigkeiten.
Im Ganzen hat er den Wissenschaften geschadet (oder sie ‚vollendet‘ – je nach Standpunkt) und eine Rückbesinnung auf ihr eigentliches Wirkungsfeld bzw. eine Tiefenreformation des wissenschaftlichen Anspruchs (der heutzutage der einer ‚Generalerklärung‘ mit absoluter Autorität) ist, verhindert.
Andererseits ist sein ‚Gehen‘ vielleicht auch ein Signal für die eine oder andere (neue) Möglichkeit für Impulse zur naturphilosophisch begründeten und eingehegten Wissenschaft.

Schmelzende Gletscher und Eisberge

Wenn man diese Überschrift in eine Suchmaschine eingibt, dann bekommt man eine ganze Reihe von Berichten über Vorgänge dieser Art, die schon eine ganze Weile vor sich gehen, in den letzten 10-20 Jahren aber mit großer Geschwindigkeitszunahme. Auch einige TV-Beiträge laufen derzeit, die die Schelligkeit der Prozesse und auch die Größenverhältnisse – teilweise mit erstaunlichen und respekteinflößenden Bildern ob der gigantischen Ausmaße bspw. brechender Eisberge – thematisieren.

Als ich vor kurzem so einen TV-Beitrag sah, hatte ich zwei Assoziationen:

  1. So schnell – vergleichsweise – können also Prozesse ablaufen in Bereichen, die vorher und für lange Zeit als im Prinzip unveränderbar galten; mögliche zukünftige Parallelen in der menschlichen Kultur schienen/erscheinen naheliegend.
  2. Möglicherweise stellen ja ‚Klimawandel‘ und ‚Eisschmelze‘ Vorboten größerer geologischer Veränderungen dar – also eine Art Präludium für eine auch tiefergreifende Transformation des Planeten als Ganzes, die ja schon oft vermutet, ‚geweissagt‘ oder für möglich respektive nötig gehalten worden ist.

 

Hier ein Bsp. für das, was in Medien derzeit kursiert:

http://www.businessinsider.de/dies-ist-der-zerstoererischste-und-groesste-gletscherbruch-der-je-aufgezeichnet-wurde-2016-10?obref=BusinessInsider

Grundsätzlich anders organisieren

Folgender Gedanke ist selbstverständlich nur in einem umfassenden Kontext sinnvoll, er sei dennoch geäußert, weil er sehr selten zur Sprache kommt und im Allgemeinen überhaupt nicht ins Blickfeld gerät, geschweige denn ernsthaft durchdacht oder diskutiert wird.

Langfristig (oder kurzfristiger, als wir jetzt denken) werden wir im Sinne einer echten Transformation von Gesellschaften den Gedanken erwägen, auf Geld als Steuerungsmittel vollständig – und in jeder Form – zu verzichten. (Das kann dann ’schrittweise‘ erfolgen – oder ‚auf einen Schlag‘.)

Geld steht exemplarisch für eine durch und durch abstraktionistische Denkweise. Man kann das in aller Ruhe durchdenken – wie das in vielerlei Hinsicht in Anklängen im alternativen Finanz- und Wirtschaftsspektrum auch getan worden ist und wird in dem Versuch, Geld als Mittel und nicht als Ziel zu betrachten und einzusetzen sowie in den bekannten anarchistischen Ansätzen.

Die Unkultur Geld hat uns – der Menschheit und allen Lebensformen – jahrhundertelang Unglück, desaströse Verhältnisse, Ungleichgewichte, Instabilitäten und fatale Gewohnheiten eingebracht, den Geist der Menschen fehlgeleitet, regelrecht verseucht und nichtgemeinwohlorientierte Machtpositionen aufgebaut, ‚die sich gewaschen haben’… Geld ist eine große Irrlichterei, von der man sich auf jeden Fall in Gedanken und in der Seele freimachen sollte – mir geht es hier selbstverständlich um das wirkliche Durchschauen des ‚Mammons‘, nicht um u. U. selbstschädigendes ‚Aussteigen‘ aus dem ‚System‘ in aktionistischem (Un)Sinne. Zur Zeit ist der ‚Eiertanz‘ unvermeidlich – so sinnvoll wie irgend möglich ‚mit Geld umgehen‘ und frei von ‚Geldzwang‘ agieren, da wo man es für nötig und sinnvoll hält.

Eine wie auch immer genau zustandekommende Transformation in wirklich relevanter Qualität wird in vieler Hinsicht ein Tabula Rasa sein müssen.

Eine gesellschaftliche Organisation auf hohem kulturellen Niveau ist sehr wohl denkbar mit(tels) strukturell bedarfs- und kontingentorientierter Organisation, die werteorientiert in ausgleichender Gerechtigkeit aufgebaut und eingesetzt wird. Natürlich stellt diese Option einen Unkulturschock dar – und fordert den ‚Menschen von heute‘ extrem heraus, vielleicht über die Grenze dessen, was er ‚verkraften kann‘ (in der Masse).

Jede einigermaßen harmonisch organisierte Familie lebt das ‚geldfreie Verfahren‘ in der Binnenstruktur vor, einige Gemeinschaftsprojekte der heutigen Tage in Ansätzen ebenfalls. Vielerlei Austausch zwischen Menschen funktioniert auf einer direkten Basis und in natürlichem Ausgleich. Native Kulturen – zu denen wir keinesfalls zurückkehren wollen – ebenfalls. Das ist wohl(!)durchdacht und gewollt selbstverständlich auch in größerem Maßstab möglich.

Hier kann jetzt nicht die Rede davon sein, wie das in Großgesellschaften ‚von heute auf morgen‘ greifen könnte – sondern es geht mir in erster Linie um das Bestehen auf der Denk- und Handlungsmöglichkeit des vollständigen Geldverzichtes in obigem Sinne – ohne Wenn und Aber.

Der wirkliche Reichtum des Planeten Erde – geistig wie materiell – kann sich sicher nur ohne scheinökonomische Verhinderungsmittel – wie es Geld unzweifelhaft darstellt – und in einer Planetarwohlökonomie (angelehnt an das Wort ‚Gemeinwohlökonomie‘) entfalten. Natürlich ist das nur ein Element einer grundlegend anderen ‚Wirtschaftsweise‘. – – –

Schon aus Gründen der Pflege geistiger Gesundheit in diesen Dingen kann man ja immer mal wieder einen Blick auf die Gedanken z.B. Campanellas werfen, die ein grundsätzlich anders organisiertes Gemeinwesen zum Ziele haben:

http://www.zeno.org/Philosophie/M/Campanella,+Tommaso/Der+Sonnenstaat

Auch das Wort ‚Organisation‘ kann man bei dieser Gelegenheit auf seinen tieferen Sinn befragen. Das , was zumeist heute darunter verstanden wird, ist oft ein technisch verflachter Abklatsch dessen, was ursprünglich gemeint ist: Aufrechterhaltung und Wahrung sowie sinnvolle Gestaltung des (je) lebendigen Ganzen ( – so wie es jeder einigermaßen gesunde Organismus, z.B. der eigene Körper, ‚vorlebt‘).

 

Informationen zum „Geld-Thema“

Eine gute Informationsmöglichkeit in Sachen Geld, was Analysen und alternative Systeme betrifft, bietet die Plattform http://monneta.org/. Man gewinnt einen Überblick über den Status Quo und vielfältige Bemühungen, diesen zu überwinden oder zumindest abzumildern.

Die Denk- und Handlungsmöglichkeit des vollständigen Verzichts auf ‚Geld‘ als Mittel der Austauschsteuerung wird dort nicht diskutiert.

Können Währungsvielfalt und komplementäre Geldsysteme die Finanzwirtschaft nachhaltiger und gerechter machen?

München 1918

http://www.deutschlandfunkkultur.de/muenchen-1918-dichter-an-die-macht.1270.de.html?dram:article_id=407300

Es ist immer wieder interessant sich mit den „Zwischenzeiten“ zu beschäftigen, diesen kurzen historischen Phasen, in denen die Starrheiten des ‚Gesellschafts- und Bewusstseinsbeton‘ wanken und nicht gelten – bis sie dann, jedenfalls bisher, umso raffinierter reinstalliert werden.

Dies bedeutet nicht, radikalen – letztlich menschenfeindlichen – Positionen, z.B. kommunistischen, das Wort zu reden.

Die nächste „Zwischenzeit“ kommt bestimmt.

Antje Vollmer über „Momo“ von Michael Ende

Antje Vollmer: Michael Endes Kritik des Finanzsystems in «Momo»

Mich haben Michael Endes Bücher vor vielen Jahren auch immer in ihren Bann gezogen. Im Grunde ist uns auch klar, dass ‚einfache Dinge‘ im Argen liegen, so wie er es beschreibt.

(Wenn dann die aufgeschichteten Fehl-Zusammenhänge auch komplex bis zur Fast-Unübersehbarkeit sein mögen.)

Wenn Momo in uns (noch) am Leben ist, dann bedeutet das, dass wir uns kein X für ein U vormachen lassen, dass wir uns der Bedeutsamkeit der eigenen Lebenszeit bewusst sind – und ! – sie gern für Nützliches und Menschliches einsetzen. Wir kennen noch die Achse des Lebens und folgen inneren Notwendigkeiten.

 

 

Das „unordentliche“ Sonnensystem

https://www.heise.de/tp/features/Warum-ist-das-Sonnensystem-so-unordentlich-3939449.html

Der Artikel spiegelt nur die heutige astrophysikalische Sicht; für andere grundsätzliche Informationen zum Sonnensystem, besonders zu seiner Entstehung und zu seiner kosmischen Funktion, siehe Helmut Friedrich Krause:

Vom Regenbogen und vom Gesetz der Schöpfung. Das kosmische Schicksal der Menschheit. Wie dem lebensfeindlichen Wirken der Erdbewohner ein Ende gesetzt wird“, 1989, edition dionysos im Dharma Buchladen (Verlagsbuchhandlung) Berlin

ISBN 3-9802157-0-9

Das Philosophenmosaik von Torre Annunziata

Peter Sloterdijk geht im 2. Band seiner Sphärologie von obigem Mosaik aus und bemüht sich auf den ersten Seiten seiner Schrift um eine Art Auftaktdeutung für sein Anliegen. Dabei deutet er die Szene so: die Kugel  (des Seins) als philosophischer Bezugspunkt vernunftgemäßen Philosophierens überhaupt, das Zusammensein 7 bekannter antiker Philosophen wie z. B. Thales von Milet beim gemeinsamen Erkennen einer Grundgegebenheit.

Im Sinne der Informationen von Helmut Friedrich Krause könnte man obige Szene darüber hinaus noch ergänzend ganz anders deuten: 7 vollendete Individualitäten, die das Leben der Erde repräsentieren, beim gemeinsamen geistigen Wirken für eben jenen Planeten. In diesem Falle würde die Szene in vollem Sinne eine symbolische sein. Man kann dann die Zuordnung der Abgebildeten zu den 7 ‚Gesetzesfürsten‘ versuchen – in jedem Fall muss man der differenzierten Intuition des Künstlers des ursprünglichen Werkes (wahrscheinlich ja ein Gemälde, das als Vorlage für das Mosaik diente) hohen Beifall zollen.

Eine sehr schöne Auseinandersetzung mit den Gedanken Sloterdijks hat Jochen Kirchhoff geleistet.

Porträt José Sánchez de Murillo

Hier ein Text von Benedikt Maria Trappen zum Wirken von  José Sánchez de Murillo.

Information Philosophie Portrait Sánchez Druckversion

Passt gut zu meiner derzeitigen Kenntnisnahme der Weltsaga-Versuche von Richard Wagner und Ovid; vor dem Hintergrund des Kosmischen Panoramas, welches Helmut Friedrich Krause im ‚Regenbogen‘ aufgezeigt hat, ist eine Zuordnung der Leistungen verschiedener Denker und Denkerinnen leichter möglich; denn eines ist ja klar: es muss einen roten Faden der Gestirnsgeschichte geben von der Erschaffung der Erde bis zu ihrer Auflösung als planetares Gebilde. Auf diesen roten Faden beziehen sich letzlich alle Versuche, der Wahrheit – ob mythologisch, philosophisch oder musisch – näherzukommen.

 

Mozarts Requiem

Nachfolgend ein Text von Nicolaus Harnoncourt, gefunden auf der Wikipedia-Seite zu Mozarts Requiem. Ich stimme der Einschätzung zu, dass Mozart trotz der posthumen Vervollständigung der Partitur vollständig erkennbar ist und bleibt und das Werk als Einheit wahrgenommen werden kann und auch sollte.

 

MOZART Requiem (Totenmesse) 1791

In seinem Sterbejahr 1791 hat Mozart ein Auftragswerk für Graf Franz von Walsegg-Stuppach komponiert: eine Totenmesse.

Leider hat er es nicht vollenden können, weil er am 5. Dez.1791 [mit 35] gestorben ist. Aber einige seiner Schüler haben sich darum bemüht, (vor allem Franz Xaver Süßmayr) damit die Witwe Constanze nichts zurückzahlen musste, denn der Graf hat einiges vorausbezahlt. (Er wollte es als sein eigenes Werk ausgeben) So ein Requiem besteht sehr oft aus den Messteilen, aber es fehlt das Gloria, weil Jubel unpassend wäre. Dafür gibt es ein mittelalterliches Gedicht „Dies irae“ (Thomas Celano) das von einem jüngsten Gericht spricht; eine Sehnsucht aller Menschen, dass es eine ausgleichende Gerechtigkeit geben möge.

Der Erfolg: nicht nur Mozart selbst hat versucht vom anonymen Auftraggeber möglichst viel Geld für seine Arbeit zu lukrieren, auch seine Frau Constanze war geschäftstüchtig mit diesem Werk und auch die Nachwelt hat wegen der Mythenbildung: (alles ziemlich geheimnisvoll und noch immer nicht ganz geklärt!) Gewinne erzielt.

Requiem-Sätze wurden bereits 1968 in der Filmmusik zu „Teorema – Geometrie der Liebe“ von Pier Paolo Pasolini benutzt, später bei „Eyes Wide Shut“, „The Big Lebowski“, „Der König der Löwen“, „Die Unglaublichen – The Incredibles“, „Elizabeth“, „Revolver“ und natürlich in „Amadeus

Das Werk:

Introitus (Einleitung): Requiem aeternam

Kyrie (Herr erbarme dich) Doppelfuge

Sequenz: Dies irae, (Tag des Gerichts)

Tuba mirum, (Posaune und Bass)

Rex tremendae

Recordare

Confutatis

Lacrimosa (ab Takt 9 von Süßmayr)

Offertorium: 1. Domine Jesu + Fuge:Quam olim Abrahae,

2. Hostias mit Fugenwiederholung

Sanctus von Süßmayr

Benedictus von Süßmayr

Agnus Dei von Süßmayr

Communio: Lux aeterna [das ewige Licht] (wie Introitus, nur anderer Text)

Auch in neuerer Zeit gibt es zahlreiche Versuche das Werk besser oder anders zu vervollständigen, zum Teil mit anderen Mozart Kompositionen, z.T. durch Verbesserungen der Sätze von Süßmayr.

Für google freaks: Woran ist Mozart gestorben? Wurde er vergiftet? Hatte Süßmayr einen guten Ruf bei Mozart? Warum hat Constanze das Requiem mehrmals verkauft? Wo wurde Mozart begraben? Wurde er in einem Josephinischen Gemeindesarg (Klappsarg) zum Friedhof gebracht? Hat derselbe Joseph II. wirklich Lebkuchen verboten? Warum? Welche Reformen gab es zu dieser Zeit noch? Wieviele Kinder hatte Mozart? Wieviele überlebten? Wer (seiner Kinder) war auch Komponist? Welche Spiele waren Mozarts Favorits?

Requiem ist immer auch Trost für die noch Lebenden. Im Zusammenhang mit dem Sterben sind Angst, Trauer, Wut, Resignation, aber auch Zuversicht, Vertrauen häufige Gefühle. Welche Gefühle hast du bei dir während der Hörbeispiele (wo?) entdeckt?

Gedanken und Eindrücke zum „Requiem“

Mozarts einziges Werk mit autobiographischem Bezug- von Nikolaus Harnoncourt:

Ich möchte jetzt keine analytischen oder musikwissenschaftlichen Studien zu diesem Werk machen, sondern Eindrücke wiedergeben, die mich beim Erarbeiten von Mozarts „Requiem“, für einige Aufführungen und für diese Aufnahme, als Musiker unmittelbar berührten. Zunächst empfand ich – trotz der fragmentarischen Überlieferung und trotz der vielfach so hart kritisierten Ergänzung durch Mozarts Schüler Süßmayr das Zusammenhängende, den großen Wurf des Ganzen, die Architektur des Gesamtwerks bei weitem zwingender als jemals früher: Die ergänzten Teile kann ich musikalisch keineswegs als Fremdkörper sehen, sie sind im Wesen mozartisch. Es ist für mich völlig abwegig und unmöglich, zu glauben, ein inferiorer Komponist wie Süßmayr, dessen Kompositionen niemals über ein banales Mittelmaß hinausreichen, hätte aus eigenem f das Lacrimosa vollenden und dieses Sanctus, Benedictus und Agnus Dei komponieren können. Selbst eine von den anderen Teilen ausstrahlende Inspiration, die Süßmayr gleichsam beflügelt hätte, kann mir die Herkunft dieser Musik nicht glaubhaft machen. Für mich sind diese Sätze eben auch von Mozart, sei es, dass Süßmayr entsprechendes Skizzenmaterial zur Verfügung hatte, sei es, dass ihm diese Kompositionen im Laufe der Zusammenarbeit von Mozart eindringlich vorgespielt worden waren. Auch die deutliche qualitative Diskrepanz zwischen der Komposition und der Süßmayrschen Instrumentation dieser Sätze bestärkt mich in meiner Überzeugung.

Wir wissen aus Mozarts Briefen, dass Gedanken an den Tod und gläubige Auseinandersetzung damit für ihn vertraut und selbstverständlich waren. So schreibt er 1787, also mit 31 Jahren, an seinen kranken Vater: „… da er Tod, genau zu nehmen, der wahre Endzweck unseres Lebens ist, so habe ich mich seit ein paar Jahren mit diesem wahren, besten Freunde des Menschen so bekannt gemacht, dass sein Bild nicht allein nichts schreckendes mehr für mich hat, sondern recht viel beruhigendes und tröstendes! und ich danke meinem Gott, dass er mir das Glück gegönnt hat mir die Gelegenheit zu verschaffen, ihn als den Schlüssel zu unserer wahren Glückseligkeit kennen zu lernen. Ich lege mich nie zu Bette ohne zu bedenken, dass ich vielleicht, so jung als ich bin, den andern Tag nicht mehr sehen werde …“

Schon das Todesquartett aus „Idomeneo“, das Mozart zehn Jahre vor dem „Requiem“ geschrieben hatte, wirkt auf mich wie eine erste sehr persönliche Auseinandersetzung mit dem eigenen Tod. Mozart, der sich ja mit Idamante identifizierte, hatte zu dieser Oper, besonders aber zu diesem Quartett, zeit seines Lebens eine ungewöhnlich starke emotionale Beziehung. Es ist überliefert, dass es ihn so sehr zu Tränen rührte, dass er nicht weitersingen konnte, als er es gelegentlich in Wien musizierte, wobei er wohl den Idamante sang.

Ähnliches wird uns über eine Art Probe des „Requiems“ berichtet, bei der kurz vor seinem Tod die bereits fertigen Teile ausprobiert wurden, wobei Mozart beim Lacrimosa in Tränen ausbrach und nicht mehr weiterkonnte.

Das gesamte Werk wirkt auf mich wie ein zutiefst persönliche Auseinandersetzung; erschreckend und erschütternd bei einem Komponisten, der normalerweise sein persönliches Leben und Erleben geradezu auffallend von seiner Kunst trennte. Das instrumentale Vorspiel ist eine Totenklage (Bassetthörner und Fagotte), zu der die Streicher schluchzend weinen. Diese ruhige Trauer wird aufgerissen durch die Forteschläge der Posaunen, Trompeten und Pauken im siebten Takt: Der Tod ist nicht nur ein milder Freund, sondern der Schritt zum gefürchteten Gericht. Hier empfinde ich zum erstenmal, vielleicht wie Mozart selbst, wie der offizielle liturgische Text zu persönlichster aufwühlender Auseinandersetzung wird: Der Tod trifft jeden einmal – aber was wird mit mir! Oder wie nach „luceat eis“ (das Licht soll ihnen ewig leuchten) im Takt 17 bis 20 die inständige allgemeine Bitte in ein beglückendes Trostmotiv mündet, gleichsam: Alles wird gut werden, weil es Erbarmen gibt.

Das Kyrie, die Bitte um das göttliche Erbarmen, steigert sich aus der allgemeinen Fuge in immer persönlichere, geradezu fordernde homophone Rufe: Herr, Du musst mich begnadigen! Besonders stark ist die Gegenüberstellung des Allgemeinen zum Persönlichen in der Sequenz: Das Dies irae malt erbarmungslos die Schrecken des letzten Gerichtstages, die Strenge des Richters („cuncta stricte discussurus!“), das Tuba mirum, die Erweckung der Toten zum Gericht: nichts blieb ungerächt („nil inultum remanebit“) – rührend persönlich darauf die ängstliche Frage: „Was werde ich Armer dann wohl sagen?“

Oder die krasse Gegenüberstellung des gewaltigen Königs im Rex tremendae mit dem Ich, mit mir: „Rette mich, Quell der Gnade“, die im Recordare, einem Satz, der Mozart nach dem Zeugnis Constanzes besonders wichtig war, in ein eindringliches und zutiefst vertrauendes Gebet mündet: „Du hast mich doch durch Dein Leiden erlöst, solche Mühe darf doch nicht vergeblich sein.“ Ich verstehe die besondere, wohl religiös-musikalische Einstellung Mozarts zu diesem Satz, weil er das Persönliche der Beziehung zu Gott so stark hervortreten lässt, die Möglichkeit der liebevollen Milde des vorher als unerbittlich streng geschilderten Richters innig darstellt, dies besonders an zwei Stellen: „Der Du Maria-Magdalena begnadigt hast, lass auch mich hoffen“ (Takt 83-93) und „Lass mich zu deiner Rechten bei den Schafen sein“ (Takt 116 – Ende).

Im Confutatis, das von vornherein die Gegenüberstellung: Alle – Ich beinhaltet, wird die innig persönliche Beziehung zu Gott im letzten Satz „Sei bei mir, wenn ich sterbe!“ sowohl harmonisch, als auch in einer sicher vertrauensvollen musikalischen Textausdeutung hervorgehoben. Hier höre ich Mozart selbst, für sich selbst sprechen, mit aller ihm zu Gebote stehenden bewegenden Eindringlichkeit, wie ein krankes Kind, das vertrauensvoll seine Mutter ansieht, – und die Angst schwindet.

Nietzsches musikalisches Werk

Einfach nur ‚Gelegenheitsmusiker‘ war Nietzsche nicht – es findet sich eine ganz erstaunliche Vielfältigkeit und ein kompositorischer Ideenreichtum wieder bei deutlicher, souveräner Beherrschung des Harmonien-Handwerkes, der dann auch an den Denker erinnert.

Sollte man hören, um das Nietzsche-Bild nicht zu vereinseitigen: ein ganzer Mensch, dieser Nietzsche – bei allen Schwierigkeiten und dann auch Unbegehbarkeiten seines Weges.

Ein ‚Lebensreligiöser‘, dieser Friedrich Nietzsche –

 

Zu Mozarts unnötiger Verteidigung

Immer wieder mal höre ich, nein, ich vernehme, dass bei Mozart ja alles klar wäre, weil man ihn kenne, wenn man ein paar Sachen von ihm gehört, nein, vernommen hätte. Musiker meinen das. Musiker, die mit seinem Werk intimer vertraut sind als die meisten Hörschaffenden in den Konzertsälen dieser Welt.
Jedes Mal, wenn ich in Reichweite solcher Flachheiten ausharre, nett und freundlich, möchte ich im Innersten kurzerhand den ganzen Mozart einfach aus der Musikgeschichte hinfortnehmen an einen besseren Ort.
Nun, Mozart würde das ganz sicher-vielleicht auch gefallen, denn ob er nun wirklich gern hier gewesen ist unter Nichtseinesgleichen, steht in Frage, so sehr er auch seine Freundlichkeiten und Freundschaften pflegte zu Menschen und solchen, die sich so nannten.
Außer Frage für den Musik wirklich Wahrnehmenden steht die außerordentliche Reinheit, Echtheit, seelische Schönheit und Wahrheit und die fulminante Bandbreite seines Lebenswerkes, welches, jedermann weiß es, in allzu kurzer Zeitspanne seinen Weg aus der Seele Mozarts auf die Notenblätter fand und von dort in die Konzertsäle der ganzen Welt und in das musikalische Gedächtnis einer geistig-seelisch extrem schwerhörigen Menschheit.
Ganz sicher gibt es Momente der Wiederholung von musikalischen Figuren, Phrasen, Abschlüssen, Überleitungen, Grundanlagen (z.B. in seinen Violinen- und Klavierkonzert“reihen“), nicht alles atmet die gleiche Intensität und Tiefe mancher Oper – und es gibt auch ein ganz anderes Moment der Wiederholung, das jedermann auffallen MUSS: die immer wieder hervorbrechende Lebendigkeit, die Zartheit melodischer Figuren, die Verknüpfung von Einfachem und Hochkomplexem, die Urmusikalität überhaupt, die vor Ideen nur so sprudelt und – dies erfordert allerdings auch ein Mozart genügendes eigenes seelisches Gegenüber des Musizierenden und/oder Hörenden – die durchaus unirdische Geistigkeit der mozartschen Musik, die Verheißungskraft(übertragung), die strenge Glückseligkeit, die zuweilen mozartschen Tongebilden entströmt und einen mitreisst, fast so, als könnte und wollte man sich gegen diese beglückende Kraft auch gar nicht wehren.
Mozart macht mich oft glücklich in einem tieferen Sinne, das kann ich wirklich aus eigenem Erleben sagen und zwar auch mit seiner Leichtigkeit, die man nicht mit – auch musikalischer – Naivität verwechseln darf. Mozart war zu keinem Zeitpunkt ein Naiver – wenn auch ein des öfteren ausgelassener und kaum zu bremsender Schwerenöter, der die Diskrepanz zwischen göttlicher Musik und irdischer Dumpfheit und Schwere oft genug irgendwie überleben wollte und musste.
Man muss Mozart nicht verteidigen – Mozart verteidigt sich selbst.
Man muss nicht jeden Tag Mozart hören. Obwohl. Zuweilen schon.
Aber wer ihn nie gehört hätte, wäre auf Erden ganz sicher ärmer, als wir es ohnehin sind auf diesem zerschundenen Planeten, und wir könnten ihn bedauern – jedoch: Wir hören Mozart, und das bedeutet, wir hören nicht nur seine Musik, die aus dem kosmischen Grund der Musik durch uns Hörende hindurch ins Kosmische unseres Lebens im Allleben reicht, sondern wir hören auch ihn selbst, seine Art, die klingende Schöpfung zu betrachten und mit ihr in immer wieder errungener Harmonie voranzuschreiten – wohin ? Dorthin, wohin er uns ganz offenbar vorausgegangen ist.

Luthers Lieder

https://www.arte.tv/de/videos/062265-000-A/luthers-lieder/

Ben Becker führt durch Luthers Musik. Sehens- und hörenswert. Informationsreich.

Im Anschluss an diese Dokumentation zeigte ARTE einen Konzertmitschnitt aus der Liederhalle Stuttgart. Auf dem Programm – eingerahmt von Schumann-Werken – Beethovens Violinenkonzert Opus 61.

An einem Tag, an dem ich an Ferdinand Hilliges denken musste – siehe H.F.Krause „Vom Regenbogen und vom Gesetz der Schöpfung“.

Zur Raumfahrt

Der Sinn der Raumfahrt wird wie selbstverständlich beschworen; es gibt kaum Stimmen, die diese ‚Errungenschaft der Menschheit‘ ernsthaft in Frage stellen.

Hier einige Argumente für einen sinnvollen Verzicht auf ausgedehnte Raumfahrt:

  • Unlösbare Verbíndung der Gestirnsmaterie (also auch des menschlichen Körpers) an das jeweilige Gestirn (bzw. dessen Nahraum) bzw. seine Kernverstrahlung (siehe Krause und Kirchhoff)
  • Lösung der innerplanetarischen Probleme hat absoluten Vorrang und ist vollständig ohne Raumfahrt möglich bzw. zu leisten – wenn auch nicht ohne harte Einschnitte
  • Vermeidung von falscher Technologieausrichtung, Intelligenzverschwendung und Erweiterung imperialistischer Bestrebungen
  • Ressourcenschonung und Müllvermeidung (besonders im Orbit)
  • Schonung von Menschenleben
  • Ein Verzicht könnte verbunden werden mit einer Umkehr wissenschaftlicher Bestrebungen überhaupt im Zuge einer naturphilosophischen Erneuerung des gesamten wissenschaftlichen Feldes
  • Zurückdrängung von militärischen und gesellschaftskontrollierenden Interessen

Natürlich sind das z.Z. völlig ‚fromme Wünsche‘. Dennoch sollte in dieser Richtung gedacht werden, ohne dem sogenannten „wissenschaftlichen Fortschritt“ weiterhin zu fröhnen oder relative Erfolge technischer Natur in Abrede zu stellen.

Atlas of the Underworld

Man weiß nicht genau, was und ob sich die Wissenschaftler etwas bei der Benennung ihres Atlasses gedacht haben oder eher nicht. Jedenfalls ist er eine angeblich grob vollständige Sichtbarmachung des Erdmantels und der Vorgänge dort.

Behauptet wird, dass Vorgänge bis in 2500 km Tiefe verfolgt werden konnten; man ist der Auffassung, eine Art CT-Scan der Erde durch die Auswertung von Erdbebenwellen herstellen zu können.

Es steht außer Frage, dass hier mit großer Wahrscheinlichkeit – ähnlich den Wissensbehauptungen der heutigen Physik und Kosmologie – die Durchmathematiserung von Modellen, naturwissenschaftliche Spekulation und Nichtbeachtung des metaphysischen Daseinsgrundes und seiner Wirkmacht bei der ständigen Aufrechterhaltung sämtlicher Materie zu nicht korrekten Vorstellungen vom Bau der Erde führen.

http://www.atlas-of-the-underworld.org/downloads/

 

Das Wesen des Raumes

Jochen Kirchhoff betont zwar im Video eher ein Philosoph der ‚Zeit‘ zu sein, also mehr dem Wesen der Zeit auf der Spur gewesen zu sein – man kann sich beim Betrachten des Videos allerdings nicht des Eindruckes erwehren, dass er auch zum ‚Raum‘ Einzigartiges zu sagen hat bei überzeugender Kenntnis der historischen Raumvorstellungen.

Für mich ein naturphilosophisches ‚Schlüsselvideo‘, das eigenes Nachdenken fördert und fordert.

Status Quo der „Schulverweigerer“

http://www.huffingtonpost.de/2017/09/29/freilerner-schule-kinder-homeschooling_n_18049298.html

Wer sich dem Thema ‚Schule‘ unvoreingenommen nähert und sich einen gesunden Sinn für ‚Lernwege‘ bewahrt oder wieder erworben hat, der kommt kaum umhin, das bestehende Schulsystem zu kritisieren, nicht nur für die Inhalte, die z.B. der ’naturwissenschaftlichen Indoktrination‘ dienen, sondern auch für die grundsätzlichen Strukturen und staatsorientierten Ausrichtungen.

Für die Eltern, die das auf die eine oder andere Weise erkannt haben, ein schwieriges Terrain; ob reine Verweigerung die sinnvollste Antwort auf die Forderung des Systems ist, mag dahingestellt bleiben.

Die Aufforderung für jeden Menschen bleibt: natürliches, rhythmisches Lernen, auch auf Feldern, die man sich nicht unbedingt gleich ‚zutraut‘, ist ein Pfeiler seelischer Entwicklung. Und dazu braucht man auch keinen ‚festgelegten Rahmen‘ oder Vorgaben von anderen.

Erwin Thoma

sehr sympatisch, „geerdet“ und geistig voller Fähigkeit, dann aber auch – verständliche -„biologistische“ Logik, die sich die grundsätzlich ‚andere‘ Ordnung nicht vorstellen kann.

Ein klarer Mensch der Ordnung. Muss man mögen.

https://www.thoma.at/

 

Der Vorredner meint: die Bäume brauchen uns nicht – nun gut…Bäume brauchen uns schon, denn ‚wir‘ waren ja Bäume…

Claus Eurich

http://www.interbeing.de/

http://www.stiller-aufstand.de/gelebter-aufstand/

http://www.evolve-magazin.de/radio/dem-leben-dienen/

Interressant: Hawking kam – nach Eurich – zunächst auf 1000 Jahre Zeit für die Menschheit.(dann 100)

Eurich hat seltsame Vorstellungen von evolutionärer Notwendigkeit (Rechtfertigung der Gewalt im 20 Jhd.)

Reinigung des Planeten; Jeder Mensch ist mehr, als…

Wir haben – nach Eurich – keine Chance mit den jetzigen systemischen Mitteln. Politik nach ihm systemverhaftet nicht fähig.

Wir brauchen ein neues Selbstbild – wir sollen uns neu entwerfen…

„Du trägst die Verantwortung für das gesamte Universum“… Neuentdeckung der Würde des Menschen; es geht um die Bedürfnisse aller Lebewesen; nimm dich ernst – Mensch !!!

Es steht alles auf dem Spiel.

Auf jeden Fall „radikal“ im besten Sinne. Da stört der christliche Hintergrund, der zuweilen durchscheint, weniger.

Zur Energiefrage

Der Ort Poing bei München erlebt ab und an ‚Mikrobeben‘ – mit Folgen für Baulichkeiten. Die Sendung „Quer“ des BR hat das gerade thematisiert. Zugeordnet werden diese Ereignisse dem Zurückpumpen von zuvor gefördertem Tiefenwasser, welches in einem Geothermiekraftwerk für Fernwärmeversorgung der Gemeinde genutzt wird. Seit 2012 wird diese Form der Energiegewinnung als Grundlastträger eingesetzt. Jetzt wurde die Anlage bis auf weiteres abgeschaltet zur Klärung der Ursachen und weiteren Verfahrensweise.

http://www.tiefegeothermie.de/schlagworte/poing

‚Mikrobeben‘ dieser Art in der Nähe von Geothermiekraftwerken sind offenbar nicht selten.

In den vergangen Jahren habe ich – wie viele – die Nutzung der sogenannten regenerativen Energiequellen begrüßt. Gewundert habe ich mich seit einiger Zeit immer über den harten Kampf in einigen Foren (z.B. bei Telepolis) von Befürwortern und Gegnern, das Aufeinanderprallen von Fakten.

Mittlerweile sehe ich die Sache (wieder) so – in Einbeziehung meines Interesses für das Wirken von Menschen wie Victor Schauberger, Nicola Tesla und Wilhelm Reich und natürlich unter dem Eindruck der Wissenschaftskritik und der Thesen von Helmut Friedrich Krause und Jochen Kirchhoff, die ja auch einer ‚friedlichen Physikrevolution‘ gleichkommen.

Weder eine lang- und kurzfristige Weiterverfolgung der erdöl-, erdgas- und kohlebasierten Energie- und Wirtschaftsweise kann die Menschheit dauerhaft mit Energie auf friedliche Weise versorgen, noch die Kernkraft , noch der Kernfusions’traum‘ – und auch die ‚alternativen Energien‘ werden dieses Problem nicht lösen (können). Jedenfalls nicht vollverantwortlich und in Harmonie mit der Erde.

Im ‚Nachhinein‘ wird der z.B. von Daniele Ganser beschriebene weltweite Kampf um Energie noch absurder erscheinen, als er jetzt schon erscheint (und ist).

Ich sehe die jetzigen Alternativen als verständlichen Versuch der Lösung des Problems. Sie sind samt und sonders ebenfalls (mehr oder weniger) problembehaftet. Ein Eingeständnis der Handelnden in diesem Bereich (und aller ernsthaft Nachdenkenden) wäre – meiner Meinung nach – eine wichtige Orientierung. Worauf ?

Auf ein grundsätzliches Umdenken im zugrunde liegenden Weltbild, denn auch die alternativen Energieträger (und das ihnen zugrunde liegende Denken, Forschen und Realisieren) beruhen prinzipiell auf den Annahmen (und der Sichtweise) der jetzigen Physik, natürlich zum Teil zu Recht, wo es um die sinnlich wahrnehmbaren Phänomene wie Wind, ‚Sonnenwärme‘ und ‚Wasserkraft‘ geht. Wenn eine ‚andere Physik‘ grundsätzlich akzeptiert werden würde, käme das ingenieurtechnische Denken und Forschen auf völlig andere Ideen.

Das sagt und schreibt sich leicht.

Wir stehen und leben wie vor einer Grenze, die wir kaum gedanklich übersteigen können. Wir wissen schlicht nicht, wie sich der doch voraussehbare Umbruch in den Gesellschaften weltweit vollzieht, vollziehen wird. Mit ihm wird sicher auch die ‚Energiefrage‘ völlig neu gestellt und auch gelöst.

Lama Anagarika Govinda „Weit über mich hinaus“

Lama Anagarika Govinda: Weit über mich selbst hinaus. Gespräche über Tantra und
Meditation. Hrsg. Birgit Zotz, 228 Seiten, Gräfing 2017, ISBN 978-3-89427-767-3, 19,95 €

Rezension von Benedikt Maria Trappen, Augsburg 2018

Wie lebendiger Buddhismus im 21. Jahrhundert gelebt werden kann

Lama Anagarika Govinda: Weit über mich selbst hinaus
Wie Buddhismus im 21. Jahrhundert im Westen gelebt werden kann
Die in dem von Birgit Zotz herausgegebenen und eingeleiteten Buch versammelten Vorträge
und Gespräche, die weitgehend den inzwischen vergriffenen Ausgaben von „Das Buch der
Gespräche“ (1998) und „Leben im Geiste des Buddhismus“ (2006) entnommen sind, wurden
für diese Neuausgabe anhand der im Archiv der Lama und Li Gotami Govinda-Stiftung
aufbewahrten originalen Aufzeichnungen überarbeitet, korrigiert und ergänzt, um dem
interessierten Leser einen möglichst authentischen Eindruck des gesprochenen Wortes zu
vermitteln. Wesentliche Daten und Ereignisse der Biografie führen den Leser kundig in das
Leben und Werk dieses ungewöhnlichen Deutsch-Bolivianischen Wahl-Buddhisten ein, der
als einer der großen spirituellen Wegweiser und Brückenbauer zwischen Ost und West gilt.
Dass Ernst Lothar Hoffmann, wie der bürgerliche Name des späteren Gründers des Ordens
Arya Maitreya Mandala lautet, die abendländische Literatur und Philosophie ebenso kannte
und schätzte wie die indische und tibetische Kultur, prädestiniert den Archäologen, Maler,
Literaten, Übersetzer, Religionswissenschaftler und Bewusstseinsforscher geradezu für diese
Rolle. Eine besondere Affinität verband ihn zudem mit der Romantik, die, folgt man
Philosophen wie Martin Heidegger, José Sánchez de Murillo und Jochen Kirchhoff, der
technisch-wissenschaftlichen Welt immer noch zukünftig ist.
Eine weitere bedeutsame Schnittstelle stellt das Werk C.G. Jungs dar, dessen
Archetypenlehre auf Dispositionen des
Erlebens hinweist, auf das es letztlich allein
ankommt. Worte und Bilder können immer nur Wegweiser und Symbole sein für etwas, das
alles Fassungsvermögen übersteigt und sich einzig im gelebten Leben offenbart und zeigt.
Der angemessene Ort für diese Verwirklichung ist daher der Alltag, nicht die Klausur, dessen
Herausforderungen und Mühen den Weg ausmachen. Govinda positioniert sich mit dieser
klaren Formulierung deutlich gegenüber einer Fülle mehr oder weniger „esoterischer“
Richtungen, die sich verstärkt seit der Mitte des 20. Jahrhunderts in Amerika und Europa
„untergründig“ entwickelt haben. Selbstverantwortung, Selbstdisziplin, Selbstgestaltung
stehen für ihn an erster Stelle, nicht weltferne Frömmigkeit, Heiligkeit und Unterwerfung
unter Dogmen und Führer.
Das Fundament dieser klaren Positionierung findet Govinda ebenso im Leben und Tun
Buddhas und den damit verbundenen erkenntnistheoretischen Einsichten wie in den
philosophischen und künstlerischen Werken des deutschen Idealismus und der Romantik.
Unendlichkeit zeigt sich im Endlichen, das Universelle im Einzelnen. Das immer erneute
Überschreiten von Grenzen, Transzendieren, öffnet, weitet das Bewusstsein. Die sich in
immer erneuten Windungen nach oben schraubende, weitende Spirale ist daher für ihn das
wesentliche Bild der lebenslangen Entwicklung, Wandlung, Transformation. Leben geht
hervor und spielt sich ab zwischen Polen. „Ewigkeit“ stellt daher keinen Gegensatz zur„Zeit“
dar, sondern bezeichnet eine besondere Erlebnisqualität derselben. „Unsterblichkeit“ meint
nicht „unbegrenzte Dauer“, sondern eine ausgezeichnete, hier und jetzt zu verwirklichende
Qualität des Seins. Worum es letztlich geht, ist die Menschwerdung des Menschen, der
seinen Egozentrismus relativiert und überwindet, offener wird und in Mitfreude und
Mitgefühl der Welt und den anderen verbunden ist. In dieser Aufgabe, nicht in Formeln und
Dogmen, nicht in Kulten und Ritualen, erblickt und begreift Govinda das Wesen aller
Religion. Was zählt ist daher einzig das gelebte Leben, wobei der Richtung, den Intentionen,
der Gesinnung mehr Bedeutung zukommt als den Taten und den oft unbeabsichtigten und
unabsehbaren Folgen. Das Ganze des Welt-Spiels und seiner Harmonie bleibt uns verborgen.

Wir sehen und verstehen immer nur Ausschnitte, Perspektiven, mal mehr, mal weniger tief
und weit erhellte Lichtungen eines unendlich verwobenen Bedingungsgefüges. Diese
Erkenntnis macht bescheiden und demütig. Erleuchtung bläht nicht auf, sondern macht
bescheiden angesichts der Fülle des Nichtwissens und des Mangels an Sein. Auch den Streit
der Schulen und Religionen, der immer nur ein Streit über Worte ist, lässt Govinda damit
gelassen hinter sich. Das Unsagbare ist unsagbar. ES kann als Tragendes und
Durchdringendes, als Belebendes, Inspirierendes, Kreatives nur erfahren und erlebt werden
und zeigt sich in seinen Früchten, dem lebendigen Fortgang. Dasselbe offenbart sich in allen
Entwicklungen, aber immer wieder anders, neu.
Govindas Impulse, die aus diesen Vorträgen und Gesprächen immer noch machtvoll wirken,
können das Gespräch zwischen Ost und West auch heute noch bereichern und klären und
dem aufrichtig Suchenden Kompass und Leuchte sein.
Ein ausführliches Register und ein verständliches Glossar erleichtern dem Anfänger wie dem
Fortgeschrittenen die Aneignung und Vertiefung dieses wertvollen Erbes.

…………………………………………………………………………………………………………………………………………

Kommentar Uli Fischer

Lama Anagarika Govinda ist ganz sicher eine herausragende Figur des buddhistsichen Lebens der Neuzeit und über die buddhistischen Zirkel hinaus wirksam und wahrgenommen worden.

Die Bemerkungen Benedikt Maria Trappens zu den Themen „Ewigkeit“, „Unsterblichkeit“ und „Verborgenheit des Ganzen des Welt-Spieles“ – wenn sie in diesem Zuschnitt denn vollständig zutreffen auf die Positionen Govindas – sind aus meiner Sicht Ausdruck einer gewissen Begrenzung, die dem ‚buddhistischen Ansatz‘ (eine sicher schwierige aber legitime Verallgemeinerung) oft anhaftet, weil der Fokus natürlich auf der ‚Befreiung vom Daseinskreislauf‘ liegt.

Wir sehen bei europäischen Denkern wie Schelling, Novalis, Krause und Kirchhoff wichtige, mehr als nur ergänzende Perspektiven, die einen – demütigen – Blick auf das Ganze sehr wohl erlauben und auch fordern und auch die Frage nach dem Verhältnis von Zeit, Überzeit (im Kirchhoffschen Sinne) und Ewigkeit sinnvoll stellen und (im Rahmen des haltbar Aussagbaren) auch beantworten.

Auch zur Annahme einer möglichen „Unsterblichkeit“ gehen u.a. von diesen Denkern Impulse und zum Teil klare Perspektiven aus, denen ich zuneige.

 

 

Polarlichter-Pendants und Farbenspiel generell

 

http://www.n-tv.de/wissen/Mit-viel-Glueck-sieht-man-Polarlichter-article20023122.html

Zum Thema Kernverstrahlungsinteraktionen, Lichtentstehung und Lichtbrechung immer wieder interessant, auch dass es keine direkt nachweisbare Parallelität/Kausalität von sogenannten Sonnenstürmen und Polarlichtphänomen gibt, obwohl der Zusammenhang (als Pratilkelauftreffeffekt) behauptet wird.

 

http://www.n-tv.de/wissen/Hobbyastronomen-bestaunen-Farbenspiel-article19972302.html

http://www.n-tv.de/mediathek/bilderserien/wissen/Polarlichter-article1349076.html

Pückler und Babelsberg und Branitz

Zum Thema Harmonischen Landschafts(park)gestaltung / Landschaftstempel, vielleicht manchmal etwas zu „herrschaftlich“

Lenne‘ hatte in Babelsberg die Vorarbeit geleistet

http://mediathek.rbb-online.de/suche?searchText=P%C3%BCckler&source=tv#/tv/Dokumentation-und-Reportage/Die-Pracht-von-Babelsberg/rbb-Fernsehen/Video?bcastId=3822114&documentId=43194460

Niko Paech zum „Grünen Wachstum“

http://www.businessinsider.de/oekonom-rechnet-ab-deutsche-energiewende-nur-ein-ablenkungsmanoever-2017-8

Sachlich, nüchtern, klar: wir brauchen eine bedeutende „Reduktion“ der „materiellen Selbstverwirklichung“, unbedingt notwendig sind aus seiner Sicht:

Deindustrialisierung

Deglobalisierung

Selbstversorgung und Regionalität

Entmonetarisierung durch den Tauschsektor

u.a.

 

einfach nur gut, sehr, sehr gut, was Paech veranschaulicht – auch, wenn es so nicht laufen wird; ein echter Oikonom, leider ohne konsequent naturphilosophische Grundlage, was mich aber nicht stört bei der praktsichen Richtungsweisung, die nur (ein Beitrag zur) Vorbereitung einer gesellschaftlichen Transformation sein kann

sehr gute Ansätze von sinnvollen Mischformen z.B. privaten und gesellschaftlchen Eigentums, sehr unideologisch

eine Art „Rationale Wirtschaftsordnung“ wird hier entworfen – im Gegensatz zur herrschenden irrationalen Form; das ist ein wichtiger Schrit.

Wir brauchen, so gesehen, letztlich eine transrationale Verankerung des wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Geschehens. Die fehlt hier noch.

 

http://www.postwachstumsoekonomie.de/

Maaz Vortrag zur „Normopathie“

Einige Teilaspekte sind sicher richtig beschrieben, vor allem im „Kerngeschäft“ der Psychotherapie; eine Übertragung auf gesamtgesellschaftliche Verhältnisse ist natürlich fragwürdig und erinnert ein wenig an die Hybris der Physiker im kosmologischen Bereich.

Dennoch sind grundsätzliche Ansätze wie ‚Ende einer gesellschaftlichen Entwicklung‘, ‚Normopathie‘ als Charakterisierung der gesellschaftlichen Entwicklung nicht von der Hand zu weisen.

Die Unterscheidung von ‚Selbst‘ und ‚Ich‘ findet auf eigenwillige Weise statt, die nicht mit spirituellen Konzepten von Identität übereinstimmt.

Maaz hatte schon zu DDR-Zeiten und in der Wende-Zeit im Osten einen gewissen Namen. Interessant seine Feststellung von der dritten „Normopathie“, die er persönlich erlebt (NS, DDR, BRD) hat, weil auf diese Weise an die prinzipielle Gleichartigkeit in Hinsicht auf das je falsche Grundverständnis des Menschseins dieser Gesellschaften hingewiesen wird (abgesehen z.B. vom kaum antastbaren Wissenschaftsmythos und Materialismus).

Etty Hillesum: Das denkende Herz der Baracke

Kurzrezension von Benedikt Maria Trappen

Das denkende Herz der Baracke

 

Individuation und Kundalini-Prozess

Diese außergewöhnlichen wertvollen Aufzeichnungen dokumentieren einen Individuations- oder Kundalini-Prozess, der die davon Ergriffene spontan und „von selbst“, knien, die Hände falten und zu „Gott“ sprechen lässt, einer unverständlichen, unergründlichen geheimnisvollen wirkmächtigen Kraft und Macht, der man sich nur demütig anvertrauen und überlassen kann. Nichts hat diese radikale Spiritualität mit Kirchenfrömmigkeit und Tradition zu tun, was aber nicht heißt, dass es unwesentlich wäre, dass Etty Hillesum Jüdin war. Unerschütterlich hält sie angesichts des Wahnsinns, der Demütigungen, des Terrors und der Vernichtung daran fest, dass das Leben sinnvoll und schön und der Mensch im Grunde gut ist. Diese Erlebnisweise, um die sie immer wieder ringt, entspringt ihrer großen Liebe zu einem bedeutsamen Mann, die ebenso sinnlich wie über-sinnlich, geistig-seelisch ist und den konkreten Mann wie das eigene kleine Ich übersteigt, überwächst und sich zur Liebe zu allen Menschen, zur Welt weitet. Selbst der Irrsinn des Nationalsozialismus erscheint ihr dabei sogar noch verständlich als Stufe und Notwendigkeit der Überwindung des Bösen auf dem Weg zu einer lichteren, heileren Seinsweise, für die sie noch keine Sprache findet. Sicher ist sie sich dabei, dass das Böse nur im eigenen Inneren bekämpft und überwunden werden kann. Und sie weiß, dass das furchtbare Leid nicht die Schuld Gottes ist. Gott wartet darauf, dass wir ihm Raum schaffen in uns, damit er dort durch uns wirken kann. Auch der Tod stellt daher für sie kein Scheitern dar. Sie muss gehen, soweit sie kann, den notwendigen Verwandlungsprozess soweit voranbringen wie möglich, damit andere nach ihr dort weitermachen können und es leichter haben. C.G.Jung, Rilke und viele mehr sind ihr Begleiter auf diesem Weg und Lesen der Weg, die Seele zu nähren und zu stärken. Auch, wenn es auf den ersten Blick nicht so aussieht: Das ist Yoga. Was für ein Wegweiser, was für ein Segen, was für eine Gnade für unsere gefährdete Welt und Zeit.

Zur Beliebigkeitsbehauptung

Ich habe nach längerer Überlegung vor allem wegen der Länge darauf verzichtet, den nachfolgenden Text als Kommentar zum Kommentar zu posten; da das Thema wichtig und grundlegend ist, stelle ich ihn hier auf den Blog. Kann man als Grundlage vielleicht später verwenden.

Zitat eines Kommentars aus dem youtube-Kanal von Jochen Kirchhoff zum „Gravitationsvideo“ :

„Man kann für alles Existierende, eine alternative Theorie finden. Und wenn dann auch philosophisch erklärt wird, kann eine Realität unglaublich rüberkommen.“

Mein Text:

Da haben Sie natürlich Recht, und auch die von Ihnen angedeutete Möglichkeit manipulierender „Verpackung“ von Theorien und Ideen ist grundsätzlich immer gegeben. Im Video wird meiner Meinung nach ein hohes Maß an intellektueller Redlichkeit aufgeboten und Hr. Kirchhoff betont ja, dass es ihm darum geht, eine legitime und in sich schlüssige Denkmöglichkeit anzubieten, die – zugegeben – einige Konsequenzen in der physikalischen Theoriebildung allgemein nach sich zieht. Ich bin der Meinung, dass man sich ein wenig davor schützen kann, Hirngespinsten aufzusitzen. Vielleicht sind folgende persönliche Überlegungen hilfreich für eigene Überlegungen zum Thema. 100%ige Sicherheit ist in diesen Dingen natürlich (prinzipiell) unmöglich. Aber grundsätzlich hat man ja (dennoch) selbst die Verantwortung, für das, was man glaubt bzw. für wahr hält, was man von anderen annimmt oder zumindest nicht rundweg ablehnt. Uns stehen miteinander verwobene Wege der persönlichen „Kontrolle“ zur Verfügung, die wir eigentlich mehr oder weniger ständig nutzen, um uns im Leben zu orientieren:

1. Wie überzeugend etwas auch überbracht werden mag, ich kann mich immer fragen: Entspricht die Botschaft/Theorie unseren/meinen tiefsten Annahmen von der Wirklichkeit, vom Leben, oder eher nicht ? Dazu muss man natürlich das eigene Denken gut kennen und in der Lage sein, es – in gewisser Weise beständig – auf den Prüfstand zu stellen. Das jeweilige, das dann Bestand hat, darf man getrost als die eigenen Überzeugungen (oder Annahmen) identifizieren und als „erste Kontrollinstanz“ einsetzen. Das machen wir im Prinzip auch ständig im Alltag, jenseits philosophischer oder naturwissenschaftlicher Diskussionen. Das hat natürlich auch eine tief emotional-seelische Komponente. Niemand löst sich so mirnichtsdirnichts von Überzeugungen. Das sind meist – im Fall des Falles – tiefgreifende Prozesse. Weil Überzeugungen lange (respektive langsam) gewachsene Strukturen sind, die uns ja „tragen“. Wir benötigen also auch Zeit, um „neue Theorien“ anzunehmen – wenn wir denn grundsätzlich Bereitschaft dazu in uns spüren, möglicherweise zunächst mit Widerständen verschiedener Art.

2. Wie konstistent und widerspruchsfrei kommt die Botschaft/Theorie daher ? Dazu muss ich natürlich die Struktur des Behaupteten kennen und logische Grundgesetze anwenden. Auch ein Mindestmaß an philosophischem Denken über Wirklichkeit überhaupt ist hier unumgänglich. Gesunder Menschenverstand ist zur Ergänzung auch wichtig. (Plausibilität und Anschaulichkeit des Behaupteten). Auch die Forderung nach einer grundsätzlichen „Einfachheit“ von Theorien kommt hier ins Spiel, die auch einige bekannte Physiker immer wieder gefordert haben. Man könnte Theorien auch in Sachen Schönheit und Eleganz gedanklicher Art, nicht primär mathematischer, auf den Prüfstand stellen.

3. Jetzt könnte man die vorhandenen Messdaten bzw. allgemein akzeptierten FAKTEN ins Spiel bringen und sie in Beziehung setzen zur Theorie und sich die Frage stellen: Geht das Puzzle hinreichend „bildgebend“ auf; entspricht das Datenpuzzle dem „Vor-Bild“ der Theorie; lässt es sich mit dem Therie(vor)bild in Einklang bringen ? Das ist als nicht-eingearbeiteter Laie natürlich die schwierigste Hürde. Da braucht man dann gelegentlich schon Vertrauen in andere, die „sich auskennen“; ebenfalls eine typische alltägliche Verhaltensweise – mit ihren natürlichen Grenzen. Manches MUSS man einfach selbst überprüfen oder überprüfen lassen.

4. Sind die Personen, die die Theorie aufstellen oder transportieren, aus meiner jeweiligen Sicht intellektuell und menschlich redlich – soweit das mir möglich ist, einzuschätzen ? Das zielt dann auch auf etwaige mitbestimmende Interessenlagen der jeweiligen Personen. Und natürlich auf persönliche Resonanzen.

5. Wie denken für mich (in dieser Angelegenheit) maßgebliche Menschen über die Sache ? Bei aller Vorsicht in dieser Hinsicht – das ist auch ein alltägliches, gewöhnliches Verfahren (mit möglichen Fallstricken).

6. Nehmen wir an, ich akzeptiere eine neue Theorie, wenigstens grundsätzlich, und halte sie für eine legitime Möglichkeit der Erklärung von Sachverhalten (beobachtbaren Phänomenen). Welche Auswirkungen hat das auf mich als Person, welche Auswirkungen hätte diese Theorie im Falle ihrer Akzeptanz im gesellschaftlichen Raum ? Sind diese Auswirkungen wünschenswert im Lichte „höherer Maßstäbe“? Gibt es Hindernisse für die Diskussion der Theorie in der breiten Öffentlichkeit – wenn ja, warum bzw. wer hat an der möglichen Behinderung ein Interesse ?

7. Jeder Mensch hat auch einen gewissen Zugang zu intuitiver Erkenntnis. Man kann auch etwas intuitiv als wahr (an)erkennen oder ablehnen – also ohne den Apparat rationaler Begründungen, den man dann immer noch zur Anwendung bringen kann. Viele Erkenntnisse haltbarer Natur verdanken diesem Erkenntniszugang ihre Entstehung. Das kann man natürlich am wenigsten steuern – entweder die Intuition „tritt ein“ spontan (durch vorhergegangene eigene Anstrengung möglicherweise „provoziert“), oder eben nicht.

Wenn nicht: siehe Punkte 1. bis 6.

und Ihre eigenen, ganz persönlichen Maßstäbe und Erfahrungswerte kommen ja noch dazu.

Ich bin der Auffassung, wir Menschen sollten und können davon ausgehen, dass es uns letztlich gelingt oder gelingen kann – bei entsprechender Anstrengung und mit Hilfe anderer bzw. in der „forschenden Gemeinschaft“ – bewusst oder unbewusst manipulierendes Blendwerk bzw. überlebte, falsche Vorstellungen zu durchschauen und dann auch zu beseitigen, wenn es hinderlich ist. Wir sollten das uns grundsätzlich zutrauen, auch als „Laien“. Was mich noch auf einen Punkt bringt, der auch im Video anklingt – Theoriebildung ist ein Ausdruck von (grundsätzlicher) Weltwahrnehmung und baut auf dieser unvermeidlich auf. Sie erzählt also auch mehr über den Theoriebildner, als der womöglich wahrhaben will. Das gilt für dieses Video, das gilt auch für diesen Text hier, soweit er Theoriekontrolltheorie ist. Die Arbeit von Hr. Kirchhoff ist mit Verlaub ein Beispiel für grundehrliches, tief durchdachtes und nicht-manipulatives Gedankenwerk, das den Kontakt zu den Phänomenen nicht einbüßt. Prämissen von Gedankengängen werden meist mit- oder nachgeliefert. Es handelt sich bei den von ihm vorgetragenen Gedanken zur Gravitation (wie bei seinen anderen Überlegungen auch) im Übrigen auch nicht um die „nächste alternative Theorie“, die um selbstverliebte Aufmerksamkeit heischt. Diese Gedanken reichen mindestens bis zu Giordano Brunos Überlegungen zur Unendlichkeit des Universums und der Beschaffenheit von Himmelskörpern zurück und stehen auf fachkundigen Füßen (Wissenschaftsgeschichte, Theoriekenntnis, Pradigmenanalyse) – man lese seine Bücher. Man muss die Aussagen – auch in ihrer Radikalität – natürlich nicht teilen. Mich überzeugt im Ganzen besonders die übergeordnete Zielrichtung. Die Begründung der Gravitation aus der angenommenen Raumenergieverstrahlung/Radialfeldstrahlung ist für mich gedanklich nachvollziehbar und eine überaus überprüfenswerte Theorie. Dass mit Hr. Kirchhoff hier ein Philosoph spricht, kommt bei Grundlagenarbeit wie dieser der Sache zugute und weist auch auf die Dimension der Fragestellung hin: Es geht um mehr als um einen Aspekt möglichst konsistenter Physiktheoriebildung, der natürlich wichtig und hoch interessant ist. Es geht letztlich auch und besonders um unser grundsätzliches Weltverhältnis – und das, was daraus folgt.

EIKE-Grundsatzpapier Klima

Auch wenn EIKE letztlich eine typisch gegenwärtig-naturwissenschaftliche Sicht der Dinge vertritt, sind die Informationen doch hilfreich und setzen der medienbetriebenen Hatz grundsätzliche, seriöse Fakten entgegen.

Für eine ganzheitliche Betrachtung ist ganz sicher mehr „Metaphysik“ nötig – und dann ergeben sich naturgemäß noch ganz andere Zusammenhänge, die den Menschen als weltseelisch-direkten Beeinflusser des Klimas oder der meteorologischen Erscheinungen aufzeigen.

Im kleinen Maßstab habe ich den subtilen Zusammenhang zwischen eigener Bewusstseinslage und „Wetter“ schon oft erlebt und wahrgenommen (besonders natürlich, wenn es sich zu den eigenen Gunsten „ändert“ oder „ergibt“).

Das Thema ist meinem Empfinden nach beides: einfach und enorm komplex; z.B. auch Schwankung der Kernverstrahlung über lange Zeiträume, also auch wechselseitige Beeinflussung im Sonnensystem – und darüber hinaus, vgl. Krause und Kirchhoff.

https://www.eike-klima-energie.eu/die-mission/grundsatzpapier-klima/

Den Link verdanke ich Dirk Freyling.

Kiu Eckstein – Ein Leben, zwei Welten

Auf der Schwelle… Kurzfassung Vorabdruck

erschienen im August 2017

 

Kiu (auch K.M. und Klaus) Eckstein, geb. 1927, gehört zur Generation der Luftwaffenhelfer, die man auch die ‚skeptische‘ genannt hat, studierte und promovierte in der Universität München (LMU), arbeitete als Spielfilm Cutter, Regisseur für Dokumentarfilm-Serien in Peter von Zahns Documentary Programs, Washington, D.C., io den neugegründeten ZDF-Auslandstudios Washington und Rio de Janeiro. Von 1969 bis 1980, den dramatischen Jahren von Allende und Pinochet, war er ZDF-Auslandskorrespondent mit Sitz in Rio, machte dann Dokumentarfilme in Süd- und Nordamerika, Vietnam und Laos, war Koproduzent brasilianischer Spielfilme, absolvierte die Ausbildung für Holotropes Atmen, gab Workshops in Brasilien. fand schließlich den Weg zu einem Meister, zu Chandrasekharanand Saraswati, Rishikesh, Indien, und schrieb dann das Buch ‚Kundalini Erfahrungen, Eine Meister-Schüler-Begegnung´, (Aquamarin 2008). 2009 ging er mit seiner brasilianischen Frau zurück nach Deutschland. Seine chilenische Tochter, verheiratet mit einem Schweden lebt in Kapstadt, Südafrika, sein brasilianischer Sohn in Ungarn, beide mit ihren zwei Kindern.

Information des Autors zum Buch:
Geschichten, auch ein paar ziemlich verrückte, aus einem langen bewegten Leben. Vor sich selbst hergetrieben, aber hin und wieder auch – späte Einsicht – geführt von unsichtbarer Hand.
Die Geschichten aus der frühen, nicht so lange zurückliegenden und doch schon fast vergessenen Zeit zeigen, wie sehr sich unsere Welt in sehr kurzer Zeit verändert hat. Nach diesen harten, aber auch bukolischen Jahren immer neue Schauplätze und Kontinente, nicht sorgfältig geplant, eher mitschwimmend im Strom der Zeit und doch – auch das eine späte Einsicht – zeichnete sich nach und nach eine Richtung und ein Weg ab.
Schließlich der Versuch einer Einordnung in unsere sehr besondere Zeit, geprägt von dem großen, epochalen Umbruch, dessen frühe Anzeichen Jean Gebser schon Mitte des 20. Jahrhunderts aufgezeigt hat. Herauf kommend aus dem Urgrund belässt er keinen Stein auf dem anderen, erfasst uns alle, ob wir es merken oder nicht, und stellt unsere kleinen persönlichen Geschichten, auch die, von der hier die Rede ist, in einem übergeordneten Kontext, macht sie begreiflicher und relativiert sie somit auch.
Das „Ein Leben…“ und die „…zwei Welten“ sind die, in die ich geboren wurde und aufgewachsen bin, in die ich gegangen und lange geblieben bin, und sie sind auch und vor allem die Welt, die in dieser Lebenszeit vor unseren Augen zerbricht, um einen anderen Platz zu machen, von der wir nicht wissen, wie sie sein wird.

neusprech.org

Zur Analyse der Gegenwartssprache im „öffentlichen Raum“ nützlich;

https://neusprech.org/

Ansonsten kommt man beim Zuhören und Lesen auf die Idee, dass es (an den Universitäten) keine metaphysisch wohlbegründete Sprachphilosophie gibt, die die „kosmische Würde und Herkunft“ und die Urmagie der Sprache in den Anfangsgrund setzt.

Die Unmöglichkeit wertungsfreier Sprache wird eingestanden, auch der Wissenschaften.

Einmal mehr wird mir so deutlich, wie wichtig es ist, die Voraussetzungen des jeweiligen Denkens/Gedankens klar zu benennen und sich die Mühe zu machen, eine möglichst allgemeinverständliche Ausdrucksweise zu wählen.

 

Kritische Kommunikationswissenschaft

https://www.heise.de/tp/features/In-der-Kommunikationswissenschaft-ist-der-Kalte-Krieg-auch-heute-noch-nicht-zu-Ende-3772790.html

U.a. zur Analyse der strukturellen Vorprägungen in Medien und in Wissenschaftsbereichen, die im Rahmen des „Gesellschaftsspiels“ nicht abgelegt werden können und vor Tiefenkritik in der Regel sehr effektiv abgeschirmt werden

Thilo Hinterberger – Zum Stand der Dinge : Bewusstseinswissenschaften

Im schwarzen Videokasten oben links auf die kleine Auswahl klicken (die 3 Striche), dann Vortrag 3 auswählen

Hinterberger steht auf Quantenphysik und Relativitätstheorie und hält die Physik für eine „transzendenzfähige Wissenschaft“

Auch sonst ist er ein Beispiel für den Versuch der „Bewusstseinswissenschaften“, wichtige Fragen letztlich „naturwissenschaftlich“ zu klären.

Einige interessante Punkte, wie z.B. wie sich die Realität (Erscheinungswelt) „herstellt“ im Moment als Zusammenspiel von Innen- und Außenwelt

Roger Liebi

https://www.rogerliebi.ch/category/artikel-gliederung/gesetz-mose

sehr gute Ansätze zum Thema „Geschichtliche Zeit“, die den „Nebel der Prähistorie“ klar zeitlich fasst, wenn auch Erschaffung der Erde und Erschaffung des Universums gleichgesetzt werden und die Bibel als einzige Autorität gesetzt wird mit den bekannten religiösen Behauptungen

hebräische Form des ersten Satzes des Alten Testamentes: 7 Worte und 4×7 Buchstaben

(Sintflut) Flutkatastrophe als weltweit bekannt in den Überlieferungen

Infragestellung von allen Evolutionsbehauptungen

Interessante Aussagen zum Thema freie Wissenschaft an Universitäten in der Schweiz

Zur Sieben

besonders ab 3:00, man gewinnt den Eindruck, dass die Pharaonen grundsätzlich „Bescheid wussten“ und in einer Art Vereinnahmungspraktik möglichen Schaden abwenden wollten

Weiteres 42-Beispiel

Im Film „Gost – Nachricht von Sam“ gibt es eine Szene, in der der getötete junge Mann, noch im „Zwischenbereich“ wesend, eine U-Bahnstation durchläuft, die 42nd Station.

Das ist im Film extrem auffällig, weil die Zahl 42 in dieser Station alle paar Meter an den Wänden und an Eisenträgern erscheint.

Der Film wurde 1990 gedreht.