Jochen Kirchhoff

Jochen Kirchhoff ist ein deutscher Philosoph, Jahrgang 1944 und lebt und arbeitet in Berlin.

Es erscheint dem unkundigen Leser vielleicht etwas gewagt, Jochen Kirchoff in eine Reihe zu stellen mit herausragenden Persönlichkeiten des spirituellen und geistigen Lebens der vergangenen Jahrhunderte, gar Jahrtausende.

Ich habe mich bewusst für so eine Einordnung entschieden, da mein Studium seiner Arbeiten mich mehr und mehr zu dem Schluss kommen ließ und immer wieder läßt, dass es eine vergleichbare philosophische Intensität, Genauigkeit und Selbstreflektiertheit in der Geschichte der Naturphilosophie und der nicht-spekulativen Metaphysik entweder noch gar nicht oder jedenfalls sehr selten gegeben hat.

In der Gegenwart erscheint (mir) sein Denken wie ein – leider einsamer – hochaufragender Monolith echter Orientierung und unmittelbarer, dabei höchst reflektierter „Seelenarbeit“ –  denn auf diese zielt alles Schreiben und Denken (und Leben) ab: auf den Durchbruch des Einzelnen zur tiefen Wahrheit der WIRKLICHKEIT, die die Wirklichkeit durchdringt und ermöglicht, auf ein (Un)Grundverständnis der Weltenläufte im „Innen“ und „Außen“ eingedenk des unauflöslichen Zusammenhangs dieser beiden Pole der Welt, des Daseins.

Jochen Kirchhoff hat sich ausgiebig und sehr tiefgreifend mit grundlegenden Fragestellungen des Menschseins und -werdens befasst. Dabei hat er auf seine Weise eine Fundamentalkritik der herrschenden Wissenschaftsauffassung und eine sehr tragfähige Kosmologie – in bewusster Tradition – entwickelt. Giordano Bruno, Schelling und Helmut Friedrich Krause stehen für diese Art des Denkens und Lebens.

In ihm als Person treffen sich persönliches Selbst-Studium (in wortwörtlichstem Sinne) und (natur)philosophische Tiefe, die gemeinsam auf ein umfassendes Verständnis der Lebensvorgänge zielen.

Neben seinen wissenschaftskritischen Aussagen, die in (für einen Philosophen eher) seltenem Kenntnisreichtum bspw. der Physik und der Wissenschaftsentwicklung wurzeln, stehen metaphysische Grundüberzeugungen in Bezug auf Begriffe/Realitäten wie „Weltseele“ und „Anamnesis“ als Basis seines weitgespannten Werkes. Die Entwicklung des „Anamnesis“-Begriffes in Verbindung mit der Fragestellung nach der Erfassbarkeit des eigentlichen Wesens des Menschen und dessen Verwirklichung erscheint mir als besonders herauszustellende Leistung – sie wird äußert fruchtbar für den persönlichen Weg des Erkennens als auch für die naturphilosophisch-metaphysische Durchdringung der eigentlichen Ursprünge von Raum und Zeit.

Wenn es zu einer grundlegenden Revision der Natur-, Gesellschafts- und Geisteswissenschaften kommen sollte, und dies bleibt ausdrücklich zu wünschen, dann wird man im Werk von Jochen Kirchhoff entscheidendes Material für Grundpfeiler eines Neuaufbaus wissenschaftlicher Disziplinen finden und nutzen können; auch, weil nur eine an der REALITÄT orientierte Gesamtschau des Lebens eine sinnvolle Ableitung der Forschungs- und Wissensgebiete ermöglicht. Kirchhoff bietet solch eine Gesamtschau – quasi mit vereinten Kräften der Brunos, Schellings, Novalis`und Krauses`.

Seine Denkfiguren erlauben oft echte höhere mentale Meditation, z.B. in Bezug auf das Vorhandensein des Zukünftigem und des Vergangenen im Gegenwärtigen oder die nicht vollständig verwirklichbare ICH-Manifestation in der Verkörperung.

Sein Festhalten an einer positiven Bewältigung des Schicksals von Planet und Menschheit erscheinen dieser Tage besonders würdigenswert – angesichts der allgemeinen Ratlosigkeit und des doch sehr verbreiteten Pessimismus in Philosophie und Sozialwissenschaften.

Jochen Kirchhoff richtet sich in seinem Werk nicht an die „Eliten“, sondern an „Jedermann“ – und in sofern natürlich auch an die „Eliten“; sicher ist einige Vorbildung für die Lektüre seiner Bücher von Vorteil. Er spricht den Lesenden direkt an und fordert ihn auf, sich seiner umfassenden Verantwortung und Möglichkeiten als Mensch zu stellen – auch in tiefem Vertrauen in das eigentliche Potential des Menschen, das eben nur in immer wieder vollzogener aktiver Entscheidung und Handlung den Weg der kosmischen Entwicklung gangbar macht und offen hält.

Jochen Kirchhoffs Werk ist in vielen Grundaussagen in Zeitschriften wie der „Hagia Chora“, „Raum und Zeit“ sowie im „Spiegel“ (zu Giordano Bruno) durch entsprechende Artikel verfügbar.

Für das onlinegestützte (un)systematisches Studium ist der Youtube-Kanal von Jochen Kirchhoff zu empfehlen, der seine Schriften sehr gut ergänzt bzw. deren Voraussetzungen kenntlich macht.

Vorträge und Vorlesungen von Jochen Kirchhoff

 

 

Für das systematische Literaturstudium und Informationen im Vorfeld von Arbeiten über Jochen Kirchhoff:

Tetralogie in der Ausgabe vom Drachenverlag

Werkverzeichnis in der Deutschen National Bibliothek

Werkverzeichnis in der Deutschen Digitalen Bibliothek

 

Monographien:

Schelling

Kopernikus

Giordano Bruno

 

Thematische Schriften

Klang und Verwandlung

Nietzsche, Hitler und die Deutschen

Was die Erde will

Die Erlösung der Natur

Räume, Weltmodelle, Dimensionen

Die Anderswelt

Das kosmische Band