Archiv für den Monat: Juli 2020

Wohin geht der Mensch ?

Hier der gute Artikel von Kai Ehlers zum Auftreten von Yuval Noah Harari als durchaus zu Recht als „Trojanisches Pferd“ bezeichnete Erscheinung.

https://www.rubikon.news/artikel/trojanisches-pferd-des-transhumanismus

Warum muss man bei Harari immer an „Harakiri“ denken?  Und ausgerechnet die Silbe „ki“ – KI – ergänzt den Namen im Deutschen zur heute schon fast flappsig  verwendeten Bezeichnung für rituelle Selbsttötung ?

In der Tat ist die Frage nach dem Bewusstsein eine Schlüsselfrage nicht nur unserer Tage, sondern der menschlichen und planetaren Geschichte überhaupt. Sie verlangt nach klarer Beantwortung, die nur philosophisch und im unmittelbaren Erleben gelingen kann, wenn man so will: im Einzelnen, und nur „dort“. –

Der Artikel zeigt auf seine Weise deutlich, dass immer wiederholte Arbeit an dieser Frage unumgänglich ist unter Einordnung aller bekannten relevanten Klärungsversuche in die Auseinandersetzung um den Sinnzusammenhang eines lebendigen Kosmos, der in innigster Verbindung mit Sinn und Zweck des Menschen in seinem Werden steht. Ich erinnere hier an das Videogespräch mit Jochen Kirchhoff zum Kosmischen Anthropos.

Auch eine Kritik des Wirkens von Rudolf Steiner gehört in diesen Rahmen. Die im Text von Kai Ehlers gebrachten Zitate sprechen eine deutliche Sprache in Bezug auf das desorientierende Verständnis des Begründers der Anthroposophie u.a. in Sachen „Mensch und Technik“. – Besonders intensiv ist das von der Ärztin „Nina“ in letzter Zeit herausgearbeitet worden.

Wohin geht der Mensch?

Scheinbar nun ohne Umwege direkt hinein in eine vollständig kontrollierte, denaturierte Welt, in der auch die sozialen Selbstverständlichkeiten den Wahnideen der „technischen Erlösung des Menschen“ ohne viel Federlesen geopfert werden.

Wir wissen jedoch auch – mit Bruno, Schelling, Krause, Kirchhoff und anderen Geistern – , dass die Frage nach dem Menschen und seinem kosmischen Weg ganz anders beantwortet werden kann und beantwortet werden muss, wenn der Mensch auf Erden nicht scheitern will in Bezug auf das ihm eigentlich innewohnende Potential der Welt- und Selbsterkenntnis, das sich ja auch auf das Mitlenken der Naturreiche in den Strom der echten Bewusstseinserlösung bezieht.

Und wir können aus dem lebendigen Mensch-Kosmos-Verhältnis ableiten, dass der Mensch – auch heute und jetzt – nicht allein steht in diesem Ringen um die Durchsetzung eines sinnvollen Fortschreitens in Richtung echten Friedens und blühenden Lebens sowie geistiger Entwicklung, die diesen Namen verdient. –

 

Wirklich nötige ,Lockdowns‘

www.youtube.com/watch

Gute Zusammenfassung von Christian Kreiß für wirklich nötige Maßnahmen im Gesundheits- und Agrarsektor, die lange bekannt sind.

Für einen wirklich nachhaltigen Umbau wäre wesentlich mehr nötig, im Grunde in allen Lebensbereichen.

Sicher wäre für so einen Weg eine wichtige Voraussetzung, dass das Geld als Steuerungsmittel mindestens neutralisiert würde bei gleichzeitig anzustrebender Mindestversorgungssicherheit des Einzelnen, wenigstens nach einem gewissen Übergang.

Dass ein tiefgreifender Wandel des gesamten ,Produktionsbereiches‘ nötig sein wird, ist ebenfalls lange Zeit bekannt. Ich erinnere an Gedanken Rudolf Bahros im Zuge der Wiedervereinigung bei der Analyse des Wirtschaftens in West und Ost.

W. Wodarg bei rubikon

www.youtube.com/watch

Wolfgang Wodarg mit ausgewogener Bewertung. Mir nötigt das unbeugsame und doch auch biegsame Beharren auf inhaltlicher Auseinandersetzung Respekt ab, bei ihm und vielen anderen, die sich bisher für ein Mindestmaß an seriöser Information eingesetzt – und den vielen unsachlichen, angreifenden Reaktionen ausgesetzt haben. Danke dafür. –

Das wird nicht in Vergessenheit geraten.

Jacob Böhme – ein philosophus teutonicus

Ein Beitrag von Ronald Steckel

https://www.deutschlandfunkkultur.de/eine-lange-nacht-ueber-den-mystiker-jacob-boehme-liebe-und.1024.de.html?dram:article_id=473349

Ganz sicher ist Jacob Böhme auch für uns Heutige ein Bezugspunkt, ganz besonders in Sachen tieferen Verständnisses der Urgegebenheiten des Seins, die es zu bewältigen gilt – auch und besonders in uns selbst.

Ronald Steckel gebührt das Verdienst, neben anderen, dafür Sorge zu tragen, dass dieser Quellbrunnen von unmittelbarem Wissen gesehen, erkannt und genutzt wird.

Was die Erde will – ein Rubikon-Artikel von Kerstin Chavent

https://www.rubikon.news/artikel/was-die-erde-will

Ich freue mich, dass Kerstin Chavent vom Rubikon-Autorenteam das Video mit Jochen Kirchhoff zum Anlass für einen Artikel genommen hat, der zeigt, wo die Reise hingehen könnte in Sachen Bewusstseinsarbeit des Einzelnen und Überwindung von einengenden Vorstellungen und Ideologien in Bezug auf das Mensch-Kosmos-Verhältnis und die Stellung des Menschen im Naturzusammenhang.

Vielleicht setzt peu a peu eine breitere Diskussion ein, die über die tagesaktuellen Fragen einer sinnvollen Verteidigung von Grundrechten weit hinausgeht und sich auch nicht in Fragen politischer oder ökonomischer Organisation erschöpft, so wichtig diese Fragen auch sind; die Qualität der jetzigen Krise ist ein eindeutiges Signal: es geht um ‚höhere Beträge‘, und der Mensch als Ganzes ist gefordert.

Friederike Mayröcker : „was brauchst du“

Friedrike Mayröcker

was brauchst du

was brauchst du? einen Baum ein Haus zu
ermessen wie groß wie klein das Leben als Mensch
wie groß wie klein wenn du aufblickst zur Krone
dich verlierst in grüner üppiger Schönheit
wie groß wie klein bedenkst du wie kurz
dein Leben vergleichst du es mit dem Leben der Bäume
du brauchst einen Baum du brauchst ein Haus
keines für dich allein nur einen Winkel ein Dach
zu sitzen zu denken zu schlafen zu träumen
zu schreiben zu schweigen zu sehen den Freund
die Gestirne das Gras die Blume den Himmel

für Heinz Lunzer

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Einmal mehr ist es möglich – in dieser ‚Krisenzeit‘, deren eigentliche Tiefenkrise dem öffentlichen Diskurs bisher verborgen bleibt, offensichtlich verborgen bleiben soll und auch fast zwangsläufig muss – , was es auch sonst wäre: die Frage nach dem ‚Wieviel von allem‘ zu stellen. Und Friedrike Mayröcker beantwortet sie  im Gedicht „was brauchst du“ auf für mich nachvollziehbare Weise – .

Eine ‚Verwandlung‘ unserer Welt ist nur denkbar, wenn neben allem nötigen Rückbau und Verzicht auf (sehr viel) Überflüssiges auch die Besinnung auf das Urnotwendige und Sinnstiftende für den Menschen im Sinne eines kulturvollen, spirituell getragenen ‚Small is beautiful‘ erfolgt – und der Konzentration auf die eigentliche Aufgabe, die zunehmende, Erdung und Erde beachtende, Vergeistigung des Menschen im Sinne einer Sensibilisierung für die Tiefendimensionen der Schöpfung und geistiges Wirken in seinen vielfältigen Formen, Rechnung getragen werden kann.

Schön, wie Friedrike Mayröcker die letzten drei Zeilen dieser Orientierung widmet und geistiger Arbeit und der Begegnung das Wort erteilt. –

Hauke Ritz – sehr gute Analyse des naturwiss. Paradigmas und der geopol. Situation

https://multipolar-magazin.de/artikel/technologie-der-unfreien-welt-teil-1

Eine sehr gute, gestaffelte Grundlagenkritik des (Nicht-)Erkenntnisweges der jetzigen Naturwissenschaft. Ich bin gespannt auf Teil 2. Auch Fragen des methodischen Reduktionismus und der Leugnung der eigenständigen Qualität von Bewusstseins kommen unmissverständlich zur Geltung. Da kann man mal richtig aufatmen in so einem Artikel.

Wissenschaftsinterne Wissenschaftskritik mit wiss. Mitteln. Sehr klar, intelligent, logisch nachvollziehbar, ohne Rundumschläge, nüchtern.

In der Literaturliste taucht dann auch Jochen Kirchhoff auf – „Räume, Dimensionen, Weltmodelle“ – in guter Weise aufgefasst im Text. Das ist also möglich – im Text in gewisser Weise als gedanklicher Höhepunkt zu dem hingeleitet wird.

„Um wirklich ein neues Weltbild stiften zu können, wäre es – wie der Philosoph Jochen Kirchhoff überzeugend dargelegt hat (16) – nötig, dass sich nachvollziehbare Verbindungen und Stufen zwischen den Vorgängen auf der Mikroebene und denen auf der Makroebene nachweisen lassen. Als ein rein mathematisches Modell von prinzipiell nicht beobachtbaren Vorgängen auf der atomaren Ebene ist die Quantenmechanik eine bloße Abstraktion, die aufgrund ihres geringen Realitätsbezugs keine wirkliche kulturelle Wirkung entfalten kann. “

https://deutsch.rt.com/meinung/39274-rt-deutsch-spezial-logik-neuen/

Beeindruckende Klarheit in Sachen rationaler Analyse der geopol. Entwicklungen, die im Rahmen überkommener Vorstellungen in sich stimmig ist. Sie folgt also ebenfalls einem gewissen Status-Quo-Realismus, allerdings intelligent und mit erheblichem Durchschauungsvermögen in Sachen strategischer Ziele und praktischer Taktik sogenannter ‚unipolarer‘ und ‚multipolarer‘ Politik. – (insgesamt 11 ausführliche Artikel)

Ronald Steckel – Bewusstseinsforschung

https://kenfm.de/m-pathie-ronald-steckel/www.youtube.com/watch und

Ronald Steckel – Bewusstseinsforschung

Werdegang von Ronald Steckel und sein besonderer Bezug zu Jacob Böhme; viele gute Gedanken zum verbreiten Unwissen in Sachen (metaphysische) Grundgegebenheiten des Lebens, auch eine Art Generationsbericht, der immer spannend ist, wenn er die authentischen Suchbewegungen und Auffindungen abbildet.

Seinen Optimismus, was etwaiges langfristiges Erkenntnisvermögen der NW betrifft, teile ich nicht – nichtzuletzt die jetzige Situation spricht eine klare Sprache rechthaberischer ( und unrettbarer ) Selbstdesorientierung der ,führenden Wissenschaftler‘.

Hier wird nur ein fundamentaler Neuanfang ,irgendetwas‘ bringen.

Auch ist die Verschärfung des geistigen Grundkonfliktes des Menschen soweit gediehen, dass nur zwei Extreme denkbar bleiben: vollkommener und dauerhafter Verlust von so etwas wie Erkenntnisorientierter Entwicklung – oder Durchbruch einer dann kosmisch zu nennenden Wende, in der ,alles auf den Prüfstand‘ kommt.

Ich neige der letzteren Möglichkeit aus einer Reihe von Gründen zu.