Archiv für den Monat: März 2018

Zum allg. Nachruf auf S.H.

Stephen Hawking rief ja zum Verlassen der Erde auf, zur ‚Siedelung im Kosmos‘ als Lösung für die nach seiner Ansicht nicht mehr lösbaren Probleme der Menschheit. Er hat(te) natürlich Recht, was das Ausmaß der Probleme betrifft: diese erscheinen wirklich in vieler Hinsicht als unbehebbar im Rahmen dessen, was wir uns (aus Erfahrung auf der Erde) vorstellen können.
Seine naturwissenschaftliche Sichtweise und medial gepushte Autorität, die ja auch zur weiteren Befestigung kosmologischer Irrtümer nicht nur des ‚Urknalls‘ beigetragen hat, konnte wohl auch keine andere ‚Lösung‘ finden.
In der Gedankenfigur der ‚Besiedelung des Weltraums‘ äußert sich ganz offensichtlich der völlig verfehlte ‚Weg nach Innen‘, der doch die eigentliche Aufgabe des Menschen – i. S. einer Lösung für die innere Verfasstheit – darstellt und aus deren Bewältigung u.U. auch ‚rettende Kraft‘ für das planetare Ganze erwächst. Ganz unabhängig davon würde so eine Menschheit auch alle ihre Probleme ‚mitnehmen‘ und auch noch ‚in den Weltraum exportieren‘. –
Nun hat er den Körper verlassen und in den Medien werden im Grunde nur Loblieder angestimmt auf sein Lebenswerk. In diversen Foren, bspw. unter Leschs Nachruf auf youtube, die gleiche Choose.
Dem stimme ich nicht zu.  Es mag Aspekte seines Daseins geben, die anderen Menschen von Nutzen waren, z. B. im Sinne der Überwindung von Schwierigkeiten.
Im Ganzen hat er den Wissenschaften geschadet (oder sie ‚vollendet‘ – je nach Standpunkt) und eine Rückbesinnung auf ihr eigentliches Wirkungsfeld bzw. eine Tiefenreformation des wissenschaftlichen Anspruchs (der heutzutage der einer ‚Generalerklärung‘ mit absoluter Autorität) ist, verhindert.
Andererseits ist sein ‚Gehen‘ vielleicht auch ein Signal für die eine oder andere (neue) Möglichkeit für Impulse zur naturphilosophisch begründeten und eingehegten Wissenschaft.

Schmelzende Gletscher und Eisberge

Wenn man diese Überschrift in eine Suchmaschine eingibt, dann bekommt man eine ganze Reihe von Berichten über Vorgänge dieser Art, die schon eine ganze Weile vor sich gehen, in den letzten 10-20 Jahren aber mit großer Geschwindigkeitszunahme. Auch einige TV-Beiträge laufen derzeit, die die Schelligkeit der Prozesse und auch die Größenverhältnisse – teilweise mit erstaunlichen und respekteinflößenden Bildern ob der gigantischen Ausmaße bspw. brechender Eisberge – thematisieren.

Als ich vor kurzem so einen TV-Beitrag sah, hatte ich zwei Assoziationen:

  1. So schnell – vergleichsweise – können also Prozesse ablaufen in Bereichen, die vorher und für lange Zeit als im Prinzip unveränderbar galten; mögliche zukünftige Parallelen in der menschlichen Kultur schienen/erscheinen naheliegend.
  2. Möglicherweise stellen ja ‚Klimawandel‘ und ‚Eisschmelze‘ Vorboten größerer geologischer Veränderungen dar – also eine Art Präludium für eine auch tiefergreifende Transformation des Planeten als Ganzes, die ja schon oft vermutet, ‚geweissagt‘ oder für möglich respektive nötig gehalten worden ist.

 

Hier ein Bsp. für das, was in Medien derzeit kursiert:

http://www.businessinsider.de/dies-ist-der-zerstoererischste-und-groesste-gletscherbruch-der-je-aufgezeichnet-wurde-2016-10?obref=BusinessInsider

Grundsätzlich anders organisieren

Folgender Gedanke ist selbstverständlich nur in einem umfassenden Kontext sinnvoll, er sei dennoch geäußert, weil er sehr selten zur Sprache kommt und im Allgemeinen überhaupt nicht ins Blickfeld gerät, geschweige denn ernsthaft durchdacht oder diskutiert wird.

Langfristig (oder kurzfristiger, als wir jetzt denken) werden wir im Sinne einer echten Transformation von Gesellschaften den Gedanken erwägen, auf Geld als Steuerungsmittel vollständig – und in jeder Form – zu verzichten. (Das kann dann ’schrittweise‘ erfolgen – oder ‚auf einen Schlag‘.)

Geld steht exemplarisch für eine durch und durch abstraktionistische Denkweise. Man kann das in aller Ruhe durchdenken – wie das in vielerlei Hinsicht in Anklängen im alternativen Finanz- und Wirtschaftsspektrum auch getan worden ist und wird in dem Versuch, Geld als Mittel und nicht als Ziel zu betrachten und einzusetzen sowie in den bekannten anarchistischen Ansätzen.

Die Unkultur Geld hat uns – der Menschheit und allen Lebensformen – jahrhundertelang Unglück, desaströse Verhältnisse, Ungleichgewichte, Instabilitäten und fatale Gewohnheiten eingebracht, den Geist der Menschen fehlgeleitet, regelrecht verseucht und nichtgemeinwohlorientierte Machtpositionen aufgebaut, ‚die sich gewaschen haben’… Geld ist eine große Irrlichterei, von der man sich auf jeden Fall in Gedanken und in der Seele freimachen sollte – mir geht es hier selbstverständlich um das wirkliche Durchschauen des ‚Mammons‘, nicht um u. U. selbstschädigendes ‚Aussteigen‘ aus dem ‚System‘ in aktionistischem (Un)Sinne. Zur Zeit ist der ‚Eiertanz‘ unvermeidlich – so sinnvoll wie irgend möglich ‚mit Geld umgehen‘ und frei von ‚Geldzwang‘ agieren, da wo man es für nötig und sinnvoll hält.

Eine wie auch immer genau zustandekommende Transformation in wirklich relevanter Qualität wird in vieler Hinsicht ein Tabula Rasa sein müssen.

Eine gesellschaftliche Organisation auf hohem kulturellen Niveau ist sehr wohl denkbar mit(tels) strukturell bedarfs- und kontingentorientierter Organisation, die werteorientiert in ausgleichender Gerechtigkeit aufgebaut und eingesetzt wird. Natürlich stellt diese Option einen Unkulturschock dar – und fordert den ‚Menschen von heute‘ extrem heraus, vielleicht über die Grenze dessen, was er ‚verkraften kann‘ (in der Masse).

Jede einigermaßen harmonisch organisierte Familie lebt das ‚geldfreie Verfahren‘ in der Binnenstruktur vor, einige Gemeinschaftsprojekte der heutigen Tage in Ansätzen ebenfalls. Vielerlei Austausch zwischen Menschen funktioniert auf einer direkten Basis und in natürlichem Ausgleich. Native Kulturen – zu denen wir keinesfalls zurückkehren wollen – ebenfalls. Das ist wohl(!)durchdacht und gewollt selbstverständlich auch in größerem Maßstab möglich.

Hier kann jetzt nicht die Rede davon sein, wie das in Großgesellschaften ‚von heute auf morgen‘ greifen könnte – sondern es geht mir in erster Linie um das Bestehen auf der Denk- und Handlungsmöglichkeit des vollständigen Geldverzichtes in obigem Sinne – ohne Wenn und Aber.

Der wirkliche Reichtum des Planeten Erde – geistig wie materiell – kann sich sicher nur ohne scheinökonomische Verhinderungsmittel – wie es Geld unzweifelhaft darstellt – und in einer Planetarwohlökonomie (angelehnt an das Wort ‚Gemeinwohlökonomie‘) entfalten. Natürlich ist das nur ein Element einer grundlegend anderen ‚Wirtschaftsweise‘. – – –

Schon aus Gründen der Pflege geistiger Gesundheit in diesen Dingen kann man ja immer mal wieder einen Blick auf die Gedanken z.B. Campanellas werfen, die ein grundsätzlich anders organisiertes Gemeinwesen zum Ziele haben:

http://www.zeno.org/Philosophie/M/Campanella,+Tommaso/Der+Sonnenstaat

Auch das Wort ‚Organisation‘ kann man bei dieser Gelegenheit auf seinen tieferen Sinn befragen. Das , was zumeist heute darunter verstanden wird, ist oft ein technisch verflachter Abklatsch dessen, was ursprünglich gemeint ist: Aufrechterhaltung und Wahrung sowie sinnvolle Gestaltung des (je) lebendigen Ganzen ( – so wie es jeder einigermaßen gesunde Organismus, z.B. der eigene Körper, ‚vorlebt‘).

 

Informationen zum „Geld-Thema“

Eine gute Informationsmöglichkeit in Sachen Geld, was Analysen und alternative Systeme betrifft, bietet die Plattform http://monneta.org/. Man gewinnt einen Überblick über den Status Quo und vielfältige Bemühungen, diesen zu überwinden oder zumindest abzumildern.

Die Denk- und Handlungsmöglichkeit des vollständigen Verzichts auf ‚Geld‘ als Mittel der Austauschsteuerung wird dort nicht diskutiert.

Können Währungsvielfalt und komplementäre Geldsysteme die Finanzwirtschaft nachhaltiger und gerechter machen?