Archiv für den Monat: Januar 2018

München 1918

http://www.deutschlandfunkkultur.de/muenchen-1918-dichter-an-die-macht.1270.de.html?dram:article_id=407300

Es ist immer wieder interessant sich mit den „Zwischenzeiten“ zu beschäftigen, diesen kurzen historischen Phasen, in denen die Starrheiten des ‚Gesellschafts- und Bewusstseinsbeton‘ wanken und nicht gelten – bis sie dann, jedenfalls bisher, umso raffinierter reinstalliert werden.

Dies bedeutet nicht, radikalen – letztlich menschenfeindlichen – Positionen, z.B. kommunistischen, das Wort zu reden.

Die nächste „Zwischenzeit“ kommt bestimmt.

Antje Vollmer über „Momo“ von Michael Ende

Antje Vollmer: Michael Endes Kritik des Finanzsystems in «Momo»

Mich haben Michael Endes Bücher vor vielen Jahren auch immer in ihren Bann gezogen. Im Grunde ist uns auch klar, dass ‚einfache Dinge‘ im Argen liegen, so wie er es beschreibt.

(Wenn dann die aufgeschichteten Fehl-Zusammenhänge auch komplex bis zur Fast-Unübersehbarkeit sein mögen.)

Wenn Momo in uns (noch) am Leben ist, dann bedeutet das, dass wir uns kein X für ein U vormachen lassen, dass wir uns der Bedeutsamkeit der eigenen Lebenszeit bewusst sind – und ! – sie gern für Nützliches und Menschliches einsetzen. Wir kennen noch die Achse des Lebens und folgen inneren Notwendigkeiten.

 

 

Das „unordentliche“ Sonnensystem

https://www.heise.de/tp/features/Warum-ist-das-Sonnensystem-so-unordentlich-3939449.html

Der Artikel spiegelt nur die heutige astrophysikalische Sicht; für andere grundsätzliche Informationen zum Sonnensystem, besonders zu seiner Entstehung und zu seiner kosmischen Funktion, siehe Helmut Friedrich Krause:

Vom Regenbogen und vom Gesetz der Schöpfung. Das kosmische Schicksal der Menschheit. Wie dem lebensfeindlichen Wirken der Erdbewohner ein Ende gesetzt wird“, 1989, edition dionysos im Dharma Buchladen (Verlagsbuchhandlung) Berlin

ISBN 3-9802157-0-9

Das Philosophenmosaik von Torre Annunziata

Peter Sloterdijk geht im 2. Band seiner Sphärologie von obigem Mosaik aus und bemüht sich auf den ersten Seiten seiner Schrift um eine Art Auftaktdeutung für sein Anliegen. Dabei deutet er die Szene so: die Kugel  (des Seins) als philosophischer Bezugspunkt vernunftgemäßen Philosophierens überhaupt, das Zusammensein 7 bekannter antiker Philosophen wie z. B. Thales von Milet beim gemeinsamen Erkennen einer Grundgegebenheit.

Im Sinne der Informationen von Helmut Friedrich Krause könnte man obige Szene darüber hinaus noch ergänzend ganz anders deuten: 7 vollendete Individualitäten, die das Leben der Erde repräsentieren, beim gemeinsamen geistigen Wirken für eben jenen Planeten. In diesem Falle würde die Szene in vollem Sinne eine symbolische sein. Man kann dann die Zuordnung der Abgebildeten zu den 7 ‚Gesetzesfürsten‘ versuchen – in jedem Fall muss man der differenzierten Intuition des Künstlers des ursprünglichen Werkes (wahrscheinlich ja ein Gemälde, das als Vorlage für das Mosaik diente) hohen Beifall zollen.

Eine sehr schöne Auseinandersetzung mit den Gedanken Sloterdijks hat Jochen Kirchhoff geleistet.