Archiv für den Monat: Februar 2017

Fabian Scheidler – das Ende der Megamaschine

http://www.actvism.org/opinions/fabian-scheidler-megamaschine/

zumindest eine klare Beschreibung in bestimmten Bereichen und das Beharren auf praktischer Friedenspolitik

kreative Gedanken zu konkreten politischen Projekten

Sehr klare und konsequente Gedanken zum Abschaffen von Atom-Waffen als nicht verhandelbares Ziel

Forderung nach Friedensjournalismus (in Nachfolge von J. Galtung)

http://www.megamaschine.org/ (sein aktuelles Buch)

Lothar Weichert

„Die verschwenderische Kraft der Augenblicke. Lothar. Porträt eines anderen Lebens“ (2006) Peter Cohen, Alfred Rott und Heidegunde Weichert

Ich kenne Heidegunde Weichert, die Frau von Lothar Weichert, seit fast 10 Jahren. Wir sind gut befreundet und ich besuche sie regelmäßig an ihrem Wohnort in Schleching (bei Marquartstein). Ihren Mann Lothar habe ich nicht mehr kennengelernt, eine ganz offenbar „außergewöhnliche“ Person, die „am Rande der Zivilisation“ auf der Winkmoosalm viele Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges gemeinsam mit Frau Heidegunde gelebt hatte.

Das Buch, eine Zusammenstellung aus Texten von Lothar Weichert (die zu dessen Lebzeiten nicht veröffentlich worden sind) und Texten über ihn, gibt Einblick in das Leben eines Menschen, der sich auf seinen ganz eigenen inneren Weg gemacht hatte. Hier ein Zitat von ihm aus obenstehendem Buch:

S. 63

„Die Menschen wundern sich über das Unendliche; nur weil ihr Leben und Denken endlich ist, lässt das Begreifen nichts über das Endliche hinaus zu. Dennoch ist die Unendlichkeit, wie neue Erkenntnisse zeigen, existent.

Von der Peripherie her – zwischen Unendlichkeit und Endlichem jedoch den Sinn des Lebens neu zu überdenken, hieße nicht nur das Leben neu zu führen, sondern auch in eine veränderte Beziehung zu Gott zu treten, denn er ist das Wunder der Unendlichkeit.

Dass ein Bestimmtes alles Unbestimmte ist, verurteilt das logische Denken beständig zu abstrahierender Suche. “

 

 

Katharina von Bora – der Film

In der ARD Mediathek zu sehen bis 8.3.2017

Ein Film aus der Perspektive von Luthers Frau, der die Standhaftigkeit und Schöpferkraft, die menschliche Qualität und auch die „religiöse Psychologie“ einer Pionierin des Frauseins jenseits von Unterordnung und bloßem Verzicht auf Entwicklung zugunsten von Mann und Familie bei Beibehaltung einer dienenden Haltung Anfang des 16. Jahrhunderts widerspiegelt. Auch Luther kommt einem da nochmal als Mensch näher. Der Film gewährt einen Zugang zu seiner Lebensleistung ganz unabhängig von der üblichen kirchlichen Vereinnahmung seiner Person, die im Grunde ungerecht ist.

http://www.ardmediathek.de/tv#/tv/Katharina-Luther/Katharina-Luther/Das-Erste/Video?bcastId=40029842&documentId=40810636

2 Holzschnitte

Im Boesner Newsletter fand ich Arbeiten des Künstlers H.D. Gölzenleuchter, Jahrgang 1944, die ich mit Phantasie als künstlerische Verbildlichung der grundsätzlichen Gleichartigkeit von Raum, Baum und Mensch ansehen kann unter Einwirkung der manigfaltigen Strahlungsphänomene, die beim Aufeinanderprallen der Kernverstrahlungen der Gestirne auf deren Oberfläche Leben ermöglichen und gestalten. (Siehe „Baustoff der Welt“ von Helmut Friedrich Krause)

„Baum und Mensch“, Holzschnitt, 2008, 100x105cm

„Fragen über Fragen“, Holzschnitt auf Baumwollgewebe, 2003, 163×84 cm

Joseph Campbell

https://de.wikipedia.org/wiki/Joseph_Campbell

u.a. https://de.wikipedia.org/wiki/Der_Heros_in_tausend_Gestalten

aus dem Wikipedia-Text (Hervorhebungen von mir):

….Mit der Legitimationsfunktion des Mythos für politische Herrschaft aber werde der universelle Gedanke, den Menschen selbst – qua Menschsein – als ein göttliches Wesen zu verstehen, zu einem Störfaktor und immer weiter verdrängt. Religionskriege und Götter mit dem Anspruch von Allmacht seien die Folge gewesen, Gift für den langsamen Prozess der Reife eines Menschen von einem abhängigen Geschöpf zu einem „selbstverantwortlichen Schöpfer seines Lebens“.

Diese Entwicklung, so Campbell, habe mit dem Zweiten Weltkrieg ihren nicht mehr zu überbietenden Höhepunkt gefunden. Seit dieser Katastrophe setze sich langsam aber stetig die Einsicht durch, dass nicht dieser oder jener Landstrich, sondern die Erde die Heimat des Menschen sei. Einen Mythos der Menschheit – in dem die Erde die Heimat des Menschen ist – gebe es noch nicht. Ihn zu erschaffen hielt Campbell für unumgänglich. Allerdings: „Die nächste Mythologie läßt sich ebensowenig wie der Traum der kommenden Nacht vorhersagen, denn eine Mythologie ist keine Ideologie. Sie wird nicht vom Gehirn entworfen, sondern vom Herzen erfahren.„….

Martin Weyers

SYMBOLON-Vorsitzender (http://www.symbolforschung.org/)

Maler, Zeichner und Grafiker

http://www.martinweyers.com/

Interessante Bilder mit Bezügen zur Welt der Symbole, zum Mythischen in seiner Tiefe und zum „weltseelischen Treiben“ allgemein

Essay „Zur Quelle, zum Strom, zum Ozean. Symbolik des Wassers im Wandel der Weltbilder“ in SYMBOLON-Jahrbuch Band 20

Veranstaltungen in München

»Ahnen und Wissen« – Naturwissenschaft und Literatur

Die Welt steht Kopf. Für uns ein guter Grund, sich mit Natur- und Menschheitsgeschichte zu befassen. Gerade jetzt erscheinen viele aufregende Bücher zu Themen der Naturwissenschaft, Bücher, die wir in den kommenden Monaten vorstellen werden. In vielen Werken geht es um die brisante Aktualität früher Erkenntnisse – so hat uns Alexander von Humboldts berühmter Ausspruch »Überall geht ein frühes Ahnen dem späteren Wissen voraus.« (aus: »Kosmos. Entwurf einer physischen Weltbeschreibung«, 1845-62«) zu unserer Reihe inspiriert.

Alle Informationen zur Reihe erhalten Sie immer aktuell unter www.literaturhaus-muenchen.de

Donnerstag, 9.2., 20 Uhr, Saal
»Der Geschmack von Laub und Erde«
Ein Abend mit Charles Foster

Moderation: Daniel Haas (Die Zeit)
Lesung der deutschen Textpassagen: Shenja LacherWas fühlt ein Tier? Wie lebt es? Wie nimmt es seine Umwelt wahr? Charles Foster, Tierarzt, Rechtsanwalt und Dozent für Ethik und Rechtsmedizin in Oxford, hat sich auf ein faszinierendes Experiment eingelassen: Er versuchte, wochen- bisweilen monatelang wie Dachs, Otter, Fuchs, Rothirsch und Mauersegler zu leben. Er hauste in einem Bau unter der Erde, fing Fische mit den Zähnen und durchstöberte Mülltonnen auf der Suche nach Nahrung. In seinem großartigen, so skurrilen wie fesselnden Buch (Malik Verlag, Deutsch von Gerlinde Schermer-Rauwolf, Robert A. Weiß) schildert er seine Erlebnisse, lässt wissenswerte Fakten einfließen und stellt sie in den Kontext philosophischer Themen. Und er fragt: Was bedeutet es, Mensch zu sein?

+++ Veranstaltung in englischer und deutscher Sprache +++
Eintritt: Euro 10.- / 7.-
Online-Ticketkauf

Christine Mann, Tochter von Werner Heisenberg, und Frido Mann, Enkel von Thomas Mann, zeigen in ihrem gemeinsamen Buch »Es werde Licht. Die Einheit von Geist und Materie in der Quantenphysik« (S. Fischer Verlag), wie der Umbruch in den Naturwissenschaften durch die Quantentheorie gravierende – und gute – Folgen für unser Denken und Handeln hat: Der Gegensatz von Idealismus und Materialismus wird überwunden, eine ganzheitliche Sicht der Welt und des Menschen wird möglich. Eine verständliche Erklärung der bahnbrechenden Einsichten der Quantentheorie und ein eindringlicher sowie persönlicher Aufruf zu einem neuen Menschenbild in der Naturwissenschaft.

+++ in Kooperation mit dem Thomas-Mann-Forum e.V. +++Eintritt: Euro 15.- / 10.-
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